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Genau darin liegt auch die Stärke von "Die Brücke". Mit Hilfe der Rückblenden schafft es Gregor, jeden der Sieben dem Leser als Individuum mit Stärken, Fehlern, Schwächen und Zielen vorzustellen, was die Sinnlosigkeit ihres Todes noch deutlicher zum Vorschein bringt.
Dagegen verblasst jedoch die Darstellung der Ereignisse an der Brücke an eben jenem 2. Mai 1945. Der Gemütszustand der Protagonisten wird nur oberflächlich und künstlich beschrieben und die Reaktionen auf den Tod der Freunde wirken schablonenhaft (andererseits, wie soll man halt den Tod eines Freundes beschreiben, so dass sich jeder einzelne Leser angesprochen fühlt. DieseAufgabe ist schwierig bis unmöglich zu erfüllen).
Doch vielleicht rührt dieser Eindruck auch nur daher, da man jeden deutschen Antikriegsroman zwangsläufig mit Remarques "Im Westen nichts Neues" vergleicht. Und gegen dessen Wut, Zorn und Kraft kommt "Die Brücke" nicht an. Dennoch bleibt der Roman eine lesenswerte und stellenweise beeindruckende Anklage gegen den Irrsinn und das Menschenverachtende, welches Bestandteil eines jeden Krieges ist und bleibt.
Als Vorwurf habe ich einzuwenden, daß das Buch, nicht so wie im Film, das Wesentliche nicht ausdrucksstark und knapp genug zu formulieren versteht.
Hervorzuheben ist jedoch der Aufbau des Buches, der das Leben der einzelnen Jungen schildert, bevor diese ihr junges Leben verlieren.
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