Die Biene Maja hat zum Glück die Jahrzehnte überdauert, erfreute bereits meinen Mann und mich als wir noch Kinder waren, und nun sitzt unser Sohn (3 1/2) fasziniert vor dem Fernseher und sieht sich seine Lieblingsfolge zum gefühlten 100. Mal an. Wenn man es als Eltern erst einmal mit stoischer Gelassenheit akzeptieren kann, immer und immer wieder die selben Geschichten zu hören, sollte man sich ruhig auf diese liebenswerten Figuren und die witzigen Texte einlassen und richtig hinschauen und zuhören. Denn manchmal entdeckt man in Bild und Ton so manches niedliche Detail, das beim ersten Anschauen gar nicht zu sehen oder zu hören war. Wir amüsieren uns köstlich über die vielen schrullig-witzigen Typen - allen voran natürlich Willi - und fiebern in den spannenden Momenten mit unserem Sohn mit. Daneben ist für uns als Eltern wichtig, dass hinter den Geschichten bunt verpackt kleine Lebensweisheiten vermittelt werden, zum Beispiel zu den Themen Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Toleranz und auch viel Wissenswertes auf kindgerechtem Niveau über die agierenden Käfer, Würmer usw. verpackt werden. Man erfährt etwas über die Lebensbedingungen der Tiere, ihre bevorzugten Orte, was sie fressen, welche Fähigkeiten sie haben und ganz nebenbei lernt unser Kind, die Welt auch aus der Sicht der kleinen Lebewesen zu sehen, entwickelt Interesse an der realen Tierwelt und Mitgefühl für ein in Not geratenes Insekt. Da fällt garantiert keinem Kind mehr ein, aus reinem Übermut einen Regenwurm zu zertreten oder einer Spinne ein Bein auszureißen! Wir finden: eine absolut lohnende Investition und aus der Menge an fragwürdigen und teilweise idiotischen Trickfilmen im Fernsehprogramm hervor leuchtendes Juwel!