...was nützt das alles, wenn die Lesung so stark gekürzt ist, dass der Text überhaupt keinen Sinn mehr ergibt? Und genau das ist hier der Fall: Der Originalroman ist, je nach Ausgabe, zwischen 650 und 750 Seiten lang, diese Lesefassung (288 Minuten) dürfte dem Lesetempo entsprechend etwa 150 bis maximal 180 Seiten lang sein - und da frag ich mich: lässt sich die Geschichte in dieser Kürze überhaupt noch erzählen? - Die Antwort ist: NEIN!
Oder andersherum: das Puzzle aus relativ sinnlos aneinandergereihten Handlungsfragmenten lässt sich eigentlich nur mit Leben füllen, wenn man den Roman sowieso schon kennt. (Es hilft auch wenig, wenn man die Verfilmung mit Matt Damon kennt, weil diese sehr stark von der Romanhandlung abweicht. Allein die ganz alte, aber ziemlich dröge Verfilmung als "Agent ohne Namen" mit Richard Chamberlain hilft als Vorkenntnis bei diesem Hörbuch.)
Kurz: Hörbücher wie dieses sind völliger Quatsch, wenn sie 80 Prozent des Romantextes wegkürzen und ein Gerippe übriglassen, das vergleichweise sinnlos und uninspiriert daherkommt und einem letzlich sogar den Appetit auf den wirklich spannenden Roman verderben. Finger weg!
(Die 2 Sterne gebe ich nur weil weder der Vorleser noch Robert Ludlum (Gott hab ihn selig!) etwas dafür können, dass so ein Nonsens das Licht der Welt erblickt hat)