Diese beiden Christenmenschen Kant und Hegel haben ganz gezielt über Fichtes Werk geschmunzelt, da es Ihre Leistungen bei weitem in den Schatten stellt. Mit Fichte, Schopenhauer und Nietzsche sind die großen deutschen Philosophen genannt. Hier findet man eben nicht diesen institutionell christlich verklärten Mitleids und "Gott" Ansatz der die "Sünde" durch Buße erst generiert und möglich macht ja quasi zu Verbrechen grad zu ermutigt. In diesen Werken geht es einzig und ALLein um die Eigenverantwortung des Individums Mensch. Das Ich ist die Tathandlung, die Tathandlung ist das Ich.
Fichte beobachtet folgerichtig das das ICH unseres SEINS etwas SEIENDES in Form der Tathandlung hervorruft und zu etwas SEIENDEM wird.
Im Gegensatz zu Descarte müsste es eher heissen ICH bin also TAT-handle ICH.
Fichtes Sprachstil ist weitaus ALLgemein verständlicher wie die Werke Hegels oder Kants.
Wer etwas über das Ende der Scholastik und dessen infantilem römischen Einfluss erfahren möchte dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
Es ist schlimm das über 200 Jahre nach diesen Aufklärern bis dato nur die Naturwissenschaft die scholastische Denkweise bedingt durch die Katalysatoren Jean Baptiste Lamarck & Charles Darwin verlassen haben. Die Geisteswissenschaften z.B. der deutschen Gerichtsbarkeit aber immer noch mit gezielter Struktur im scholastischen Denk und Verfahrensmuster arbeitet. ( Staat und Kirche sind hier nämlich immer noch nicht adequat voneinander getrennt und beide tragen mehr als nur symbolisch den Talar.
Das Aufmachen zu neuen Ufern ist ein Problem der demokratischen Massenträgheit, die seitens des führenden Mittelmasses auch weiterhin leider Bestand haben wird und sich evolutionär nicht schneller bewegen wird als die Kontinentaldrift an der San - Andreas Verwerfung.
Ein ganz tolles Buch. Leider aber dümpelt Fichte weiterhin als unerkanntes und verKAN(n)Tes Bindeglied herrum und bekommt nicht die philosophische Anerkennung die Ihn neben Nietzsche stellen würde.