Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Bibel jetzt auch als "Best Of"! - Spektakulär, pathetisch - - - symphonisch., 14. August 2008
Ein neues Fläschchen "Ohrenmedizin" für besondere Anlässe. Auch noch beim x-ten Mal Anhören. In meinem Audio-Erlebnis-Regal findet es Platz zwischen Ben Becker spricht: Fieber-Tagebuch Eines Aussätzigen (Kinski) und dem unerreichten Oskar Werner (Spricht Rainer Maria Rilke), neben dem mein Hochverehrter Herr Brandauer mit seinen Mozartbriefen (1) Platz gefunden hat.
Ben Beckers sonore Stimme hat mich - ich gestehe! - eingelullt, doch ich war seit jeher fasziniert von diesem Menschen - als Gesamtbild. Nicht von dem unsäglichen "Rilke-Projekt(en)" und bei Und Lautlos Fliegt Der Kopf Weg musste ich auch passen. Nun geht Ben Becker immer öfter Wege, nebst seiner Schauspielerei, auf denen ich ihm als "Fan" gerne und mutig folge. Sein "Bibel" Projekt nannte er einen großen Traum, den er sich - nach dem Zusammenbruch - nun erfüllt hat. Meine Erwartungen waren hoch angesetzt. Doch trotz teils herber Kritiken in der Presse, ich halte das für eines seiner bisher gelungensten Projekte!
Seien wir doch ehrlich: Nur so zur Unterhaltung würde sich sonst sicher kaum jemand das Alte Testament "reinziehen". Ich hab mich schließlich gewundert, wie viel davon mir gar nicht mehr bekannt war.
Becker liest das Alte (CD1) und Neue (CD2) Testament, dass es an -zugegeben etwas gestell(z)ter) Dramatik, Spannung und Pathos nicht zu überbieten ist. Die Inszenierung wird untermalt von dustren Orchesterklängen, die wohldosiert ein gigantisch anmutendes Szenario schaffen. An keiner Stelle wirkt dieses Audio-Erlebnis auf mich übertrieben, oder übergestaltet, doch man mag mich auch befangen schimpfen.
Aber - aufgepasst: Das war aber noch nicht alles! Die ausgesuchten Textpassagen werden hie und da aufgelockert durch neue Interpretationen bekannter Hits die man Elvis, Cash oder Simon&Garfunkel zuschreibt, und schließlich auch einem Gospel-Song. Das macht die schwere Kost tatsächlich einen Tick erträglicher, denn diese "Superhits" passen sich schonend in das Wortspektakel der Testament-Texte ein und wirken auflockernd, was vermutlich auch die Intention der Sache ist. ;-)
Erstaunlich zwar, dass Elvis' "In The Ghetto" zu der Geschichte von Kain und Abel folgt, und wenn ich Beckers "Hurt"-Interpretation höre, denke ich unweigerlich an die brüchige Stimme von Johnny Cash, empfinde dies aber zumindest nicht als Sakrileg. Nur bei "Bridge Over Troubled Water", also das ist so eine Sache, das klingt doch tatsächlich so, als ob das nicht von Simon & Garfunkel wäre, sondern von Tom Waits!
Die Bibel-Eine Gesprochene Symphonie" ist kein Hörbuch für alle möglichen Anlässe, für mich eine Art Entspannungstherapie.
H Ö R R L I C H !!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bibellese der besonderen Art, 21. April 2009
Brilliante Auswahl der Bibeltexte, musikalisch hervorragend untermalt und von Ben Becker in einer Art und Weise vorgelesen, die die Aktualität der Bibel so richtig rüberbringt - trotz der alten Luther-Übersetzung.
Das ist "schwere Kost", die "leicht bekömmlich" serviert wird - und daß das alles Ernst ist, spürt man bei jeder vorgelesenen Textzeile.
Für mich das Beste, was es seit langem in diesem Bereich gegeben hat. Klar, auch Mel Gibsons "Passion Christi" hatte ihre ganz eigene Ausstrahlung, aber das ungefilterte Wort (und in diesem Fall auch Schwert) Gottes ist ganz große Kunst. Kunst, die zur Meditation über die "alte" neue und immer noch aktuelle Heilige Schrift einlädt. Was heißt einlädt, wenn man sich drauf einläßt und zuhört, kommt man von ganz alleine in einen fast schon meditativen Zustand.
Mir als Christ gefällt das (entschuldigung) saumäßig gut und ich kann dieses Bibelwerk uneingeschränkt für Gläubige und solche die es werden wollen empfehlen. Volle Punktzahl, Ben!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Cui bene?, 30. Dezember 2008
"Cui bene? - Wem nützt das?", müsste man nach dem Hören der CD fragen. Na-klar: der Text steht außer Frage, aber warum muss man den Text mit (nicht gerade origineller) Musik "aufpeppen"? (Immerhin bedient sich die Musik aller gängigen Klischees und ist nicht viel mehr als eine Mischung aus Richard Strauss und John Williams). Wird der Text dadurch besser oder eindrucksvoller? Für mich nicht. Unterstützt sie die Stimme? Naja - sie wirkt wie eine Art "Brandbeschleuniger" - das geht mal schnell unter die Haut, bleibt da aber nicht lange - halt Strohfeuermusik...
Und die Stimme? Beckers Stimme ist natürlich klasse. Sie ist samtig und voluminös. Man kann ihr gut zuhören - allerdings nutzen sich seine "Effekte", Dramaturgie zu erzeugen, rasch ab. Wenn man mal kurz reinhört, ist seine Stimm-Modulation rasant und beeindruckend. Nach zwei CDs indes fehlt ihm ein bisschen "der Saft".
Und da kommt wieder die Musik ins Spiel: um am Ende (z.B. bei der Kreuzigung) überhaupt noch eine weitere Steigerung möglich zu machen, muss ihm die Musik beispringen. Und das ist eigentlich ziemlich arm.
Wenn ich mir dann noch das Cover ansehe (BB mit Totenkopfring in Beter-Pose), weiß ich wirklich nicht, was mir der Künstler mit dieser CD sagen will.
Soll ich den Text ("Die Bibel" ist immerhin der Haupttitel) im Vordergrund sehen? Das funktioniert aus o.g. Gründen nur stark eingeschränkt.
Soll ich ("Eine gesprochene Symphonie") das Gesamtkunstwerk bewundern? Das ist mir zu wischiwaschi.
Soll ich einen angenehmen Hör-Abend mit einer guten Stimme haben? Dazu verflacht's zu schnell.
Wem nützt's also? In erster Linie Herrn Becker, der sich so mal die schnelle Mark gemacht hat. Dem Hörer nützt's m.E. nichts. Für den gibt's meiner Meinung nach deutlich bessere Bibel-Vertonungen.
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