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In der brandenburgischen Provinz der Nachwendezeit versucht die 17-jährige Johanna ihren Platz im Leben zu finden. Doch die rebellische Außenseiterin ist allein auf sich gestellt. Ihr Vater ist tot, die Mutter ohne Perspektive und sie selbst verliert wegen ihrer rotzigen Art einen Job nach dem anderen. Ein wenig Abwechslung bieten nur ihr altes Moped, Freundin Stella und die Erinnerungsstücke an ihren Vater, der Boxer war. Da beschließt Johanna, in die Fußstapfen des Vaters zu treten und bittet Boxstall-Besitzer Igor, sie zu trainieren.
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Spielfilmdebüt der dffb-Absolventin Catharina Deus, die mit ihrem Außenseiter-Drama zum einen ein wenig im Fahrwasser von Eastwoods "Million Dollar Baby" schwimmt, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen, zum anderen ein Stück aktuelle ostdeutsche Wirklichkeit abbildet. Karge Landschafsaufnahmen und ungekünstelt gezeichnete Figuren wie die von Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel ("Das Wunder von Bern") machen den beim Filmfest in Oldenburg ausgezeichneten Erstling zu einem passablen Provinz-Porträt.
Blickpunkt: Film
Dass auch in Deutschland fernab des 'Gottes Fußball' ein Sportthema im Kino funktionieren kann, beweist Catharina Deus rotziger dffb-Abschlussfilm 'Die Boxerin' mit einer großartigen Katharina Wackernagel.
'Wir sind nicht arm, wir haben nur kein Geld', umreißt die fast erwachsene Johanna ihre finanzielle und emotionale Situation. Joe, wie die ruppige Außenseiterin im Armeeparka von allen nur androgyn genannt wird, vegetiert irgendwo in der ostdeutschen Einöde um Eberswalde. Der Vater ist tot, die Mutter ohne Perspektive, und sie selbst ist Stammgast auf dem Arbeitsamt, da der aufbrausende Trampel alle paar Monate die Arbeitsstelle verliert. Einzigen Halt geben ihr das alte Moped, mit dem Joe durch die Gegend tuckert, ihre flippige Freundin Stella und die verehrten Boxer-Devotionalien des toten Vaters. Eines Tages bedrängt sie erneut den befreundeten Boxstall-Besitzer Igor, sie zu trainieren. Doch ab da muss es Joe nicht nur gegen ihren eigenen Körper, sondern auch gegen die rabiaten Vorurteile der männlichen Sportkameraden und gegen die provinzielle Enge mitsamt erstem Liebesfrust aufnehmen.
Wer hier ein Remake von Eastwoods 'Million Dollar Baby' vermutet, liegt falsch. Während beim Altmeister aus Hollywood definitiv der Sport im Vordergrund steht und sich seine Hauptfigur nur durch ihn den gesellschaftlichen Aufstieg erkämpfen kann, so zeigt die dffb-Absolventin Catharina Deus, dass Sport lediglich einer von vielen Motoren sein kann für ein so genanntes erfülltes Leben. Körperertüchtigung kollidiert ständig mit den alltäglichen Unzulänglichkeiten, und um das zu untermauern, halten die jungen Menschen im Film fast in jeder Szene eine Zigarette oder eine Flasche Bier in der Hand. Mit schnodderigen Sprüchen (etwa: 'Ich bin nicht verrückt, ich sehe nur so aus'), karg gehaltenen Landschaftsaufnahmen (Kamera: Birgit Möller) und einer ungekünstelten Nähe zu den Charakteren ist Deus' ein kleines feines Provinzfilmchen gelungen, das trotz seiner 105 Minuten kurzweilig und in der Personenzeichnung frech, aber warmherzig daherkommt. Neben großartigen Nebenrollen glänzt vor allem Katharina Wackernagel, die ihre Wandlung vom hässlichen Entlein zur selbstbewussten Sportlerin fast dokumentarisch demonstriert. aw.
'Wir sind nicht arm, wir haben nur kein Geld', umreißt die fast erwachsene Johanna ihre finanzielle und emotionale Situation. Joe, wie die ruppige Außenseiterin im Armeeparka von allen nur androgyn genannt wird, vegetiert irgendwo in der ostdeutschen Einöde um Eberswalde. Der Vater ist tot, die Mutter ohne Perspektive, und sie selbst ist Stammgast auf dem Arbeitsamt, da der aufbrausende Trampel alle paar Monate die Arbeitsstelle verliert. Einzigen Halt geben ihr das alte Moped, mit dem Joe durch die Gegend tuckert, ihre flippige Freundin Stella und die verehrten Boxer-Devotionalien des toten Vaters. Eines Tages bedrängt sie erneut den befreundeten Boxstall-Besitzer Igor, sie zu trainieren. Doch ab da muss es Joe nicht nur gegen ihren eigenen Körper, sondern auch gegen die rabiaten Vorurteile der männlichen Sportkameraden und gegen die provinzielle Enge mitsamt erstem Liebesfrust aufnehmen.
Wer hier ein Remake von Eastwoods 'Million Dollar Baby' vermutet, liegt falsch. Während beim Altmeister aus Hollywood definitiv der Sport im Vordergrund steht und sich seine Hauptfigur nur durch ihn den gesellschaftlichen Aufstieg erkämpfen kann, so zeigt die dffb-Absolventin Catharina Deus, dass Sport lediglich einer von vielen Motoren sein kann für ein so genanntes erfülltes Leben. Körperertüchtigung kollidiert ständig mit den alltäglichen Unzulänglichkeiten, und um das zu untermauern, halten die jungen Menschen im Film fast in jeder Szene eine Zigarette oder eine Flasche Bier in der Hand. Mit schnodderigen Sprüchen (etwa: 'Ich bin nicht verrückt, ich sehe nur so aus'), karg gehaltenen Landschaftsaufnahmen (Kamera: Birgit Möller) und einer ungekünstelten Nähe zu den Charakteren ist Deus' ein kleines feines Provinzfilmchen gelungen, das trotz seiner 105 Minuten kurzweilig und in der Personenzeichnung frech, aber warmherzig daherkommt. Neben großartigen Nebenrollen glänzt vor allem Katharina Wackernagel, die ihre Wandlung vom hässlichen Entlein zur selbstbewussten Sportlerin fast dokumentarisch demonstriert. aw.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Das deutsche "Million Dollar Baby": Eine junge Außenseiterin in der ostdeutschen Provinz versucht, ihren Weg als Boxerin zu finden.
Kurzbeschreibung
Eberswalde nach der Wende. Die unangepasste Johanna, kurz Joe gerufen, bekommt ihr Leben einfach nicht auf die Reihe. Joes ehemalige Freundinnen um Mandy sind zu einem aufgetakelten blonden Zickenverein mutiert, die in der Öffentlichkeit mit der burschikosen Joe nicht gesehen werden wollen und sich wo immer möglich über sie lustig machen. Einziger Lichtblick für Joe ist das plötzliche Auftauchen ihre nach Berlin gezogenen Freundin Stella. Die ermutigt Johanna, ihrem großen Traum von einer Boxkarriere nachzujagen und im ehemaligen Club ihres Vaters zu trainieren. Trainer Igor will in den Männerclub zunächst kein Mädchen aufnehmen, macht aber schließlich eine Ausnahme für die Tochter seines verstorbenen Freundes. Nicht gerade zur Freude der männlichen Boxer. Diese machen ihr das Training zur Hölle. Doch Joe kämpft sich durch und meldet sich schließlich zu den Amateurboxmeisterschaften in Berlin an...
Produktbeschreibungen
Deutschland Edition, PAL/Region 2 DVD: TON: Deutsch ( Dolby Digital 5.1 ), Deutsch ( Untertitel ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.78:1), BONUSMATERIAL: FormMannschaft Interview(s), Foto-Galerie, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Drama. Joe lives in the bleak Eberswalde where she tries to get on with life, whilst dreaming of following in her father's footsteps and becoming a boxer. She joins a local boxing club, where she has to prove herself and stand-up against hostile males who do not want her there. On finding a boyfriend she decides to settle down and give up boxing, but the pull is too strong. ...The Boxer ( Die Boxerin ) ( About a Girl )