Der Autor ist als einziger mir bekannter deutscher Schriftsteller in der Lage, schonungslos darzustellen, wie sehr die U-Boot-Waffe der britischen Admiralität unterlegen war. Dies nicht allein wegen der materiellen Überlegenheit der Alliierten, sondern bereits zu einem Zeitpunkt, in dem diese sich noch gar nicht auswirken konnte - im Sommer 1941. Die Alliierten hatten die Enigma geknackt und konnten jeden Fühlungshalter der U-Boote versenken oder zumindest die Vorpostenketten der "Wolfs-"Rudel umfahren. Ein Wunder, daß es trotzdem zu Versenkungen kam. Schonungslos auch die Beschreibungen des Dahinsterbens der Eliten der U-Boot-Waffe (Schepke und Prien beim ersten Radareinsatz der Briten) wegen technischer Unterlegenheit, der Massenversenkungen der U-Boote, als ihr Flugzeugwarngerät Metox den Gegner auf sie zog. Ein roter Faden zieht sich durch das Buch - das Unterschätzen der technischen und nachrichtendienstlichen Potenz des Gegners durch die Deutschen, für das die U-Boot-Waffe den Preis zahlte. Erschütternd auch die Berichte über den sinnlosen Tod zunächst überlebender U-Boot-Besatzungen, zwischen die der Gegner Wasserbomben warf (U 85) - auch so entstanden "Totalverluste". Ein Antikriegsbuch, das den (sinnlosen) Mut der U-Boot-Männer in richtige Relationen zum Unsinn nicht nur der Art des Krieges setzt.