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Die Blechtrommel: Roman [Taschenbuch]

Günter Grass
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (79 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Dezember 1993 3423118210 978-3423118217 15
Mit dem Erscheinen der ›Blechtrommel‹ 1959 gewann der deutsche Nachkriegsroman Anschluß an die Weltliteratur und Oskar der Trommler seinen festen Platz in der modernen Mythologie.Anfang der 50er Jahre trommelt und schreibt in einer Heil- und Pflegeanstalt ein Buckliger des Jahrgangs 1924 die Geschichte seines Lebens und seiner Familie vom Begin des Jahrhunderts bis in das Deutschland Adenauers. Oskar Matzerath hat alles gesehen und gehört, nichts ist ihm entgangen, denn er war ein hellhöriger Säugling, dessen geistige Entwicklung bereits bei der Geburt abgeschlossen war. Der Außenseiter, der Wirklichkeit ertrommeln und Glas zersingen kann, erweist sich dabei als der einzige Gesunde in einer Welt des Scheins, der Lüge und des Verbrechens. Am Ende seiner phantastischen Autobiographie, die Oskar vom Vorkriegs-Danzig bis ins Düsseldorf der Nachkriegszeit führt, »entdeckt man, daß man über Deutschland und Mitteleuropa – sowohl in der Zeit des Völkermordes als auch im Biedermeier der Restauration – mehr weiß als je zuvor«. Lars Gustafsson

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 816 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: 15 (1. Dezember 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423118210
  • ISBN-13: 978-3423118217
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (79 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.167 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Für viele war wohl die großartige Schlöndorff-Verfilmung Anlaß, nun endlich auch einmal das Buch zur Hand zu nehmen. Erstaunlich. Beim Lesen nehmen augenblicklich die Filmfiguren ihre Plätze ein. Das spricht für Schlöndorff. Nicht auszudenken, hätte man die Aufgabe einem minderen Regisseur übertragen. Dann stünde uns jetzt bei Alfred Matzerath statt Adorf vielleicht Joachim Fuchsberger vor Augen.

Grass nimmt sich in seinem nach wie vor erfolgreichsten Buch Die Blechtrommel alle Zeit der Welt. Kaschubische Weiten, Kartoffeläcker und das Danzig um die Jahrhundertwende werden episch vor uns ausgebreitet. Anders als im Film, endet Oskar in der Irrenanstalt und erzählt nun als 30jähriger seine Geschichte. Ein deutsches Fresko. Weltgeschichte von unten, aus den Augen des kleinen Oskar Matzerath gesehen, der an seinem dritten Geburtstag beschließt, sich der Erwachsenenwelt zu entziehen und von nun an nicht mehr weiterzuwachsen. Man schenkt ihm eine Blechtrommel, die sein lebenslänglicher Begleiter sein wird. Oskar hat nun die Freiheit des Narren. Er stört, er mahnt und kommentiert, einem Rufer in der Wüste gleich, mit seiner kleinen Blechtrommel die schlimmsten Jahre unseres Jahrhunderts.

1958, bei seinem Erscheinen, war der Roman ein sofortiger Erfolg. Fast schon ein Fluch für einen Schriftsteller, mit seinem zweiten Werk Weltberühmtheit zu erlangen, nur um anschließend ein Leben lang an dieser Leistung gemessen zu werden. --Ravi Unger

Pressestimmen

»Vor 50 Jahren ist ›Die Blechtrommel‹ erschienen – ein Jahrhundertroman, der Günter Grass’ Weltruhm begründete.«
Eckart Baier, Buch Journal 01/2009

»Nach wie vor unvergleichlich.«
Jörg Kachelmann, Bücher -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
52 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine leichte Kost und keine angenehme Lektüre... 26. April 2005
Von D.
Format:Taschenbuch
„Die Blechtrommel" ist heutzutage wohl einem großen Teil der Bevölkerung ein Begriff. Wenige literarische Werke sind in den letzten Jahrzehnten so kontrovers diskutiert worden wie Günter Grass' ungewöhnlicher Roman, dessen Held - oder sagen wir besser Antiheld - Oskar Matzerath genau wie sein Schöpfer in Danzig geboren ist. Dort spielt sich dann auch ein Großteil der Handlung ab, bis auf einen Abstecher nach Frankreich und den Umzug nach Düsseldorf im letzten Drittel des Buches.
Oskar schreibt laut der Rahmenhandlung dieses Werkes im Alter von dreißig Jahren als Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt seine Lebensgeschichte auf und agiert so größtenteils als prinzipieller Ich-Erzähler, auch wenn er nicht selten durch die Wahl der dritten Person zu sich selbst eine gewisse Distanz schafft, was ein für den Stil dieses Buches sehr charakteristisches Merkmal ist. Der Protagonist wird als Sohn einer Frau kaschubischer Herkunft und eines rheinländischen Deutschen (ähnlich wie übrigens auch der Autor) geboren, wobei sich aber recht früh eine Dreiecksbeziehung durch das Verhältnis seiner Mutter zu ihrem Cousin Jan Bronski herauskristallisiert, welche sich als Motiv durch das gesamte Buch zieht und Oskar regelmäßig die Vaterschaft Alfred Matzeraths anzweifeln lässt.
Oskar ist ein durchaus ungewöhnlicher Junge, denn den eigenen Angaben zufolge war bei der Geburt bereits seine geistige Entwicklung abgeschlossen, sodass er den Erwachsenen von Anfang an nur das Kind vorspielt was er zu sein scheint, während er sich nicht anmerken lässt, dass er tatsächlich alles was geschieht durchschaut und begreift.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker vom Meister selbst gelesen 19. Oktober 2009
Format:Audio CD
Der Debütroman des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass, gleichzeitig sein wohl bekanntestes Werk, ist sicherlich keine Lektüre für die gemütliche Schmökerstunde zwischendurch. Zu sprachmächtig und skurril ist die Geschichte rund um den kleinwüchsigen Weltenbeobachter Oskar Matzerath, der im Alter von drei Jahren aus Protest gegen seine Umgebung aufhört zu wachsen und von diesem Zeitpunkt an seine Mitmenschen einerseits aufmerksam studiert und gelegentlich unter Zuhilfenahme seiner Blechtrommel terrorisiert. Erzählt aus der Perspektive Oskars Mitte der 1950er Jahre, in denen er Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt ist, breitet sich nach und nach ein Panorama voller kleiner Puzzlesteinchen aus, die sich sowohl nahtlos in einen breiten Handlungsstrang, als auch in einen gesamtgeschichtlichen Kontext einfügen.

Als würde das Buch nicht allein schon durch seine Ur- und Bildergewalt einen bleibenden Eindruck beim Leser hinterlassen, bekommt man es in dieser Audiobook-Ausgabe auch noch mit einer die Wirkung noch verstärkenden Lesung des Autors höchstselbst zu tun. Da die Einbettung der Handlung in die politischen und regionalen Gegebenheiten Danzigs zwischen Ende des 19. bis hin zur Mitte des 20. Jahrhunderts auch die spezielle Verhältnissituation zwischen Deutschen, Polen und der Minderheit der Kaschuben zentral behandelt, ist das teilweise Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Dialekten durch Grass für das Verständnis äußerst hilfreich. Alle Erzählperspektiven- und Handlungszeitwechsel fügen sich so viel leichter in ein großes, harmonisches Bild.

Ein wahrer Parforceritt ist dem damals 32jährigen gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen einzigartiger Erzählstrom 20. Dezember 2008
Format:Taschenbuch
Günter Grass ist ein bedeutender Erzähler und ein ebenso bedeutender Schwadroneur. Der Mann entfaltet in seiner Danziger Erzählung vom dreijährigen Oskar, der beschließt, nicht mehr weiterzuwachsen, einen Erzählstrom, der in der deutschen Nachkriegsliteratur ziemlich einzig dasteht. Unter Berücksichtigung der Tatsache natürlich, dass die Nazis nahezu alle bedeutenden deutschen Schriftsteller ermordet, mundtot gemacht oder ins Exil getrieben hatten.
Dennoch ist Grass der Nobelpreis für diesen Roman zu gönnen. Eine Sprache, ruhig und gewaltig wie ein Strom, einzigartige und zum nationalen Bildungsgut gewordenen Bilder wie das von der Großmutter, die einen Flüchtigen unter ihrem Rock versteckt oder das vom trommelnden Dreikäsehoch, der eine Parteiversammlung zum Walzertanzen bringt (Schlöndorff hat dazu in der Verfilmung kongeniale Einstellungen gefunden) und immer wieder zeitgenössische Einsprengsel und Verflechtungen seiner Familiengeschichte mit der Historie wie beim Kampf um die Danziger Post, die den Nazis so ziemlich als erstes in die Hände fiel. Grass handelt in seiner eigenwilligen Familiengeschichte das "dritte Reich" eher nebenher ab, beschränkt sich so auf seine Figuren und deren Art und Weise, in schwierigen Zeiten zu überleben. Und das mit Recht.
Der Roman reicht dann auch noch ein gutes Stück in die Nachkriegszeit hinein - und manchmal würde man sich wünschen, Grass hätte uns das hunderste oder tausendste Detail erspart. Grass' Erzählvermögen beeindruckt zwar bis zuletzt, seine Sprache ertrinkt aber bisweilen in einer Fülle an Satzungetümen, die Thomas Mann Ehre machen würden und krankt an ihrem enormen Detailreichtum.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Urlaubslektüre
Ja, auch tauglich als Urlaubslektüre.
Habe den letzten Urlaub in der Nähe von Danzig verbracht, was das Werk von Grass noch greifbarer macht.
Vor 1 Monat von Frakannic veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker
Ich hatte kein Problem, jederzeit wieder mit Amazon. Der Artikel entsprach meinen Vorstellungen. Die Bewertungen dürften etwas kürzer ausfallen, oder?
Vor 7 Monaten von Schedel, Uwe veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Mühsam und langweilig
1000 Seiten Zauberberg, um die 700 Seiten Buddenbrooks, Kafka, Hesse, Shakespeare, Goethe - ich habe schon viel anspruchsvolle Literatur gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von junior-soprano veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Blechtrommel
kannte bisher nur den Film, den ich ziemlich abstoßend fand und habe seit dem Grass gemieden, aber hier ist ihm ein künstlerische Meisterwerk gelungen,... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Katzenmama veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen das ist deutschland
die erzählweise ist anfangs etwas gewöhungsbedürftig, jedoch nach wenigen kapiteln schnell verinnerlicht und öffnet einem den sarkasmus der geschehnisse. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von theo veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Klassiker
Was soll man zur Blechtrommel schon viel schreiben... Die ist ein Klassiker der Nachkriegsliteratur, aber man braucht schon einen langen Atem, bis man sich durch die knapp 800... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Jessica veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erzählfreudig durchs deutsch-polnische frühe 20. Jahrhundert
Sicherlich das Grass-Buch, das zum Nobelpreis rund fünf Jahrzehnte später führte.
Die Handlung angedeutet: Der Ich-Erzähler Oskar sitzt in der Klapse, er... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Serenus Zeitblom veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine schöne Rarität
Beim Lesen des Buches bekommt man eine authentische Rückschau, wie es kurz vor, während und nach dem 2. Weltkrieg war, auch wenn der Protagonist (Oskar) fiktiv ist. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Andrea veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Genau!
S...........!

Nur Antworten keine Fragen und wo bleibt mir das mit dem Pimmel?
(Wie im Film)
Viel zu wenig Platz und kein Angebot oder Nachfrage. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Steffen Meier veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der Meister
Wer in der Schule mit Grass gequält worden ist, sollte lieber die Finger von diesem Werk weglassen. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von frankwank veröffentlicht
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