Nun also das Ende der "Belgariad-Saga".
"Duell der Zauberer" ist spannend und mitreissend geschrieben und bildet damit einen absolut würdigen Abschluss der Saga.
In insgesamt fünf Bänden entfaltet Eddings ein buntes, abwechslungsreiches Panorama aus Landschaften und Personen, das überaus beeindruckend ist und sicher seinesgleichen sucht. Einige der unzähligen Figuren gehören eindeutig mit zu den Interessantesten des ganzen Genres (z.B. Drosta, der König der Nadraker, mein Favorit, der leider viel zu kurz auftritt). Überhaupt gelingt es Eddings in bewundernswerter Manier, selbst die Nebenfiguren so gut und so glaubwürdig zu zeichnen, dass man selbst bei kürzesten Auftritten eine Beziehung zu ihnen aufbaut. Das ist unzweifelhaft große Kunst. Des weiteren beeindruckt die "Belagariad-Saga" aber auch durch ein wunderbar fundiertes und seriöses Magie-System in Verbindung mit dem Konzept der beiden entgegengesetzten Prophezeiungen. Sehr gut! Und der Schluss ist einfach nur köstlich. Herrlich, wie Eddings seine Figuren im Epilog, anlässlich der Hochzeit Garions mit Ce'Nedra, nocheinmal Revue passieren lässt wie die Schauspieler auf einer Bühne nach Ende der Vorführung. Und schließlich findet das Ganze seinen absolut krönenden Abschluss, wenn, nach all dem ernsten Pathos der letzten Auseinandersetzung mit Torak, der angetrunkene Belgarath auf der Suche nach mehr Bier durch die nächtliche Zitadelle schlurft und schließlich dem Auge Aldurs ein Gespräch hält, während dieses sich doch lieber anderen Dingen widmen würde. Das ist typisch Eddings. Sein Vermögen, große, ernste Epic und mythologische Tiefe zum einen absolut überzeugend, zum anderen aber in Verbindung mit einem herrlich humorigen Augenzwinkern rüberzubringen. Das macht die "Belagariad-Saga", die ich hiermit natürlich uneingeschränkt empfehlen will, so einmalig und unvergleichlich.
Fazit: David Eddings sollte man gelesen haben. Lasst euch diesen Spaß nicht entgehen.