Das einzig positive an diesem Werk ist die Tatsache, dass Bernhard Wicki das nicht mehr erleben muss.
Farblose Darsteller, eine völlig unnötige und vor allem an den Haaren herbeigezogene Liebesgeschichte und fehlender Tiefgang lassen diesen Film nicht zu einer Neuverfilmung, sondern zu einer Verhöhnung des Originals verkommen.
Die historischen Fehler die durch lieblos hingeklatschte Kulissen und Requisiten entstehen, lasse ich mal beiseite. Damit allein ließe sich eine komplette Rezension verfassen.
Da machen amerikanische Soldaten auch gerne mal eine turnerisch zwar einwandfreie aber sinnentleerte Rolle vorwärts, die mehr an eine Kriegsfilmparodie als an einen Antikriegsfilm erinnert, und da jagt dann auch mal ein einsamer amerikanischer Jagdflieger ein ebenso einsam durch Wald und Flur daherradelndes Paar, das durch eben diesen Tieffliegerangriff zum geschlechtlichen Verkehr animiert wird. Hier entsteht eine Szene, über die der "Spiegel" treffend schreibt: "einer der scheußlichsten TV-Momente 2008"
Viel zu oft erinnert die Darstellung eher an "Ein Käfig voller Helden", allerdings mit dem Unterschied, dass die alte amerikanische Comedyserie komisch sein WOLLTE.
Dieser Film ist in nicht wenigen Szenen unfreiwillig komisch.
Da ist der Dialog: "Der Befehl kommt von ganz oben." "Was? Von Adolf?" noch das harmloseste.
Überhaupt versagt das Werk im zentralen Anspruch.
Während im Original die Beklemmung und das Grauen der Jugendlichen fast greifbar werden und man einen Eindruck von der Desillusionierung und der Angst bekommt, so verkommt die Geschichte in der Neuverfilmung zu einem vor Pathos triefenden, nach Schema "F" gedrehten Neuaufguß mit Soapdarstellern bei denen man sich fast schon darauf freut wenn sie denn nun endlich, natürlich nur filmisch, sterben.
Der Anspruch des "Anti" im Wort "Antikriegsfilm" wird schlichtweg nicht erfüllt.
Dies verwundert auch nicht angesichts der Tatsache dass der Produzent einen Grund der Neuverfilmung damit angab dass es im Original "zu lange gedauert habe, bis es endlich knallte."
Allein aus diesem Satz kann man herauslesen dass der Macher das Originalwerk einfach nicht verstanden hat.
"Die Brücke" in der Neuverfilmung von Pro7 - Ein filmgewordener Klingelton für die Generation Jamba.
Mit einem Wort: Abscheulich!