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Die Beute. ( Die Rougon- Macquart) [Gebundene Ausgabe]

Emile Zola , Jürgen Alexander Hess
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, Februar 1993 --  
Taschenbuch --  
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Kurzbeschreibung

Februar 1993
Am Ende einer Jagd stürzen sich die Hunde auf ihren Teil der Beute, die Eingeweide, und verschlingen sie. Für den jungen Zola ist es das Herz von Paris, das sich die Spekulanten zur Zeit Napoleons III. herausreißen. In diesem meisterhaften Roman aus seinem Zyklus "Les Rougon-Macquart" schildert Zola die Symptome des Untergangs im zweiten Kaiserreich. Neben Glanz und Luxus bestimmen Korruption, Spekulation und sittliche Verkommenheit das Leben. Repräsentant dieser Gesellschaft ist Aristide Rougon. Während der ehrgeizigen Umgestaltung von Paris nach den Plänen des Barons Haussmann bringt er es zu märchenhaftem Reichtum. Seine Frau Renee, schön und extravagant, kostet alle Genüsse eines am Überfluß beinahe erstickenden Lebens aus. Gelangweilt und unersättlich lebenshungrig zugleich, verstrickt sie sich in eine Leidenschaft zu ihrem Stiefsohn Maxime. Wie in einem Rausch erliegen sie, ihr Mann und Maxime allen Lastern, die die mondäne Großstadt bietet. Allein Renee wird sich der Verderbtheit ihrer Umgebung und ihres eigenen Lebens bewußt und zerbricht daran.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Winkler, Mchn. (Februar 1993)
  • ISBN-10: 3538068720
  • ISBN-13: 978-3538068728
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.883.299 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Emile Zola (1840 - 1902) war Dockarbeiter, Verlagsangestellter und Journalist. 1898 protestierte er gegen die Verurteilung von A. Dreyfus, mußte ins Exil nach England und kehrte nach einem Jahr amnestiert und gefeiert zurück. Sein Hauptwerk ist der 20bändige Romanzyklus "Les Rougon-Macquart". -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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4.0 von 5 Sternen Objekte einer Selbstsucht 22. Juli 2008
Von Esther TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der zweite Roman der zwanzigteiligen Rougon-Maquart Reihe befasst sich mit Aristide Rougon alias Saccard, seinem Aufstieg in den Geldadel, seiner wunderschönen, jungen und wohlhabenden Ehefrau Renee und seines Sohnes Maxime aus erster Ehe.

Bald nach der Ankunft von Plassans in Paris strebt Saccard mit Gier und Wollust nach Geld, entwirft gut durchdachte Zukunftsszenarien, die sich allein auf die räumliche Umstrukturierung des Paris um 1867 beschränken und erarbeitet ausgereifte Strategien zur Schaffung von Reichtum. Allein das nötige Kapital fehlt. Als seine Frau Angele stirbt, ist die Schwester und Kupplerin Madame Sidonie zur Stelle mit der passenden Gelegenheit. Saccard willigt in die Ehe mit der wohlhabenden Renee Beraud ein, die ein Kind erwartet. Doch Saccard ist das "Glück" gewogen, das Kind wird tot geboren. Seine heiße Jagd nach Geld und immer noch mehr Geld - allein des Geldes wegen, denn er liebt die Spekulation und das Spiel! - gelingt, Immobilienspekulationen verhelfen ihm zum sozialen Aufstieg in den Geldadel.

Renee, die Saccard ob seiner Großzügigkeit schätzt, lebt indessen ihr eigenes Leben im Übermaß. Die Rechnungen beim Schneider Worms belaufen sich auf unvorstellbar hohe Summen, die Gesellschaft ist ihre Bühne, der Stiefsohn Maxime gewinnt vom ersten Moment an ihr Herz. Unter dem Vorwand, ihm eine gute Mutter zu sein und sich um eine standesgemäße Erziehung des Jungen (vom Lande) zu kümmern, formt sie sich ihren eigenen Gefährten, dem sie sich in ihrer weiten und unendlichen Langeweile hingibt. Schlussendlich wird sie enttäuscht, verraten und verlassen - das Resultat ihres Lasters, ihrer unermesslichen Gier!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckendes Zeitbild von Paris Napoleons III. 5. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Emile Zola führt den Leser in diesem Roman in das Paris Napoleons III. und entwirft (wie in anderen Romanen der Familiengeschichte Rougon-Macquart) ein anschauliches und zugleich erschreckendes Bild dieser Zeit. Die dunklen Geschäfte der Haus- und Grundstücksspekulanten bilden den historischen Hintergrund. Boulevardbauten schießen in die Höhe, Spekulationen nehmen ein zügelloses Ausmaß an und die Genußsucht der Emporkömmlinge bestimmt das Leben der Gesellschaft. Renée, die Frau eines der gewissenlosensten Spekulanten sinkt immer tiefer in schmutzige Atmosphäre, die die Geschäfte ihres Mannes und sein skrupelloser Charakter um sie herum erzeugen. Sie unterhält ein Liebesverhältnis mit ihrem Stiefsohn, bis sie letztendlich an innerem Ekel vor ihrem verpfuschten Leben zugrunde geht. Manfred Orlick, Halle
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Der Kritiker HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Bei diesem Werk, welches 1872 erschien, handelt es sich um den zweiten Band des 20bändigen Romanzyklus „Die Rougon-Macquart". Zola führt uns in das Paris Napoleons III., wo dunkle Existenzen, die diesem Abenteuer zur Macht verhalfen, nun gierig über „die Beute" herfallen, wo Spekulationen ausufern und Genussucht das Leben der Gesellschaft bestimmt.

Reneé, eine feinnervige Frau, die aus einer alten und vor allem reichen bürgerlichen Familie stammt, wird mit dem gewissen- und skrupellosen Spekulanten Aristide Rougon verheiratet. Dieser ist Sohn von Pierre Rougon (der aus dem ersten Roman der Rougon-Macquart - „Das Glück der Familie Rougon"). Diese Verbindung ermöglicht Aristide weitere Spekulationen, die ihn nach schweren Krisen am Ende mit Gold überhäufen. Reneé sinkt in dieser Atmosphäre aber immer tiefer, will nun alle Genüsse des Lebens auskosten.

Zola schildert uns diese Ereignisse mit großer erzählerischer Kraft und unbestrittener Schönheit. Besonders gelungen in diesem Roman ist neben dem Leitmotiv Gold das des Wintergartens mit seinen exotischen Pflanzen, den Orchideen, Hibiskusblüten, die wie Frauenlippen sind, Lippen, deren Küsse töten. Das übt einen unwiderstehlichen Reiz auf den Leser aus, prickelnd und genial. Nicht umsonst musste der Erstdruck in einer Zeitung damals abgebrochen werden.

Sein Zeitgenosse Maupassant nannte „Die Beute", „einen der bemerkenswertesten Romane des Meisters des Naturalismus, blendend und sorgfältig gearbeitet, packend und wahrheitsgetreu, mit zorniger Empörung, in einer farbigen und kräftigen Sprache geschrieben." Da kann ich nur zustimmen.

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