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Seine Recherchen belegen zweifelsfrei, dass Abu Ghraib kein Betriebsunfall war. Die bestialischen Folterungen waren nicht das Werk irrlichternder Masochisten -- und sie waren auch keine Einzelfälle, wie man mittlerweile unter anderem aufgrund Hershs akribischer Recherchen weiß. Die Befehlskette lässt sich vielmehr von den ausführenden Folterknechten bis zu Rumsfeld und Bush verfolgen. Doch das ist leider längst nicht alles, was Hersh an unfassbaren Details über den Skandal der US-Sicherheitspolitik nach dem 11. September enthüllt. Wohin der Autor seinen scharfen Blick auch wendet ob auf die militärischen Strategien in Afghanistan oder im Irak, den Umgang mit Verbündeten, der UNO, dem Völkerrecht, der amerikanischen Demokratie und den Gefangenen in US-Militärgefängnissen es ist ein Blick ins Bodenlose!
"Das Rätsel ist", hat Hersh in einem Interview gesagt, "wie acht oder neun verrückte Neokonservative die Regierung übernehmen konnten. Sie haben den Präsidenten überzeugt. Sie haben den Kongress niedergerungen, das Militär kleingekriegt, das diesen Krieg hasst, und sie haben die Presse eingeschüchtert. Ich verstehe das alles nicht. Das ist ganz sicher noch ein eigenes Buch wert." -- Auch wenn wir es für unwahrscheinlich halten, dass Hersh auf diese Fragen so schnell eine plausible Antwort findet, auf dieses Buch sind wir schon sehr gespannt! -- Andreas Vierecke
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hintergründe jenseits aller Vertuschungsdiplomatie ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Befehlskette. Vom 11. September bis Abu Ghraib (Taschenbuch)
Anlässlich der jüngsten Ausweichmanöver der US-Außenministerin Condoleezza Rice merkt man besonders, wie wichtig die Enthüllungs-Arbeiten des New Yorker Star-Journalisten Seymour M. Hersh sind. Der Missbrauch der CIA (nicht nur die gern verheimlichten globalen Zeugen-Verschleppungen), das Umgehen der Genfer Menschenrechts-Konvention durch Auslagerung entsprechender CIA-Aktivitäten in entfernte Länder, das Delegieren an Folter-Behörden nicht-amerikanischer Staaten etc. - all diese Dinge machen eine nüchterne Sprache jenseits aller Verschleierungs-Taktiken dringend nötig. Hersh zusammenfassend kann man wohl sagen: In Washington bemühen sich Partei-Ideologen die Oberhand zu gewinnen über Verwaltungen, in denen durchaus kompetente und Analyse-fähige Mitarbeiter sitzen. Diese wehren sich zum Teil mit legalen, Behörden-internen Mitteln - oder wenden sich, bei dienstlichem Misserfolg, auch schon mal gern an die New York Times und ihrer Enthüllungs-Ikone Seymour Hersh. Denn nicht alle handeln in Washington im Gefühl, direkt von Gott beauftragt und somit auf einem zweifelsfrei richtigen Weg zu sein. Ein Mut gebendes Beispiel ist jener aktuell vom Senator John McCainin in den US-Senat eingebrachte Gesetzes-Entwurf, der (mit breiter Zweiparteien-Unterstützung) eindeutig US-Bürgern das Foltern untersagen soll (ungeklärt weiterhin, ob man statt dessen befreundete Regierungen damit beauftragen darf). Zwar poltert Vize-Präsident Cheney noch gegen diesen Gesetzes-Entwurf an, Condoleezza Rice scheint sich aber schon mit taktischen Rückzugs-Gefechten zu beschäftigen. Seymour M. Hersh hat all diese Dinge (Abu Ghraib, Guantánamo Bay etc.) als einer der ersten zur Diskussion gestellt. Er leistet eine wichtige Ergänzungs-Geschichts-Schreibung. Zwar hat Präsident Bush den Kommentar abgegeben: "Seymour Hersh ist ein Lügner." Es könnte jedoch durchaus anders herum sein. Man lese Hersh - statt die Zeit zu vertrödeln mit den offiziellen Beschwichtigungs-Turnereinen der Presse-Sprecher der meisten westlichen Regierungen ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Manchmal ist es besser zu warten,
Von 59200-5 (Laatzen, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Befehlskette. Vom 11. September bis Abu Ghraib (Taschenbuch)
Ich habe das Lesen dieses Buchs zu der Zeit beendet, als George W. Bush behauptete, daß die Beweise, die zur Begründung des Überfalls auf den Irak genutzt wurden, von der CIA gekommen sind. Habe mich erst sehr aufgeregt und mich gefragt, wer denn Recht hat mit seiner Darstellung, der Präsident der "freien" Welt oder einer der bekanntesten, investigativen Journalisten.Denn in diesem Buch schildert Seymour Hersh, daß die Leute, denen George W. Bush seinen Aufstieg verdankt, so lange vollkommen sinnlos immer wieder etwas überprüft haben wollten, daß die CIA schon lange als falsch verworfen hatte, bis sie die Gelegenheit hatten, es über die ihnen gefälligen Medien in die Öffentlichkeit zu bringen. Erst schien es ja, als ob die offizielle Darstellung die Oberhand behalten sollte, jedoch werden jetzt auch in den USA immer mehr Zeitungsartikel veröffentlicht, die diese widerlegen. Wer also, auch wenn die Veröffentlichung schon etwas her ist, sich zu diesem Thema aktuell informieren will, wird um dieses Buch nicht herumkommen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein sehr aufschlußreiches buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Befehlskette. Vom 11. September bis Abu Ghraib (Taschenbuch)
hr. hersh als investigativer journalist und sein team haben bei der recherche zu diesem buch ganze arbeit geleistet. so werden in diesem buch gnadenlos die politischen entwicklungen und verstrickungen der geheimdienste vom 11.09.2001 bis zum fall bagdads aufgezeigt, ohne dabei in die konspirative ecke abzugleiten. für jeden, den die vorgänge im weißen haus interessieren, sollte dieses buch unbedingt lesen.
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