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Die Blechtrommel
  
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Die Blechtrommel [Unbekannter Einband]

Günter Grass
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Güterloh, Bertelsmann Reinhard Mohn OHG, (1970)
  • ASIN: B003RU4BJQ
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.193.566 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von D.
Format:Taschenbuch
„Die Blechtrommel" ist heutzutage wohl einem großen Teil der Bevölkerung ein Begriff. Wenige literarische Werke sind in den letzten Jahrzehnten so kontrovers diskutiert worden wie Günter Grass' ungewöhnlicher Roman, dessen Held - oder sagen wir besser Antiheld - Oskar Matzerath genau wie sein Schöpfer in Danzig geboren ist. Dort spielt sich dann auch ein Großteil der Handlung ab, bis auf einen Abstecher nach Frankreich und den Umzug nach Düsseldorf im letzten Drittel des Buches.

Oskar schreibt laut der Rahmenhandlung dieses Werkes im Alter von dreißig Jahren als Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt seine Lebensgeschichte auf und agiert so größtenteils als prinzipieller Ich-Erzähler, auch wenn er nicht selten durch die Wahl der dritten Person zu sich selbst eine gewisse Distanz schafft, was ein für den Stil dieses Buches sehr charakteristisches Merkmal ist. Der Protagonist wird als Sohn einer Frau kaschubischer Herkunft und eines rheinländischen Deutschen (ähnlich wie übrigens auch der Autor) geboren, wobei sich aber recht früh eine Dreiecksbeziehung durch das Verhältnis seiner Mutter zu ihrem Cousin Jan Bronski herauskristallisiert, welche sich als Motiv durch das gesamte Buch zieht und Oskar regelmäßig die Vaterschaft Alfred Matzeraths anzweifeln lässt.

Oskar ist ein durchaus ungewöhnlicher Junge, denn den eigenen Angaben zufolge war bei der Geburt bereits seine geistige Entwicklung abgeschlossen, sodass er den Erwachsenen von Anfang an nur das Kind vorspielt was er zu sein scheint, während er sich nicht anmerken lässt, dass er tatsächlich alles was geschieht durchschaut und begreift. Gemäß einem Versprechen seiner Mutter zu seiner Geburt bekommt er zu seinem dritten Geburtstag die Blechtrommel geschenkt, die dem Roman seinen Titel gibt - ein schicksalhafter Tag, denn die Trommel wird fortan zu seinem steten Wegbegleiter, ermöglicht ihm die Manipulation anderer Menschen und dient ihm später in der Heil- und Pflegeanstalt als ungewöhnliche Erinnerungshilfe. An besagtem Geburtstag beschließt er auch nicht mehr zu wachsen und stets in der Rolle des Dreijährigen zu bleiben. Dies ist bei weitem nicht die einzige Stelle an der das Buch den Boden der Realität verlässt und sich in phantastische und symbolische Sphären aufmacht.

Oskar hält jedwede Kommunikation mit anderen Menschen in zwei Dritteln des Romans auf einer primitiven Ebene und beschränkt sich auf das Nötigste, stets den geistig zurückgebliebenen Gnom vorspielend. Dabei erlaubt er sich häufig ein distanziertes Urteil über die Mitmenschen und stellt Verhältnisse unverblümt dar, scheint dabei aber auch selten Dinge aus einem für uns normalen und gewohnten Standpunkt zu sehen. Dadurch wird es für den Leser sehr schwierig, Oskar sympathisch zu finden, ihn als Erzähler zu akzeptieren und sich mit ihm zu identifizieren, was folglich ein Eintauchen in das Buch nur schwer möglich macht. „Die Blechtrommel" steckt stattdessen so voll mit abstrusen und befremdlichen Formulierungen und geradezu absurden Situationen, dass man es nur selten schafft die Welt wirklich mit Oskars Augen zu sehen; vielmehr nimmt man die meiste Zeit über seine Sicht kopfschüttelnd zur Kenntnis, ohne so recht zu begreifen was es damit auf sich hat. Das Werk versperrt sich so jedweder Faszination und zieht den Leser dennoch - ein Paradoxon wie es zur „Blechtrommel" nur perfekt passt - in einen eigenartigen Bann.

So ist es mitunter eine Tortur, sich durch die Kapitel zu kämpfen, welche beizeiten in langatmige und komplizierte, kaum noch nachvollziehbare und vollkommen den Bezug verlassende Formulierungen ausarten, und man ist froh wenn das Ende in Sicht ist. Und doch ist die Welt, die Grass erschafft, und das mehr oder weniger menschliche Wesen Oskar Matzerath in seiner morbiden Art oft derart außergewöhnlich, unvorhersehbar, ja, fast krank, dass man einfach weiterlesen muss, um herauszufinden was sich der Autor als nächstes hat einfallen lassen und wie dieses mehr als außergewöhnliche Leben seinen weiteren Lauf nimmt.

Man wird denn auch beizeiten durch Passagen belohnt, die zwar ungewöhnliche Situationen schildern, aber in ihrer nicht ganz alltäglichen Symbolik doch leichter zu durchschauen sind als manch andere abgehobene Stelle; so ergeben sich Erfolgserlebnisse und man erkennt, dass hinter dem ganzen Irrsinn tatsächlich eine Bedeutung steckt und Interpretationen möglich sind, die durchaus Sinn ergeben. So erlebt Oskar als Kind den Aufstieg des Nationalsozialismus sowie den Krieg, im Bombardement der Stadt Danzig gipfelnd, und der Autor lässt viele Menschen aus dem Umfeld, so auch Oskars „mutmaßlichen Vater" - wie er ihn immer nennt - im Bezug darauf einen äußerst eindeutigen, symbolischen Tod sterben, der sie als Mitläufer entlarvt die nie wirklich hinter einer Seite gestanden haben, aber auch nichts unternommen haben.

Das Motiv des Nationalsozialismus und die Reaktionen der Menschen auf selbigen zieht sich auch durchaus noch durch den dritten Teil des Buches, welcher im Düsseldorf der Nachkriegszeit spielt; somit ist dies ein wichtiger Hauptaspekt des Romans und Oskar bekommt hier mehr als einmal eine entlarvende Funktion und ist als der scheinbar Minderbemittelte am Ende der einzige, der wirklich die Welt durchschaut. Günter Grass fällt hier ein kompromissloses und zu keinem Zeitpunkt beschönigendes Urteil über die Bevölkerung Deutschlands und ihre Passivität zur Nazizeit.

Insgesamt ist „Die Blechtrommel" ein äußerst schwer zugänglicher Roman und ein harter Brocken, den man sich mit einem gewissen Maß an Mühe und Hingabe erarbeiten muss. Schon der äußerst merkwürdige Anfang erschwert den Einstieg und stiehlt vorzeitig jede Motivation, weitere Gründe sind aber nicht zuletzt auch die stellenweise schwer nachvollziehbare oder auch befremdliche Sprache und die doch sehr ungewohnte Sichtweise. Es braucht seine Zeit bis man sich mit diesem Buch anfreunden kann, und auch dann entwickelt sich womöglich eher eine Art unwiderstehliche Hassliebe.

Gerade das macht das Buch aber besonders interessant und hebt es vom Gros der Nachkriegsliteratur ab. Denn am Ende regt es durchaus stark zum Grübeln an und es ist mit Sicherheit ein Roman, den man nie vergessen wird. Zumal die Komplexität der Charaktere und deren Beziehungen, die allgegenwärtige Symbolik sowie die zu keinem Zeitpunkt zufällige Handlung dem Ganzen eine ungeahnte Tiefe verleihen, welche viel Raum für eingehendere Interpretation lässt und die zunächst scheinbar vulgäre Anspruchslosigkeit vieler Passagen - denn das Werk wirkt nicht selten recht provokant und alles andere als prüde - widerlegt.

„Die Blechtrommel" ist also ein etwas anderes literarisches Erlebnis für offene Gemüter, die sich womöglich vom Einheitsbrei gelangweilt fühlen, etwas außergewöhnliches suchen und Wert auf Anspruch legen. Einen Unterhaltungsroman für die kleine Leseeinheit vorm Schlafengehen oder ein Buch, in das man eintauchen und die Welt um sich herum vergessen kann, hat Günter Grass hier aber mit Sicherheit nicht geschrieben.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
faszinierendes Werk 18. Januar 2011
Von esc
Format:Taschenbuch
ein sehr langer, detailverliebter roman in ausgefeilter sprache mit viel ironie und witz geschrieben, ein zeitgeschichtliches dokument verpackt in die geschichte des kleinwüchsigen oskar mazerath: so könnte man die blechtrommel kurz erklären, denn eigentlich ist es ein werk, das nicht nacherzählt werden kann.

die kapitel des buches, die sich von der geburt oskars bis zur nachkriegszeit spannt und an seinem 30. geburtstag endet, sind sehr lose aneinandergereiht und ergeben jedes für sich eine kleine geschichte. dennoch bilden sie ein faszinierendes gesamtwerk. einmal mit dem buch begonnen, kann man es nicht mehr aufgeben, obwohl es nicht einfach zu lesen ist, große aufmerksamkeit und durchhaltevermögen erfordert. einzelne szenen , die grass schildert sind aber einfach großartig, faszinierend. und der durchgängige ironische ton gefällt mir sehr gut.

die erfolgreiche verfilmung dieses kultromans endet nach zwei von drei kapiteln, umso gespanner war ich auf den letzten teil und wurde auch nicht enttäuscht. ich finde die verfilmung großartig und natürlich hat man danach beim lesen die filmfiguren vor augen, aber das stört überhaupt nicht, zumal das buch die wunderbaren sprachlichen details birgt.
fazit: ein großer, schwieriger roman, der aber niemals langweilig wird - im gegenteil, ich konnte gar nicht genug bekommen, von oskars erzählung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Muggenhorst TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Der Debütroman des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass, gleichzeitig sein wohl bekanntestes Werk, ist sicherlich keine Lektüre für die gemütliche Schmökerstunde zwischendurch. Zu sprachmächtig und skurril ist die Geschichte rund um den kleinwüchsigen Weltenbeobachter Oskar Matzerath, der im Alter von drei Jahren aus Protest gegen seine Umgebung aufhört zu wachsen und von diesem Zeitpunkt an seine Mitmenschen einerseits aufmerksam studiert und gelegentlich unter Zuhilfenahme seiner Blechtrommel terrorisiert. Erzählt aus der Perspektive Oskars Mitte der 1950er Jahre, in denen er Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt ist, breitet sich nach und nach ein Panorama voller kleiner Puzzlesteinchen aus, die sich sowohl nahtlos in einen breiten Handlungsstrang, als auch in einen gesamtgeschichtlichen Kontext einfügen.

Als würde das Buch nicht allein schon durch seine Ur- und Bildergewalt einen bleibenden Eindruck beim Leser hinterlassen, bekommt man es in dieser Audiobook-Ausgabe auch noch mit einer die Wirkung noch verstärkenden Lesung des Autors höchstselbst zu tun. Da die Einbettung der Handlung in die politischen und regionalen Gegebenheiten Danzigs zwischen Ende des 19. bis hin zur Mitte des 20. Jahrhunderts auch die spezielle Verhältnissituation zwischen Deutschen, Polen und der Minderheit der Kaschuben zentral behandelt, ist das teilweise Hin- und Herspringen zwischen den verschiedenen Dialekten durch Grass für das Verständnis äußerst hilfreich. Alle Erzählperspektiven- und Handlungszeitwechsel fügen sich so viel leichter in ein großes, harmonisches Bild.

Ein wahrer Parforceritt ist dem damals 32jährigen gelungen. Ernste Themen wie Krieg, Tod und Vertreibung mit einer Liebesgeschichte, erotischen Eskapaden skurrilster Art und aus dem Nichts kommenden geradezu bizarren Schockmomenten voller Absurdität zu verbinden - ja das ist Literatur auf höchstem Niveau! Eines der wichtigsten Bücher der deutschen Sprache, gerade in dieser Hörbuch-Version wärmstens zu empfehlen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Fehlerhafte Auflage
Der Roman als solcher ist hervorragend. Die vorliegende Auflage ist aber fehlerhaft. Es fehlt der Anhang und ein Teil des Inhaltsverzeichnisses. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von nutzer veröffentlicht
DIE BLECHTROMMEL Die späte Rezension eines Buches von Günter...
"Was ist der Unterschied zwischen einem Juden und einer Geige?" fragte einer von denen in der Kneipe. Als er nach einer Kunstpause sagte: "Der Jude brennt länger! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ulrich Gellermann veröffentlicht
Unterrichtsmaterial
meine Tochter brauchte dieses Buch für den Deutsch Unterricht in der Schule.
Ich sah damals den Film, es ist nicht mich nach wie vor nicht an.
Vor 2 Monaten von Brigitte Engel veröffentlicht
Der Kauf lohnt sich
Die Geschichte des kleinwüchsigen Oskars, der in der Nachkriegszeit lebt und mittels Trommel Erinnerungen hervorrufen kann ist nicht ganz leicht zu verstehen: Es gibt... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Arthur veröffentlicht
Blechtrommel
Sehr interessantes und preisgünstiges Buch, zumal es als Geschenk für eine Person aus der gleichen Erlebniswelt und -zeit des Buches verwendet wurde.
Vor 4 Monaten von Claus Franke veröffentlicht
Sollte man gelesen haben
Gutes Buch, das jeder mal gelesen haben sollte!!! Nicht zuletzt, da Grass dafür den Literaturnobelpreis bekommen hat. Für jeden Oberstufenschüler bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Johannes veröffentlicht
'ohne Worte'
Ein furchtbares Buch!!

Viele Stunden meines Lebens habe ich verschwendet, um diesen langweiligen und sinnlosen Roman, der meiner Meinung nach ohne Grund so berühmt... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von WUESTE veröffentlicht
Blechtrommel
Prompte Lieferung, das Buch ist in einem sehr guten Zustand 8 wie beschrieben)

Von dem Verkäufer immer wieder
Veröffentlicht am 15. April 2010 von Klaus Schröter
Kann die Blechtrommel wirklich von Günter Grass geschrieben...
Wer hat nicht in seiner Jugend mit Begeisterung die Blechtrommel gelesen? Und wer hat nicht, wann immer er das Buch wieder aufgeschlagen hat, gestaunt, wie wortgewaltig und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2010 von Simin Mazaheri
Ein provozierendes Meisterwerk
Die Blechtrommel ist 50 Jahre alt geworden! Vielleicht, ja wahrscheinlich, ist sie heute schon als Klassiker zu bezeichnen, aber vor allem ist sie ein nicht nur lesens- und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2010 von Thomas Dancker
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