Historische (Kriminal-)Romane, die zwischen dem 11.-13. Jh spielen, lese ich eigentlich am liebsten. Hatte aber zuletzt gerade etwas völlig anderes gelesen (Bourne Identity), weil ich dachte, momentan gibt es keine historischen Romane, die mir gefallen. Kurz vor meinem Urlaub bin ich auf "Die Blutschrift" gestoßen, eigentlich deshalb, weil mir schon das Buchcover vom Weitem ins Auge sprang. Man soll zwar vom Umschlag nicht auf den Buchinhalt schließen, aber diesmal muß eine Ausnahme gelten. Die mehrgleisige Handlung ist geschickt miteinander verwoben und die Handlung ist wirklich extrem spannend, so daß man sich teilweise zwingen muß langsam zu lesen, weil man so gespannt auf den Fortgang der Handlung ist. Finde es zudem für ein Erstlingswerk beindruckend gut recherchiert. Die Schreibweise ist sehr flüssig und elegant. Die Sätze bersten gerade zu voller plastischer Beschreibungen der Szenen, Emotionen oder der Charaktere, was es einem leicht macht sich gedanklich ins 13. Jh zu versetzen, bzw. sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Insgesamt also ein sehr empfehlenswertes Buch - nicht nur für alle die gerne einen spannenden Mittelalterroman lesen. Könnte mir gut vorstellen, daß die Bücher (es sollen ja noch zwei Folgen) eine gute Filmvorlage bieten würden...