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Die Bibliothek des Alchemisten
 
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Die Bibliothek des Alchemisten [Gebundene Ausgabe]

Jon Fasman , Birgit Moosmüller
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 543 Seiten
  • Verlag: Heyne (15. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453018400
  • ISBN-13: 978-3453018402
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 980.837 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Einer der interessantesten und fesselndsten Unterhaltungsromane dieses Jahres." (Kirkus Reviews )

"Ein wahres Fest an intelligenten Ideen." (The Washington Post )

"Ein Wunderwerk, das perfekt neben Umberto Eco ins Regal passt." (Los Angeles Times ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ein toter Professor. Fünfzehn okkulte Objekte. Ein jahrhundertealtes Geheimnis: Ein scheinbar harmloser Auftrag führt den Reporter Paul Tomm auf die Spur einer Verschwörung, die im tiefen Mittelalter wurzelt. In ihrem Zentrum stehen mysteriöse alchemistische Gegenstände, für deren Besitz Unbekannte zu morden bereit sind.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mystery-Krimi mit Schwächen im Plot, aber herrlich ironisch!, 23. März 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek des Alchemisten (Gebundene Ausgabe)
Was mich dazu veranlasst hat, in der Buchhandlung „Die Bibliothek des Alchemisten" in die Hand zu nehmen, weiß ich nicht, nachdem ich aber einige Zeilen angelesen hatte und mich mit der ironisch-sarkastischen Erzählweise des Ich-Erzählers sofort wohl gefühlt habe, wollte dieses Buch unbedingt mit mir zur Kasse.

„Die Bibliothek des Alchemisten" von Jon Fasman, im Original unter dem Titel „The Geographer's Library" erschienen, ist ein dem Genre Krimi / Thriller zuzuordnender Roman, der auch historische und mystische Elemente enthält. Der Ich-Erzähler, Paul Tomm, ein junger Reporter einer Provinzwochenzeitung in Connecticut, ist beauftragt, einen Nachruf über den verstorbenen Professor Jaan Puhapaev zu schreiben. Auf der Suche nach verwertbarem Material erfährt Paul, dass der Professor wohl über wenig Unterrichtstalent verfügte, zweimal mit einer Pistole aus seinem Fenster schoss und von allen als seltsam und verquer eingeschätzt wurde. Als der untersuchende Gerichtsmediziner unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall stirbt, ist Paul Tomms Neugier geweckt und mit Hilfe einiger Personen, einem befreundeten Professor, einem Polizisten und seinem Vorgesetzten, versucht er herauszufinden, was mit dem Professor geschah. Dabei lernt Paul des Professors attraktive Nachbarin und Bekannte, die Musiklehrerin Hannah Rowe, kennen, die ihn bei der Recherche von Informationen unterstützt. Durchbrochen wird dieser Handlungsstrang in regelmäßigen Abständen durch eine zweite Handlungsebene, über welche episodenhaft die Geschichte einer Reihe von mysteriösen Objekten vorgestellt wird, die dem Alchemisten Al-Idrisi, einem spanisch-muslimischen Philosophen, Kartographen, Heiler und Alchemisten, gestohlen wurden, als er 1154 im Dienste des Königs von Sizilien stand. Neben der Beschreibung der Objekte steht in dieser Handlungsebene insbesondere die Erzählung um den letzten bekannten Besitzer dieser antiken Gegenstände im Vordergrund, die den Leser in verschiedenste Länder der Welt führt.

Die Stärke von Jon Fasmans Debüt ist sein Schreibstil. Witzig, spritzig, intelligent, lebhaft , dynamisch, ideenreich und phantasievoll präsentiert er uns die Geschichte, die er erzählen will und verteilt scheinbar nebenbei Seitenhiebe auf vieles, was sich in unserer Gesellschaft eingeschlichen hat. Nebensächliche Anmerkungen lesen sich dabei genauso interessant wie das Wesentliche seiner Geschichte und machen das Gelesene bildhaft vorstellbar. Seine Charaktere zeichnet Jon Fasman liebevoll und mit spitzer Feder, er stattet sie mit Ecken und Kanten aus und lässt sie Bekanntschaft mit skurrilen und verschrobenen Personen machen. Aufgrund des Karikierens von Personen bewegt er sich immer sehr nah an der Grenze zum Klischee. Die Charaktere empfinde ich nicht als Identifikationsfiguren, der teils naive Ich-Erzähler ist eher eine Person über die man sich gerne aus der Distanz köstlich amüsiert. Schwierig sind für den Leser die beiden Handlungsstränge, die zunächst nebeneinander her laufen, ohne dass der Leser die geringste Ahnung hat, was oder ob etwas die beiden Handlungsstränge miteinander verbindet. Aufgrund dessen habe ich zum Teil den Wechsel von der Handlungsebene in der Gegenwart zu der Geschichte und kataloghaften Beschreibung der Objekte bzw. Antiquitäten teilweise fast als lästig empfunden, zumal dadurch auch der von mir als wesentlich eingestufte Handlungsstrang deutlich an Dynamik verliert. Verknüpft werden die Handlungsstränge erst kurz vor dem Ende des Buches, so dass der Leser durchaus den Eindruck gewinnen kann, dass eine derart detaillierte Schilderung der Objekte und ihrer Geschichte gar nicht notwendig gewesen wäre. Das Ende des Romans und die Auflösung des Geheimnisses sind zwar plausibel dargestellt, lassen den Leser aber dennoch enttäuscht zurück, weil die Lösung eher unspektakulär und nebulös ist.

Trotz dieser erheblichen inhaltlichen und strukturellen Schwächen, hat es Jon Fasman mit seinem Zynismus und seiner schönen Sprache geschafft, mich so zu fesseln, dass ich von seinem Buch nicht lassen konnte, ehe ich es mit einigem Vergnügen zu Ende gelesen hatte. Daher 3,5 Amazon-Sterne und die Hoffnung auf ein weiteres Buch von Jon Fasman mit besserem Plot auf gleich bleibendem sprachlichem Niveau.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Aus dieser Idee hätte man mehr machen können.., 1. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek des Alchemisten (Gebundene Ausgabe)
"Ein toter Professor. 15 mysteriöse Objekte. Ein jahrhundertealtes Geheimnis.", klang für mich nach einem spannenden Plot, und ich habe nach dem Kauf auch gleich zu lesen begonnen. Zu Beginn war ich dann auch wirklich von dem Buch überzeugt, vor allem wegen Jon Fasman's Schreibstil, den ich sehr angenehm zu lesen fand. Der Wechsel zwischen den beiden Erzählebenen schien mir auch sehr gelungen. Ich wollte unbedingt erfahren, was die so detailliert beschriebenen Objekte und die Jagd nach ihnen, mit dem Tod des Professors zu tun haben....aber leider habe ich das bis zum Ende nicht herausgefunden. Ab der Hälfte des Buches passiert kaum noch etwas, und man plagt sich nur noch weiter, in der Hoffnung auf eine gelungene Auflösung. Die allerdings fällt dann sehr unbefriedigend aus, beschränkt sich auf einige wenige Seiten, und liefert kaum Informationen, die man sich nicht sowieso schon denken konnte. Die 15 mysteriösen Objekte bleiben mysteriös, weil auf sie gar nicht mehr eingegangen wird. Mir stellt sich die Frage, warum der Autor so viel Aufwand um diese Objekte betrieben hat, wenn sie eigentlich gar nicht relevant sind (oder habe ich da was verpasst?).

Alles in allem könnte "Die Bibliothek des Alchemisten" ein gutes, spannendes Buch sein, ist es aber leider nicht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Trotz starker Ausgangssituation eine Enttäuschung, 16. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Bibliothek des Alchemisten (Gebundene Ausgabe)
Der Debütroman von Jon Fasman gliedert sich in zwei Erzählebenen. Der Hauptstrang der Geschichte erzählt die oben beschriebenen Ereignisse. Die einzelnen Kapitel werden immer wieder unterbrochen von kurzen Episoden, die von fünfzehn höchst außergewöhnlichen, mystischen Gegenständen berichten: fünfzehn Objekte, die im 12. Jahrhundert aus der Bibliothek des großen Geographen, Universalgelehrten und Alchemisten Al-Idrisi geraubt wurden. So erfährt der Leser nach und nach, was es unter anderem mit dem Destillierkolben, Ferahids Goldener Flöte, den Käfigen des Kaghan und dem Sheng auf sich hat. Diese kleinen, häufig kuriosen Unterbrechungen sind höchst unterhaltsam, weil in sehr unterschiedlicher Form geschildert wird, auf welchen Umwegen die geraubten Objekte den Weg zu ihrem jeweils letzten Besitzer fanden, welche Kräfte ihnen innewohnen und welchen Wert sie besitzen. Fasman verknüpft in seinen Schilderungen Mystik mit historischen Fakten, politisch Interessantes mit Thriller-Elementen.

Die Bibliothek des Alchemisten besitzt eine starke Idee für einen interessanten Plot, einen spannenden Einstieg und weiß auch sprachlich durchweg zu überzeugen. Diese Stärken können jedoch nicht über die große Schwäche des Romans hinwegtäuschen: Fasman hat sich offensichtlich vollkommen verzettelt. Es passiert einfach viel zu wenig, Begebenheiten werden endlos zerredet, bis der spannende Einstieg sich irgendwann komplett in Luft aufgelöst hat. Nach vierhundert Seiten ist auch der wohlwollenste Leser am Ende seiner Geduld angelangt. Man gerät stark in Versuchung, die Seiten nur noch zu überfliegen, um endlich zum Ende und zur ersehnten Auflösung zu gelangen. Sogar die eingestreuten Kapitel über die fünfzehn alchemistischen Artefakte  die allesamt faszinierend und kunstvoll erzählt sind  langweilen mit der Zeit, bewegt sich die Geschichte doch fast gar nicht von der Stelle. Schließlich quält man sich nur noch durch die Geschichte, so spannend sie am Anfang auch gewesen sein mochte. Man fühlt sich hin- und her gerissen  der Roman kann kaum als schlecht bezeichnet werden, weil die Ideen, die dahinter stecken, gut mit historischen Fakten und interessanten Anekdoten unterfüttert sind. Doch auch die beste Geschichte kann kaputt geschrieben werden, wenn der Autor den Faden verliert und mehrere hundert Seiten lang kaum etwas passiert, so dass man schließlich die Lust verliert. Die Bibliothek des Alchemisten ist leider für einen Thriller zu gemächlich und für einen fesselnden historischen Roman zu schwammig. Insgesamt trotz starker Ausgangssituation eine Enttäuschung.
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