Dieser Satz, wird wohl vielen, die das Buch gelesen haben noch bekannt vorkommen, und vielleicht auch einigen die forsch dem Film gelauscht haben.
Ich selbst kann einigen Vorrednern widersprechen.
Es ist egal, ob vorher Film, oder vorher Buch.
Egal welches Medium man sich zuerst zu Gute geführt hat, sollte man auf das andere neutral zugehen.
Ich persönlich habe den Film zuerst gesehen, eine Meisterleistung von Grass und vorallem Schlöndorff der den Film besser ungesetzt hat, als es irgendjemand anders auf dieser Welt hätte machen können.
Die Darsteller überzeugen zu 100% und die Sprache ist sehr gut gewählt, so, dass es möglich nahe an das Buch herankommt.
Nun gut, zum Film wollte ich nicht viel sagen, da das Meiste ja schon von Vorrednern gesagt wurde.
Mir geht es hier mehr um das "was zuerst?".
Also wie gesagt ich war vom Film beeindruckt und entschied mich wenige Tage darauf das Buch zu lesen.
Ich las einige Kritiken auf Amazon, wieder vollkommen falsche und flache Einschätzungen der Reszententen. Einige fanden das Buch zu schwer, sprachlich zu anspruchsvoll !?
Ich denke jeder der 4 Jahre die Schule besucht hat, versteht das Buch und kann dem Inhalt folgen.
Also ich las so einige negative Rezenssionen und irgendwie verging mir auch schon der Appetit, nachdem mir der Film sogut gefallen hatte, dachte ich, es kann nach diesen Reviews nur enttäuschend sein. Ich versuchte trotzdem neutral an das Buch heranzugehen, jedoch muss ich zugegeben, ich hatte echte Angst, das Buch könnte mir nicht gefallen.
ABER -->
So ist es nicht, das Buch ist flott und interessant, machmal auch traurig komisch und überzeugt (fast noch mehr) als der Film. Soviele Details im Film über die man richtig lachen oder aber auch weinen kann, kommen erst nach dem Lesen des Buches zum Vorschein, ich habe den Film nun mindestens neun mal gesehen und immer wieder identifiziere ich einige Passagen des Films mit denen des Buches, stelle Vergleiche auf, einfach köstlich.
Also was ich damit sagen will, es ist egal, was man zuerst sieht, Buch oder Film.
Sieht man den Film zuerst und man findet gefallen, wird einem auch das Buch gefallen, jedenfalls muss man sich danch nocheinmal den Film anschauen, um wirklich alle Zusammenhänge richtig verstehen zu können.
Dem Trompeter oder dem Gemüseändler von nebenan, wird im Buch keine besondere Rolle zugeteilt, im Buch füllt das Leben dieser aber Seiten, Seiten, die man nicht missen möchte.
Nun aber zum anderen Fall, liest man das Buch und findet gefallen, wird auch der Film gefallen. Es ist genau, wie man es sich vorgestellt hat, die Schauplätze sehr detailgetreu nachgebaut (Persil) die Schauspieler authentisch, einfach alles passt.
Also abschliessend kann gesagt werden, gefällt das eine Medium, gefällt auch das andere, egal, welches man zuerst konsumiert.
Gefällt einem das eine nicht, oder ist es zu anspruchsvoll, wird es sich so auch andersrum verhalten.
Ich hoffe ihr habt mein Gedankenwirrwarr entschlüsseln können.