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Im Nobelrestaurant des Gourmetkochs Franz Berger richtet der exzentrische Millionär Hermann Walzer die Vermählung seines Sohnes Mark aus. Doch die Garnelen-Vorspeise ist verdorben, und so kanzelt Walzer den verdatterten Berger vor versammelter Gesellschaft ab, bevor er ohne zu zahlen mit den geladenen Hochzeitsgästen von dannen zieht. Berger jedoch schlägt zurück, nimmt die Braut samt Schwiegermutter als Geisel und es beginnt ein handfestes Drama, das in blutigen Schießereien gipfelt.
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Virtuos inszeniert von Dominique Deruddere ("Crazy Love"), zeugt diese haarsträubende Comic-Adaption von der entgegen herrschender Meinung existierenden deutschen Genre-Vielfalt. In den Hauptrollen der rabenschwarzen Komödie liegen sich Charakterkopf Armin Rohde ("Das Sams") und der unverwüstliche Uwe Ochsenknecht ("Männer") in den Haaren, flankiert von einem ansprechend aufspielenden Ensemble. Handwerklich solide umgesetzt, sollte diese ungewöhnliche Produktion bei Freunden schräger Unterhaltung gut ankommen.
Blickpunkt: Film
Der deutsche Film bleibt im Aufwind - diesmal mit tatkräftiger Unterstützung unseres Nachbarlands Belgien. 'Die Bluthochzeit' basiert auf dem flämischen Comic 'Lune de guerre' und wurde vom Belgier Dominique Deruddere inszeniert. Der blutig-brutale, schwarzhumorige Plot um die eskalierende Rivalität zwischen einem Nobel-Koch und einem schwerreichen Großgrundbesitzer wartet mit einem bestechend aufspielenden Darsteller-Ensemble auf und bietet bis zum kuriosen Finale Spannung auf höchstem Niveau. Nicht nur Uwe Ochsenknecht und der überragende Armin Rohde als Zugpferde, vor allem die zu erwartende positive Mundpropaganda könnten für überraschend positive Zahlen sorgen.
Ein idyllischer Landgasthof in der Eifel - ein idealer Ort, um eine Hochzeit auszurichten. Das denkt sich auch der exzentrische Millionär Hermann Walzer (Armin Rohde) und bittet Sohn Mark, dessen Braut Sophie und den Rest der Verwandtschaft zum Schlemmermenü. Doch bei der Vorspeise kommt's zum Eklat. Weil die Shrimps angeblich verdorben sind, zitiert er Gourmetkoch Franz Berger (Uwe Ochsenknecht) herbei und macht ihn vor versammelter Festgesellschaft zur Schnecke. Damit nicht genug. Walzer weigert sich, auch nur eine Minute länger im Etablissement zu verweilen und zieht mit seinem kompletten Hofstaat ab - ohne zu zahlen, versteht sich. Doch da hat er die sprichwörtliche Rechnung ohne den Wirt gemacht. Kurzerhand nimmt Berger die auf der Damentoilette versehentlich zurückgelassene Braut (Lisa Maria Pothoff) nebst Schwiegermutter (Imogen Kogge) als Geisel, lässt das schwere Eisentor schließen und harrt der Dinge, die da kommen. Und die lassen nicht lange auf sich warten. Der passionierte Waidmann Walzer, wahnsinnig vor Wut, packt seine Jagdflinten aus dem Kofferraum, bewaffnet Freunde und Familie bis an die Zähne und geht mit der Söldnerschar vor Bergers zur Festung umfunktionierten Lokalität in Stellung. Der (Klein-)Krieg kann beginnen.
Dominique Deruddere wird in Kennerkreisen bereits seit seiner eigenwilligen Bukowski-Adaption 'Crazy Love' (1987) hochgeschätzt. Doch nach seiner Oscar-nominierten, ebenfalls höchst gelungenen Komödie 'Jeder ist ein Star!' (2000) legt er mit 'Die Bluthochzeit' nun sein Meisterstück vor. Das liegt zum einen daran, dass er für seine Realverfilmung der ungleich dreisteren und blutigeren Comic-Vorlage viel von ihrer Schärfe nahm, ohne aber deren Grundaussage zu verwässern. Zum anderen hauchte er den Figuren Leben ein und gab ihnen damit Glaubwürdigkeit und damit Möglichkeit zur Identifikation. So bleibt es auch in den absurdesten Situationen stets nachvollziehbar, welche Motive die Personen zu ihren jeweiligen Handlungen treibt. Und davon gibt es eine ganze Menge. Den Hauptfiguren Rohde und Ochsenknecht wurden ein gutes Dutzend weiterer tragender Rollen zur Seite gestellt, die dieses Werk zu einem Ensemble-Film allerfeinster Güte machen. Dabei besonders erwähnenswert: Nadeshda Brennicke die als Edelnutte auch in den brenzligsten Situationen kühlen Kopf behält, Christian Näthe als Jungkoch Mike, der sich zwar als Beschützer seiner Schwester aufspielt, aber sich im Dunkeln vor Angst in die Hosen macht, oder das belgische Urgestein Nand Buyl als militanter Opa, der an 'Explosivität' selbst seinen gewalttätigen Schwiegersohn Hermann in den Schatten stellt. Doch es sind nicht nur die allesamt auf sehr hohem Niveau agierenden Schauspieler, die 'Die Bluthochzeit' so sehenswert machen. Es ist der virtuose, crescendo-artige Aufbau der Geschichte, die wenigen, aber sehr effektvoll eingesetzten Makeup- und Pyro-Tricks, die erlesene Ausstattung im Zusammenspiel mit der höchst beweglichen, immer nah am Geschehen befindlichen Kamera des Belgiers Danny Elsen und zu guter Letzt der wunderbare Originalschauplatz, den der deutsch-belgische Produktionsstab um Marc Conrad, Norbert Preuss, Hilde De Laere und Erwin Provoost erst kurz vor Drehbeginn in der unter Denkmalschutz stehenden Burg Dreiborn fand. Fazit: Selten war ein Hochzeitstag so unvergesslich wie dieser, und selten hat man sich bei einem deutsch-(belgischen) Film, der einmal nicht Komödie und Kinderfilm, sondern Krimi, Kriegsfilm, rurale Tragödie oder ganz was anderes ist, so amüsiert. lasso.
Ein idyllischer Landgasthof in der Eifel - ein idealer Ort, um eine Hochzeit auszurichten. Das denkt sich auch der exzentrische Millionär Hermann Walzer (Armin Rohde) und bittet Sohn Mark, dessen Braut Sophie und den Rest der Verwandtschaft zum Schlemmermenü. Doch bei der Vorspeise kommt's zum Eklat. Weil die Shrimps angeblich verdorben sind, zitiert er Gourmetkoch Franz Berger (Uwe Ochsenknecht) herbei und macht ihn vor versammelter Festgesellschaft zur Schnecke. Damit nicht genug. Walzer weigert sich, auch nur eine Minute länger im Etablissement zu verweilen und zieht mit seinem kompletten Hofstaat ab - ohne zu zahlen, versteht sich. Doch da hat er die sprichwörtliche Rechnung ohne den Wirt gemacht. Kurzerhand nimmt Berger die auf der Damentoilette versehentlich zurückgelassene Braut (Lisa Maria Pothoff) nebst Schwiegermutter (Imogen Kogge) als Geisel, lässt das schwere Eisentor schließen und harrt der Dinge, die da kommen. Und die lassen nicht lange auf sich warten. Der passionierte Waidmann Walzer, wahnsinnig vor Wut, packt seine Jagdflinten aus dem Kofferraum, bewaffnet Freunde und Familie bis an die Zähne und geht mit der Söldnerschar vor Bergers zur Festung umfunktionierten Lokalität in Stellung. Der (Klein-)Krieg kann beginnen.
Dominique Deruddere wird in Kennerkreisen bereits seit seiner eigenwilligen Bukowski-Adaption 'Crazy Love' (1987) hochgeschätzt. Doch nach seiner Oscar-nominierten, ebenfalls höchst gelungenen Komödie 'Jeder ist ein Star!' (2000) legt er mit 'Die Bluthochzeit' nun sein Meisterstück vor. Das liegt zum einen daran, dass er für seine Realverfilmung der ungleich dreisteren und blutigeren Comic-Vorlage viel von ihrer Schärfe nahm, ohne aber deren Grundaussage zu verwässern. Zum anderen hauchte er den Figuren Leben ein und gab ihnen damit Glaubwürdigkeit und damit Möglichkeit zur Identifikation. So bleibt es auch in den absurdesten Situationen stets nachvollziehbar, welche Motive die Personen zu ihren jeweiligen Handlungen treibt. Und davon gibt es eine ganze Menge. Den Hauptfiguren Rohde und Ochsenknecht wurden ein gutes Dutzend weiterer tragender Rollen zur Seite gestellt, die dieses Werk zu einem Ensemble-Film allerfeinster Güte machen. Dabei besonders erwähnenswert: Nadeshda Brennicke die als Edelnutte auch in den brenzligsten Situationen kühlen Kopf behält, Christian Näthe als Jungkoch Mike, der sich zwar als Beschützer seiner Schwester aufspielt, aber sich im Dunkeln vor Angst in die Hosen macht, oder das belgische Urgestein Nand Buyl als militanter Opa, der an 'Explosivität' selbst seinen gewalttätigen Schwiegersohn Hermann in den Schatten stellt. Doch es sind nicht nur die allesamt auf sehr hohem Niveau agierenden Schauspieler, die 'Die Bluthochzeit' so sehenswert machen. Es ist der virtuose, crescendo-artige Aufbau der Geschichte, die wenigen, aber sehr effektvoll eingesetzten Makeup- und Pyro-Tricks, die erlesene Ausstattung im Zusammenspiel mit der höchst beweglichen, immer nah am Geschehen befindlichen Kamera des Belgiers Danny Elsen und zu guter Letzt der wunderbare Originalschauplatz, den der deutsch-belgische Produktionsstab um Marc Conrad, Norbert Preuss, Hilde De Laere und Erwin Provoost erst kurz vor Drehbeginn in der unter Denkmalschutz stehenden Burg Dreiborn fand. Fazit: Selten war ein Hochzeitstag so unvergesslich wie dieser, und selten hat man sich bei einem deutsch-(belgischen) Film, der einmal nicht Komödie und Kinderfilm, sondern Krimi, Kriegsfilm, rurale Tragödie oder ganz was anderes ist, so amüsiert. lasso.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Rabenschwarze Komödie, in der sich zwei Kampfhähne bei einer Hochzeit in einem Landgasthof eine gnadenlose Schlacht liefern.
Kurzbeschreibung
Nie hätte Mark Walzer es sich träumen lassen, dass er an seinem Hochzeitstag seine Braut Sophie noch einmal "erobern" muss. Denn Marks schwerreicher Vater Hermann Walzer gibt zusehends den Kotzbrocken und legt sich wegen einer Vorspeise mit dem von Finanznöten geplagten Gourmetkoch Franz Berger an, in dessen gehobenem Landgasthof in der Eifel das Hochzeitsessen stattfinden soll. Langsam, aber unausweichlich gerät der Festtag außer Kontrolle. Der idyllische Landgasthof wird zur belagerten Festung, in der Gewalt zwischen den beiden Alten eskaliert. Walzer kümmert es wenig, dass auch Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen werden, und auch der anfangs besonnene Berger verliert zunehmend die Nerven. Alle Versuche, die sturköpfigen Kampfhähne zu stoppen, scheitern und so steuert die Hochzeit auf ein überraschendes Ende zu...
Produktbeschreibungen
Für Braut Sophie (Lisa Maria Potthoff) und Bräutigam Mark (Arne Lenk) nimmt die Formel "bis dass der Tod euch scheidet" bereits an ihrem Hochzeitstag eine bedrohliche Bedeutung an. Denn Marks schwerreicher Vater Hermann Walzer (Armin Rohde) gibt einmal mehr den Kotzbrocken und legt sich wegen einer Vorspeise mit dem von Finanznöten geplagten Gourmetkoch Franz Berger (Uwe Ochsenknecht) an, in dessen gehobenem Landgasthof in der Eifel das Hochzeitsessen stattfinden soll. Langsam aber unausweichlich gerät der Festtag außer Kontrolle. Der idyllische Landgasthof wird zur belagerten Festung, in der die Gewalt zwischen den beiden Gegnern eskaliert. Walzer kümmert es wenig, dass auch Unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen werden, und auch der anfangs besonnene Berger verliert zunehmend die Nerven. Alle Versuche, die sturköpfigen Kampfhähne zu stoppen, scheitern an dummen Zufällen, und so steuert die Hochzeit auf ein überraschendes