... nun gut mehr als die altbekannten Stellen im Neuen Testament wissen wir über die Figur des Judas wohl kaum. Umso schlimmer dass man hier aus der Utopie seiner Lebensgeschichte eine billige Schmonzette einschließlich tragischer Romanze macht. Um die 90 Minuten Spieldauer zu füllen, wird in weiten Teilen die Handlung ganz weg von Judas hin zu Jesus in den Mittelpunkt gelenkt. Da werden selbst die üblicherweise nebensächlichen Parts der mit Jesus verurteilten Räuber zu Nebenrollen aufgebauscht. Zum xten Mal stirbt dann auch ein falsch gekreuzigter Jesus und - wie im ganzen Film - ist dabei jedes Wort, jede Geste derart dramatisch überhöht, dass das Ganze gefährlich nah am Kitsch entlang schrammelt.
Ich glaube dieser neuerliche Ableger der sonst anspruchsvollen BIBEL- Reihe, der den Stoff des Heiligen Buches auf dessen Nebenfiguren ausweitet, ist überflüssig. Man erfährt nichts epochal Neues und wenn doch, dann haben es sich Drehbuchautoren ausgedacht. "Judas" ist wohl der schwächste Film den die Reihe zu bieten hat- schade!