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Die Besten 2004. Klagenfurter Texte [Taschenbuch]

Iris Radisch
2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Oktober 2007
Für viele Autoren bedeutet der Ingeborg-Bachmann-Preis, der am Ende des Klagenfurter Wettbewerbs verliehen wird, den Beginn einer schriftstellerischen Karriere. Hier sind sie versammelt: die elf besten Texte der 28. Tage der deutschsprachigen Literatur, die bewegen, provozieren und uns in neue Welten entführen – von Dorothea Dieckmann, Arno Geiger, Roswitha Haring, Guy Helminger, Wolfgang Herrndorf, Andreas Münzner, Richard David Precht, Thomas Raab, Arne Roß und Simona Sabato. Mit einem Porträt des Preisträgers Uwe Tellkamp, einem ausführlichen Pressespiegel und Auszügen aus der Diskussion der Jury.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 5 (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492247903
  • ISBN-13: 978-3492247900
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 811.558 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die junge deutsche Literatur ist vielseitig und durchaus originell. Dieses Buch beweist das.« Frankfurter Rundschau

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin, arbeitet als Literaturredakteurin bei der Wochenzeitung »Die Zeit«. Sie hielt Gastprofessuren in St. Louis und Göttingen und ist 2007 zum vierten Mal Vorsitzende der Klagenfurter Jury. Seit Herbst 2006 moderiert sie für das Schweizer Fernsehen und 3sat die Büchersendung »Literaturclub«. Mehr über den Wettbewerb: www.bachmannpreis.orf.at

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Man steigt in eine Straßenbahn, fährt planlos durch endlos lange, dunkle Satztunnel und als man endlich aussteigt geht einem immer noch kein Licht auf, worum es in Tellkamps Romanauszug Schlaf in den Uhren" überhaupt geht.

Tellkamp wurde in den höchsten Tönen gelobt als er 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann, viel höher hätten die Töne wirklich nicht mehr sein können. Die Juroren lobten den Auszug als ganz große Klasse" und vor allem als sehr musikalisch", und doch scheint es den meisten Lesern, als hätte die Jury bei der Bewertung des Textes einige Oktaven zu hoch gegriffen.

Fakt ist: Der knapp dreißig Seiten umfassende Auszug besteht aus maximal fünf Sätzen, was eine Suche nach Satzenden nahezu überflüssig macht, der Leser fragt sich häufig, ob der ehem. Arzt nicht doch ein wenig zu oft an der Punkt-Taste vorbei in Leere gehauen hat.

Ebenso für das Verständnis des Textes unvorteilhaft: Tellkamp springt zwischen Zeitebenen hin und her. Befand sich der Leser eben noch am Krankenbett der Schwester des Erzählers, schätzungsweise in der Endphase der DDR, so rast er im nächsten Augenblick in der Kindheit des Erzählers umher um sich nach einer langen Fahrt (und zahlreichen Zwischenstationen in der Gegenwart des Erzählers) in den Kriegsjahren des ersten Weltkrieges wiederzufinden. Wie auch immer der Leser dorthin gekommen ist, er weiß es nicht.

So man hier noch nicht genug von Tellkamp hat, dann spätestens wenn man einmal den Faden, den man zuvor mühselig gesucht und mehr oder (eher) weniger auch gefunden hat, verliert, denn dann kann man gewissermaßen das Lesen noch einmal von vorne anfangen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über "Der Schlaf in den Uhren" 20. Dezember 2008
Format:Taschenbuch
'Die Zeit im Grund, Quin-quin, die Zeit.'

So lautet ein wichtiger Satz aus Uwe Tellkamps Roman 'Der Schlaf in den Uhren' in dem die Zeit die wichtigste Rolle spielt.
Fabian, der Erzähler, fährt zu gegenwärtiger Zeit mit der Straßenbahn durch Dresden, doch wer glaubt, er beschreibt nun die Landschaft, die er während der Fahrt sieht, liegt falsch. Das wäre keine Literatur und das wäre auch nicht mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden.
Fabian ist der Erzähler, er fährt durch Dresden, Linie 11, und er beschreibt uns von Haltestelle zu Haltestelle in einem nicht enden wollenden Strom von Gedanken, was er sieht, vor seinem inneren Auge. Er erinnert sich zurück an die früheren Zeiten, an die DDR und sogar an den Krieg. Fabian lässt uns teilhaben an seinen Erlebnissen zu den Zeiten der russischen Besatzer, er lässt uns in seine Vergangenheit eintauchen, die so anders rekapituliert wird, als man es gewöhnt ist.
Tellkamp reiht die Gedanken, Gefühle, Eindrücke aneinander, atemlos verfolgt man den Text, denn auch Fabian scheint atemlos. Alles Geschehene berichtet er seiner Schwester Muriel. Muriel liegt im Koma und Fabian scheint zu versuchen, sie ins Leben zurück zu holen, scheint zu versuchen ihr noch so viel wie irgend möglich erzählen zu wollen bevor ihre Zeit abgelaufen ist. Er berichtet von gemeinsam Erlebtem, von Bekannten, von der Familie und Erzählungen von Bekannten, um den Faden zu seiner geliebten Schwester nicht zu verlieren.
Von Haltestelle zu Haltestelle hofft man nie an der Endstation anzugelangen, weil dann der Roman vorbei ist - und vielleicht auch Muriels Leben.

'Die Zeit im Grund, Quin-quin, die Zeit.'
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25 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Über Uwe Tellkamps "Der Schlaf in den Uhren" 19. Juni 2007
Von RaG23
Format:Taschenbuch
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie man eigentlich ein wahres Meisterwerk der Literatur zustande bringt? Dies soll ein Leitfaden dazu sein, der Uwe Tellkamps "Der Schlaf in den Uhren" als Referenz verwendet. Denn welches Werk könnte dazu geeigneter sein als eines, das mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde?

Da die Jury, welche diesen Preis vergibt, auch gleich das Rezept für so etwas liefert, sollte das ganze ja ein Kinderspiel werden. Ein "ekstatischer Text" soll es sein, der "Mut zum Adjektiv" beweist und "mit einer überwältigenden Fülle gestaltet" ist.

Will man das erreichen, sollte man sich zuerst Mühe bei der Wahl des Themas und der Handlung geben. Diese sollten möglichst interessant sein, um den Leser bei der Stange zu halten. Da ist eine Straßenbahnfahrt natürlich das Nonplusultra. Um dem noch eine Prise Originalität zu verleihen, lässt man den Passagier in Erinnerungen an etwas schwelgen, was so noch nie in der Literatur verarbeitet wurde: Ereignisse der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert.

Um das noch ansprechend zu verpacken, bedient man sich am besten, so wie die Jury es will, des vollen Spektrums an Adjektiven nach dem Motto 'doppelt hält besser'. Da nur ein permanent geforderter Leser ein guter Leser ist, stellt man ihn durch Verschlüsselung des Textes mit Metaphern auf die Probe. Sparen Sie sich auch die Tinte für Punkte! Die sind sowieso nur dem Lesefluss abträglich. Sind Sie der Meinung, dass man anschließend den Text durch mehrmaliges Lesen dennoch verstehen könnte, verbinden Sie die Handlungsstränge und Zeitebenen auf möglichst komplizierte Weise miteinander.
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