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Die Bertinis. Sonderausgabe [Taschenbuch]

Ralph Giordano
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, April 1992 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 784 Seiten
  • Verlag: Fischer S. Verlag GmbH; Auflage: 118 bis 137 Tausend (April 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3103263015
  • ISBN-13: 978-3103263015
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.204.706 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ralph Giordano
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eine großangelegte Familien-Saga, ein exemplarischer Zeitroman. Ralph Giordano formt einen bisher wenig beachteten Stoff episch aus: Er erzählt vom Schicksal sogenannter "jüdischer Mischlinge" in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Die Vorgeschichte beginnt Ende des letzten Jahrhunderts, die eigentliche Handlung setzt vor 1933 ein und führt in die ersten Nachkriegsjahre. Ihr Schauplatz: Hamburg - von den Elbvororten bis zum Stadtpark, von Barmbek im Norden bis zum Hafen im Süden, mit unvergeßlichen, in den dramatischen Ablauf verwobenen Gestalten, Bildern, Situationen. Fast unglaublich ist diese Geschichte: Der Autor hat mit seiner Phantasie die nackte Realität überhöht; es ist ihm gelungen, eine sinnfällige Schilderung von Menschen unter bestimmten Bedingungen zu schaffen und eine Zeit zurückzurufen, die mit überwältigender Macht in das Leben aller eingegriffen hat. Er hat das Geschehen und die Figuren frei gestaltet.
Hier sind die kleinen Leute mit ihren Schwächen unter dem grausamen Druck des herrschenden Bösen, mit ihren liebenswerten Zügen, mit dem Ausmaß des ihnen zugefügten Leides und der Fähigkeit zum Überleben. Nichts wird geschönt, keine bittere Erkenntnis verschwiegen. Doch was immer es an Furchtbarem gab: die Liebe zu Hamburg, diese ganz unsentimentale Heimatliebe, bleibt unerschüttert und ist entscheidend für die Zukunft der Bertinis. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Autorenporträt

Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren und arbeitet als Journalist, Fernsehdokumentarist und Schriftsteller.
Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen unter anderem "Israel, um Himmels willen, Israel" (1991), "Wird Deutschland wieder gefährlich?" (1993), "Ostpreußen ade" (1994) und "Mein irisches Tagebuch" (1996).
Für seine publizistische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Seit drei Generationen ist die Familie Bertini in Hamburg ansässig, als sie, weil die Familie mütterlicherseits jüdischer Herkunft ist, die Rassegesetze der Nationalsozialisten immer härter treffen und sie schließlich untertauchen müssen, um zu überleben. Diese Geschichte wird von Ralph Giordano in einem breit angelegten Familienepos geschildert, das seinen Anfang in Italien vor dem ersten Weltkrieg hat, die Ankunft und das Kennenlernen der Großeltern, die Hochzeit der Eltern und das Aufwachsen der drei Söhne erzählt. Im Mittelpunkt steht der älteste Sohn Roman, hinter dem sich unschwer der Autor Giordano erkennen läßt. Dieser erzählt in "Die Bertinis" seine Familienbiographie, die für ihn zum Ausgangspunkt und manchmal zum Teufelskreis seiner journalistischen Tätigkeit wurde. Wer die Veröffentlichungen Giordanos kennt, weiß, daß die Erlebnisse, die in den "Bertinis" zu lesen sind, auch in seinen nichtfiktionalen Werken durchscheinen. Giordano läßt nicht offen, daß er "Vorkommnisse" wie Schulverweise jüdischer Mitschüler, die Demonstration der Zerstörung - erst an Häusern in der Reichskristallnacht und schließlich an Menschen - als "Vorhölle" der Tötungslager sieht. Die Geschichten, die trotz ihrer oft ausufernden Erzählweise immer wieder in das Ganze zurückfinden, ergeben gleichsam ein Netz der Dokumentaion zahlreicher Einzelschicksale, die alle gemeinsam haben, daß der Erfüllung eines Lebensplans - sei es das Abitur, eine Ehe oder das Erteilen von Klavierunterricht- die simple eigene Existenz im Wege stand, die den damaligen Machthabern als "lebensunwürdig" erschien. Um was für einen Traum es sich dabei handelt, ist im Ganzen zweitrangig; schmerzhaft und ungerecht ist es jedesmal. Heinrich Böll nannte Giordanos Werk "wehmütig, aber nicht wehleidig", und damit hat er trotz des Pathos, das an zahlreichen Stellen hervorlugt, recht. Zu verweisen ist hier auch auf die mehrteiligeVerfilmung durch Eduard Monk, der die überbordende Erzähllust Giordanos in fast schon strenge Formen zwingt, ohne dabei an Intensität zu verlieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Ich möchte an dieser Stelle kurz jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen, den menschliche Grausamkeiten, weil sie tagtäglich (womöglich live) über unseren Fernsehschirm flimmern, fast schon kalt lassen. Nicht weil er ein schlechterer Mensch ist, sondern weil die Masse an Schrecklichkeiten jeden überfordert. Nach dem Genuß (auch wenn es makaber klingt - es ist irgendwie ein Genuß) dieses Romans erhalten die Schrecklichkeiten des Dritten Reiches eine neue Dimension. Sie werden mit Schicksalen und Erlebnissen gefüllt, die mir so nahe gegangen sind, daß ich nicht mehr glaube, wenn mir gesagt wird, man habe ja "von nichts gewußt...und außerdem: was hätte man machen sollen". Ich sehe mich zwar nicht als schuldig für diese Verbrechen an der Würde eines jeden verfolgten Menschen, aber ich sehe mich heute nachdem ich diese Buch gelesen habe, in die Pflicht genommen, rechtsradikalen Äußerungen und Aktionen entgegenzutreten. Wegschauen? Ich könnte dies nach dieser Lektüre nicht mehr!

Nebenbei bemerkt: es ist nicht nur von pädagogisch hohem Stellenwert, sondern auch ein sehr unterhaltsames Buch; besonders wenn die Eigenheiten und Macken eines jeden liebevoll und zum Schmunzeln beschrieben werden. Auch wenn es dabei zwangsläufig langatmige Passagen gibt, die jedoch nicht fehlen dürfen. Weiterlesen!

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein wichtiges Buch 13. Oktober 2002
Format:Broschiert
Die Art, wie Giordano zugleich ironisch und tragisch die Familiengeschichte erzählt, hat mich zu Lesepausen zwischendurch gezwungen. Er hat zwar einen Roman geschrieben, aber in der Figur des *Roman* lässt sich leicht der Autor wiederfinden. Stellenweise war es für mich unglaublich, welche Schicksalsschläge die Familie ertragen musste. Besonders erschütternd war für mich, dass die Familie nicht nur gegen die äußeren Umstände kämpfen musste, sondern in Gestalt des Vaters auch einen Dämon in den eigenen Reihen hatte, dessen Verhalten mich zur Weissglut gebracht hat. Der Vater war sicherlich das Opfer seiner Erziehung, brachte aber mit seinem Menschenhass viel Leid über seine Familie. Und dann musste ich über die liebevoll beschriebenen Schrullen der einzelnen Familienmitglieder wieder herzlich lachen.

Ein Buch, das man gelesen haben muss. Ein Zeitdokument, dass die Schrecken des Nationalsozialismus
am Beispiel "kleiner" Leute intensiv darstellt.

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Jahrzehntelang werkelte Ralph Giordano an diesem Roman herum, der die Geschichte der Familie Bertini über mehrere Generationen erzählt, hauptsächlich jedoch die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Januar 2009 von hippie_guy
einblick in das alltagsleben während des 2. weltkrieges
zeitweise etwas langatmig, aber unbedingt lesenswert, besonders in kombination mit dem buch neger, neger, schornsteinfeger.
Veröffentlicht am 7. Juli 2001 von Sternchen363
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Romanhaft verfremdet erzählt Ralph Giordano, im Buch Roman Bertini, die Geschichte seiner eigenen Familie in Hamburg, deren Welt durch die Machtergreifung Hitlers 1933 ins... Lesen Sie weiter...
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