Für Hohlbein-Kenner ist klar: diese Worte passen nicht zusammen, zumindest nicht innerhalb seiner Bücher. Doch es passiert tatsächlich - der Hauptcharakter Anders verliebt sich in ein Mädchen, natürlich nicht in irgendeins, in ein Elbenmädchen. Und damit fangen die Schwierigkeiten erst an.
In Die Bedrohung behandelt Hohlbein nicht nur Rassenhass und Feindseligkeit Fremden gegenüber, sondern auch die Konflikte,die das für den einelznen aufwirft - und diese lehrreiche Geschichte spielt sich nicht in der Realität ab. Ein großes Plus gibt es dafür, dass nicht - wie es oft vorkommt bei Hohlbein - ein Mensch aus "unserer Welt" in eine andere schlittert, sonder dass sich eben gleich die ganze Handlung in dieser, uns zwar fremden, jedoch nicht so unähnlichen Welt, abspielt.
Die Bedrohung ist auch besonders von der Sprache her recht gut gelungen. Wortwitze mit Anders' Namen schleichen sich immer wieder mal in die Handlung und lassen ein Lächeln auf dem Gesicht erscheinen. Eine kleine Kostprobe: "... natürlich wäre es anders geschehen, und es wäre nicht Anders geschehen..."
Alles in allem ist Die Bedrohung ein Genuss, der zugleich eine zarte Liebesgeschichte enthält und uns wieder ins Gedächtnis ruft, was wichtig ist.