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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannende Morde im Kloster, 21. November 2010
"Die Bräute des Satans" ist ein historischer Kriminalroman, der im Jahr 1417 im Kloster Maulbronn spielt. Uwe Klausner lässt hier abermals seinen gewitzten und intelligenten Bibliothekar Hilpert in einen Kriminalfall geraten, den er mit Menschenkenntnis und Überzeugung zu lösen vermag. Das Interessante hierbei ist, dass die Ereignisse in einer sehr kurzen Zeit sich zu einem brisanten Kriminalfall aufschaukeln, der anfangs unlösbar scheint, da derjenige, der die Morde begeht, nicht unbedingt der Schuldige ist. Hinzu kommen noch die persönlichen Zwistigkeiten zwischen den Hauptpersonen, wie die Grausamkeiten unter den Novizen oder der persönliche Hass zwischen Hilbert und dem Großinquisitor. Geschickt versteht es Uwe Klausner, sein Kloster mit vielen unterschiedlichen Charakteren zu bevölkern. In seinem sehr eng gesteckten Zeitrahmen und dem geringen Umfang der Geschichte gelingt es ihm doch, ein vollkommenes Bild der Klosterbewohner und der Ereignisse des Umlands wiederzugeben. Gebannt verfolgt der Leser die Entwicklung der anfänglich eher harmlosen Verdächtigungen gegen die junge Frau, bis das Tempo zulegt und immer mehr Todesopfer zu beklagen sind. Derweil verzwirbeln sich zusätzlich anfangs unzusammenhängende Ereignisse zu einem einzigen Strang und bringen sich gegenseitig noch weiter in Fahrt. Wer sich "Die Bräute des Satans" als Lektüre vornimmt, erkennt, dass es einen großen Reiz in sich birgt, historische Kriminalromane zu lesen, die in Deutschland spielen. Da der persönliche Bezug zu den Ortschaften größer ist, wirkt die Erzählung dadurch zusätzlich um ein Stück realistischer. Gleichzeitig spinnt Uwe Klausner seine Geschichte um Mord und Hexerei so geschickt, dass man gebannt bis zum Schluss durchliest, an dem alle Fäden zusammengeführt werden. Wirklich spannende Unterhaltung!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Holperig und unlogisch, 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Bräute des Satans: Historischer Roman (Kindle Edition)
Von Rebecca Gablé befeuert und durch die bisherigen positiven Rezensionen motiviert, habe ich mir auf der Suche nach einem guten historischen Roman "Die Bräute des Satans" bestellt. Glücklicherweise muss ich nicht sagen "gekauft", denn für diesen Roman wäre jeder Cent zu viel gewesen. Die Charaktere sind bar jeder Grautöne, es gibt fast ausschließlich "Gut, gewitzt & moralisch unantastbar" oder "Böse, niederträchtig & verlogen". Lassen sich vereinzelte Charaktere nicht hundertprozentig in dieses Schema pressen, so sind es bemitleidenswerte "Opfer-der-Umstände"-Typen, die dadurch aber nicht weniger blass und ohne jeden Tiefgang bleiben. Der Handlungsfaden ist streckenweise spannend, wenn auch nicht überraschend. Die Spannung resultiert für den Leser eher aus der Tatsache, dass man den ein oder anderen Einblick in das Leben in der damaligen Zeit in einem Kloster gewinnt (dafür zwei Sterne statt nur einem Stern). Ansonsten lassen sich Absichten, Ziele und nicht zuletzt die Mordfälle nahezu sofort den jeweiligen Akteuren zuordnen. Neben flachen Charakteren und Spannungsarmut füllt sich das Buch überdies mit an den Haaren herbeigezogenen Zufällen und nicht nachvollziehbaren Brüchen im Verhalten einzelner Personen. Wenn beispielsweise ein Charakter als zutiefst fanatisch und für seine Überzeugungen über Leichen gehend dargestellt wird und noch dazu im ersten Teil des Buches über eine geradezu beängstigend bedrohliche Ausstrahlung verfügt, dann ist es kaum glaubwürdig, dass eine schlichte sechzehnjährige Magd nicht nur dieser Person sondern darüber hinaus jeder körperlichen Androhung standzuhalten vermag; ebensowenig passt es, dass ein solcher Mensch durch einige Sätze ins Flackern und Irrlichtern gerät. Ich kann dieses Buch nicht empfehlen und habe es nach dem Lesen wieder gelöscht. Auch wenn das kindle 3500 Bücher fasst, muss man das Niveau der eigenen Bibliothek ja nicht durch Ausreißer nach unten verzerren.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Bräute des Satans - mitten im Kloster?, 22. Dezember 2010
Bruder Hilpert, seines Zeichens Bibliothekar und "Hobbydetektiv", kehrt im Jahre 1417 in sein Kloster Maulbronn zurück. Doch Frieden wird er ersteinmal nicht finden, denn ein aufgeregter Mob versucht zur gleichen Zeit eine Magd zu lynchen. Ihr wird die Hexerei vorgeworfen, schließlich muss ja einer die Schuld tragen, wenn die Hennen zu müde zum Eierlegen sind... Bruder Hilpert schreitet ein und nimmt die Frau mit auf sein Kloster. Doch damit sind die Probleme nicht gelöst, denn als einer seiner Mitbrüder tot aufgefunden wird, nehmen die Probleme eine ganz neue Dimension an.... "Die Bräute des Satans" ist der vierte Fall für Bruder Hilpert. Auch wenn es immer heißt, so lange die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man jederzeit in eine Reihe einsteigen, so bin ich immer nicht unbedingt der Fan von solchen Ansätzen. Vielleicht liegt das aber nur an meiner Persönlichkeit. Insofern fällt es mir fast ein wenig schwer, die Charaktere zu bewerten. Bruder Hilpert wirkte auf mich recht sympathisch, wenngleich ich aber das Gefühl oft hatte, dass er sich nicht wirklich in die Karten schauen lassen will. Er hält die Geschichte zusammen, löst vielleicht den Fall, aber dennoch blieb er mir fast ein wenig fremd. Spaß hatte ich an Bruder Thaddäus, der durch seine ganz eigene Art einfach auffällt und dem Krimi eine Nuance Humor verabreicht. Was ich aber außergewöhnlich an dem Buch fand, war, dass Uwe Klausner es schafft, einen vollkommen in diese Zeit zu ziehen. Vielleicht, weil es in Deutschland spielt, fast vor der Tür, fühlt sich das alles beim Lesen sehr realistisch an. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Uwe Klausner sorgfältig recherchiert hat. Wenn das der Fall ist, sind historische Krimis wirklich etwas feines. Auch die Geschichte um die Hexenverfolgung, inklusive Großinquisitor, ist sehr spannend geschrieben. Der Fall erstreckt sich auf fast zwei Tage, was also ein flottes Erzähltempo und viele Aktionen voraussetzt. Was mir ebenfalls gefiel, war der Wechsel der Erzählperspektiven. So bekam der Leser einige Informationen, die Hilpert zum Lösen des Falls noch fehlten. Auch der vorangestellte Rückblick, gleich am Anfang des Buches, war im Nachhinnein gesehen eine Quelle an Hinweisen. "Die Bräute des Satans" ist ein gut recherchiertes Buch, weist Spannung und Witz auf, vergisst aber auch nicht den Ernst der Lage. Mit einem guten Tempo und einem guten Erzählstil kann es den Leser wahrlich fesseln.
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