"Die Beichte" ist der erste Teil aus der Serie um die Ärztin und forensische Psychiaterin Jo Beckett. Meg Gardiner ist es gelungen, mit Jo Beckett und der Polizisten Amy Tang, zwei Figuren zu erschaffen, die richtig Frauenpower haben und bei denen auch die schwache Seite nicht zu kurz kommt. Diese Mischung macht die beiden Figuren unglaublich sympatisch und man genießt jede Seite in dem Buch auf der man sie durch die Story begleitet. Meg Gardiner lässt ihre Leser im Bezug auf die Figur Jo Beckett lange im Dunkeln tappen. Am Anfang erfährt man nur das Nötigste und es bleiben viele Fragen im Raum stehen. Geschickt baut sie nach und nach immer mehr Informationen aus ihrer Vergangenheit in die Geschichte ein, bis sich der Schleier um sie lüftet.
Jo Beckett arbeitet als freie Beraterin für die Polizei und wird zu einem Autounfall gerufen, bei dem 4 Menschen ums Leben kommen. Ein BMW stürzt von einer Brücke und zerquetscht einen VAN. Zuerst ist es für sie noch nicht ersichtlich, warum ihre Hilfe bei einem anscheinend normalen Verkehrsunfall benötigt wird. Aber schon nach einem kurzen Gespräch mit Amy Tang und einer oberflächlichen Untersuchung der Leiche in dem BMW wird klar, dass es sich keinesfalls um einen "normalen" Unfall mit Todesfolge handelt. Ein mit Lippenstift geschriebenes Wort auf dem Schenkel der Frau, wirft eine Menge Fragen auf. Im Laufe der folgenden Ermittlungen stoßen sie auf eine Gemeinschaft, die sich "Club der schmutzigen Geheimnisse" nennt. Nach und nach kommen immer mehr grausame und bizarre Details dieses Clubs ans Tageslicht, die jenseits von gut und böse sind. Erpressung, Gewalt und kranke Spiele stehen an der Tagesordnung. Jo und Amy finden heraus, dass auch die Opfer zweier bisher ungeklärter Todesfälle in jüngster Zeit, Mitglieder dieses Clubs waren.
Was für eine Rolle spielt die bei dem Autounfall ums Leben gekommene Staatsanwältin Callie Harding in dem Club, dem nur Persönlichkeiten oder wohlhabende Menschen beiwohnen. Gibt es vielleicht eine undichte Stelle in dieser verschwiegenen Gemeinschaft, denn es kommen noch weitere Mitglieder auf dubiose Weise ums Leben. Ist es ein Rachefeldzug eines ausgestoßenen Mitgliedes, oder ist es eine Person die durch den Club extrem zu leiden hatte? Die Zeit wir knapp für Jo und Amy, denn die "angeblichen" Selbstmorde geschehen in einem Abstand von 48 Stunden.....