Mit "Die Bestien aus dem Todesmoor" bietet Romantruhe Audio eine Geschichte, die sich mit ein paar Besonderheiten von den Heftromanstandards abhebt. Da ist zunächst mal der Wechsel in der Erzählebene und die damit veränderte Blickrichtung, die dem Ganzen einen originellen Touch gibt. Auch das Ende, das doch mit einer sehr überraschenden Wende aufwarten kann, ist im Genre doch eher selten anzutreffen.
Allerdings darf man hier nicht allzusehr über die Logik nachdenken, denn ein wenig hakt es an diesem Punkt schon. Dieses Problem taucht in der Geschichte allerdings immer wieder auf. Viele Handlungen der Figuren sind nicht nachzuvollziehen. Der Protagonist Parr beispielswiese, ist zwar ein interessanter Charakter, er erschließt sich aber in seinem Tun kaum. Auch Martin Armknecht, den ich als Schaupspieler sonst sehr schätze, konnte mir hier die Figur nicht greifbar machen. Bei den anderen Rollen fällt dieses Problem weniger auf, da diese doch eher eine standardisierte Funkion haben. Allerding würde ich die Ensembleleistung insgesamt für etwas zu oberflächlich einstufen.
Wesentlich besser fand ich die sonstige Inszenierung. Hier wirkte vieles durchdachter und stimmiger. Die musikalische Ausgestaltung passt, die Stücke tragen die Emotionen sehr gut, drängen sich dabei aber nicht unnötig in den Vordergrund.
Auch wenn diese siebte Episode der Geister-Schocker kein Highlight der Reihe ist, kann man doch mit einigen guten Elementen punkten. Für Fans des Genres wird hier kurzweilige Unterhaltung geboten - nicht mehr, aber auch nicht weniger.