1967: Alvin Foster (James Canning) wird zusammen mit einer Gruppe anderer junger Menschen, die quer aus den USA kommen, zu den US-Marines einberufen. Nach der Ausbildung werden 5 von ihnen direkt nach Vietnam geschickt. Dort werden die Soldaten schnell mitten in feindliches Hinterland geschickt und versuchen, ihre Aufträge zu erledigen und dabei zu überleben.
Meinung zum Film:
'Die Boys von Kompanie C' ist 1978 entstanden. Bei diesem Kriegsfilm drängen sich zu Anfang die Vergleiche mit Stanley Kubricks 'Full Metal Jacket' nicht nur auf, sie schlagen einem mit voller Wucht ins Gesicht. Junge Leute werden zu den Marines einberufen und der Zuschauer wird Zeuge der Ankunft inkl. der lautstarken 'Begrüßung' durch den Spieß. Es folgen anschließend der Besuch beim Friseur, die Ausbildung in einer matschigen Hindernisbahn und markige Sprüche ohne Ende. Des Weiteren wird die Ausbildung, wie auch bei 'Full Metal Jacket', durch einen Sprecher aus dem Off, hier in Form des Rekruten Alvin Foster immer wieder bei Gelegenheit dokumentiert. Zu allem Überfluss spielt ausgerechnet R. Lee Ermey, der berühmt-berüchtigte Gunnery Seargant aus 'Full Metal Jacket' hier ebenfalls den Ausbilder. Unvorstellbar, dass Kubrick 'Die Boys von Kompanie C' nicht kannte. Ebenso unverständlich, dass der DVD-Herausgeber diese Parallelen nicht werbewirksam auf dem Cover ausgeschlachtet hat.
Regisseur Sidney J. Furie schrieb auch gleich das Drehbuch zu diesem Film. Furie hat schon einige Erfolge im B-Bereich abgedreht, zum Beispiel 'Der stählerne Adler' und 'Superman IV'. Mit den 'Boys' liefert er einen Film ab, der gelegentlich sogar kritische Töne anschlägt, etwa wenn ein Trupp US-Soldaten merkt, dass sie in einem Einsatz, der einige Menschenleben gekostet hat, nur das Geburtstagsgeschenk eines Generals beschützt haben. Auch die Drogenproblematik wird mehr oder weniger nebenbei angesprochen und nicht heroisiert. Interessant ist dabei die zwischenzeitliche Wandlung der zweiten Hauptperson, dem Zuhälter Tyrone Washington (Stan Shaw, 'Grüne Tomaten'). Dieser wandelt sich vom coolen Drogendealer, der selbst in Vietnam seine Geschäfte weiter betreiben will, zu einem echten Freund für seine Kameraden, der sein Soldatensein immer ernster nimmt.
Überhaupt ist die Gruppe der Männer sehr heterogen zusammengesetzt. In der Anfangssequenz kommen die Rekruten bei der Kaserne an und der Zuschauer wird mit der Herkunft des jeweiligen zukünftigen Soldaten vertraut gemacht. Es gibt normale Jugendliche, Zuhälter und Drogendealer, Hippies sowie Häftlinge, die noch mit Handschellen aus dem Gefängnis kommen. Insgesamt wird 'Boys' niemals langweilig, wer auf Vietnam-Filme steht, bekommt eine volle Tüte mit guter Unterhaltung, die trotz B-Movie-Ausstattung nicht schlecht aussieht und ab und an sogar so etwas wie Kritik versprüht. Die Dvd hat eine sehr gute Qualität zu bieten!