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Die Berliner Mauer: Grenze durch eine Stadt. Mit Karte des Mauerverlaufs
 
 
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Die Berliner Mauer: Grenze durch eine Stadt. Mit Karte des Mauerverlaufs [Taschenbuch]

Thomas Flemming , Hagen Koch
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten", verkündete DDR-Staatschef Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz am 15. Juni 1961. Nicht ganz zwei Monate später, in der Nacht zum 13. August, gingen die Soldaten ans Werk, und bald folgten die Bauarbeiter. Was Ulbricht noch kurz zuvor dementiert hatte, wurde nun steinerne Realität: die Berliner Mauer.

Die Mauer hat nicht nur Berlin und Deutschland geteilt, sondern auch Familien getrennt, Verwandtschafts- und Freundschaftsbeziehungen durchschnitten und vielfaches Leid verursacht. Über 700 Menschen kamen an der innerdeutschen Grenze ums Leben. 239 davon allein in Berlin. Wie viele bei einem Fluchtversuch verletzt oder festgenommen und zu langen Zuchthausstrafen verurteilt worden sind, ist nicht bekannt. Aber es müssen Tausende gewesen sein.

Thomas Flemming und Hagen Koch beschreiben detailliert, wie das SED-Regime auf die wachsende Zahl der "Grenzdurchbrüche" mit immer neuen "Ausbaustufen" reagierte: mit Betonplatten und Metallgitterzäunen, mit Todesstreifen, Hundelaufanlagen und Minenfeldern. Und noch 1988/89 wurden milliardenschwere Pläne für eine High-Tech-Grenze entwickelt, an der Fluchtversuche möglichst ohne Anwendung der Schusswaffe vereitelt werden sollten. Denn jeder Schuss, jeder Tote schadete dem internationalen Ansehen der DDR. Und gerade die Außenwirkung erhielt in Zeiten eines rapide steigenden Kreditbedarfs wachsende Bedeutung.

Der präzise recherchierte Band von Thomas Flemming und Hagen Koch macht die Berliner Mauer noch einmal in ihrer ganzen historischen Monstrosität erfahrbar, und es ist schwer zu sagen, was mehr beeindruckt: die Ausdrucksfähigkeit der Fotos und Dokumente oder die sprachlichen Feinheiten des Textes, der die Geschichte "eines politischen Bauwerks" von der ersten Berlin-Krise im Frühjahr 1948 bis zu den Verfahren gegen "Mauerschützen" nach der Wiedervereinigung übersichtlich zusammenfasst. Ein eindrucksvolles Buch, das dabei helfen wird, die Erinnerung an Täter und Opfer wachzuhalten. --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Obwohl für hundert Jahre gedacht, hat das monumentalste und hässlichste Bauwerk des 20. Jahrhunderts die Millionenstadt Berlin nur 28 Jahre zweigeteilt. Genug, um in der Stadt markante Spuren zu hinterlassen. Thomas Flemming und Hagen Koch lassen Fakten sprechen und bisher nie veröffentlichtes Bildmaterial wirken. Minutiös und packend schildern sie die Geschichte der Berliner Mauer von ihrer Errichtung über Nacht bis zu ihrem spektakulären Abriss. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

Dieses Buch basiert auf dem umfangreichen Band von Thomas Flemming/Hagen Koch, Die Berliner Mauer - Geschichte eines politischen Bauwerks.

Umschlagtext

Es ist Sonntag, der 13. August 1961. Um 1.11 Uhr unterbricht der Ost-Berliner Rundfunk seine "Melodien zur Nacht" für eine Sondermeldung:

"Die Regierungen der Warschauer Vertragsstaaten wenden sich an die Volkskammer und an die Regierung der DDR mit dem Vorschlag, an der Westberliner Grenze eine solche Ordnung einzuführen, durch die der Wühltätigkeit gegen die Länder des sozialistischen Lagers zuverlässog der Weg verlegt und rings um das ganze Gebiet Westberlins eine verläßliche Bewachung gewährleistet wird."

Diese geschraubte Erklärung bedeutet nichts anderes, als dass die Sektorengrenze geschlossen und West-Berlin abgeriegelt wird.

In Text, Bildern und Dokumenten beschreibt dieses Buch die Geschichte der Berliner Mauer: von den ersten Stacheldrahtbarrieren im August 1961 über die 3,60 Meter hohe "Mauer der 4. Generation" bis hin zu nicht mehr ausgeführten Planungen einer elektronisch gesicherten "High-Tech-Grenze"; von der Stimmung der Menschen im Ost- und im Westteil der Stadt unmittelbar nach dem Mauerbau bis zu den Ereignissen, die am 9. November 1989 zum Fall der einst am schärfsten bewachten Grenze der Welt führten.

Über den Autor

Thomas Flemming, geboren 1957, studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der FU Berlin. Publizist und Historiker, zahlreiche Veröffentlichungen insbesondere zur Nachkriegsgeschichte und Geschichte Berlins, Mitarbeit an historischen Ausstellungen, u.a. zum Ersten Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum. Im be.bra verlag erschien zuletzt: »Berlin im Kalten Krieg«. Hagen Koch, geboren 1940 in Dessau. Ausbildung zum Technischen Zeichner, 1960 zunächst Unteroffizier des Berliner Wachregiments »Feliks Dzierzynski«, Studium der Kulturwissenschaft, ab 1970 Kulturoffizier. Kartografierte für Honecker den Verlauf der Berliner Mauer, ab 1989 Beauftragter für den Abriß der Mauer. Gründete 1994 das Berliner Mauer-Archiv.
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