Die Ereignisse, die in „Der Ruf" begonnen haben, finden hier ihre Fortsetzung. Der Krieg gegen die Phaerimm, der in den Auranoch begonnen hatte, breitet sich immer weiter aus. Auch die Freude über das Erscheinen der Umbravar, die mit ihren gewaltigen Zaubern als große Verstärkung auf den Kampfplätzen erschienen, ebbt schnell ab. Denn die Erzmagier spielen ihr eigenes Spiel und nur sie allein kennen die Regeln. Gewaltige Veränderungen, die sich abzeichnen, wurden hier in eine Trilogie gepackt, die jedoch die in die gesetzten Erwartungen nicht erfüllen kann.
Der zweite Band der Trilogie führt den Leser zu immer neuen Schauplätzen und Figuren. Zahlreiche Schlachten werden geschlagen. Mit vielfältigen Worten werden Angriff, Verteidigung, eingesetzte Zauber der Parteien und deren Sieg oder Niederlage beschrieben. Allerdings zieht dies sich durch das ganze Buch, so dass die Seiten selbst lediglich aus den Beschreibungen von Kampf und Blut zu bestehen scheinen. Die Geschichte wirkt zäh und das Potential, das in den Ideen steckt ist zwar erkennbar aber nicht wirklich ausgearbeitet.
Die Unmenge an auftauchenden Personen verwirrt den Leser und macht es schwierig der Geschichte zu folgen. Da die Szenenwechsel sich oft auf unterschiedliche Schlachten beziehen fällt es schwer, Unterschiede zu erkennen. Fans des Rollenspiels und der Serie werden sicher gerne das Buch in die Hände nehmen.
Für alle anderen ist es eindeutig zuviel Gemetzel. Etwas weniger cineastisch unglaubliche Kämpfe wären vielleicht besser gewesen.