Die "Befreiung" befasst sich ausschließlich mit den Kämpfen im Westen, bzw. der Italienfront. Angefangen bei der Aktion Overlord, der alliierten Landung in der Normandie über die Befreiung von Paris, die Monte Cassino Schlacht, Market Garden, die unseelige Ardennenoffensive und die Rheinüberquerrung bei Remagen bleibt Guido Knopp seinem alten Konzept treu, die Vorgänge detailgetreu, spannend und kurzweilig zu erzählen. Betroffene Soldaten und Zivilisten beider Seiten kommen zu Wort, um persönliche Ansichten und Schicksale zu schildern. Damit gewinnt dieses Buch einen autentischeren Eindruck und erzeugt Betroffenheit bei dem Leser.
Dieses Rezept wendet er aber nur sehr einseitig an. Immer werden deutsche Verbrechen geschildert und dann tränenreich kommentiert. Natürlich hat es diese Untaten gegeben und diese müssen auch verarbeitet werden.
Die alliierten Verbrechen finden aber nicht statt.
Auch die Alliierten haben zumindest am Anfang der Invasion Kriegsgefangene erschossen, dt.Frauen wurden nicht nur von Rotarmisten vergewaltigt, usw.
Wenn mal die political korrekte Schilderung einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung weichen würde, wäre das ein großer Fortschritt.