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Die Bedrohung
 
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Die Bedrohung [Gebundene Ausgabe]

Gert Loschütz
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
  • Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt; Auflage: 1., Aufl. (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3627001354
  • ISBN-13: 978-3627001353
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 923.481 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gert Loschütz
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Produktbeschreibungen

Martin Halter, Stimmensammler auf dem Waldlehrpfad, FAZ, 4.10.06

"Das Unheimliche kommt bei ihm freilich so heimlich, das Bedrohliche so subtil in der Maske einer aufgeklärten Rationalität und einer knisternden Erotik daher, daß es nie vage, anachronistisch oder surrealistisch wird. Trotz aller programmatischen Verzettelung ist Loschütz' Roman fein durchkomponiert und durchwirkt mit leiser Komik."

Barbara Wegmann, Schleichende Bedrohung, Titel-Magazin, 1. Oktober

"Loschütz hantiert genial und verwirrend mit Trugbildern und Realitäten, täuscht und spielt mit dem Leser. Ein Roman, den man von Anfang an mit feinen Antennen lesen sollte, es lohnt sich. Am Ende ist Loose entschlossener denn je: 'Weiß jetzt, was ich zu tun habe... Werde selbst in den Wald gehen...' Wahnsinn, dieser Roman, im wahrsten Sinne!"

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eigentlich gut, aber... 26. Dezember 2006
Von Prospero
Format:Gebundene Ausgabe
gestern habe ich "die bedrohung" beendet und war hin- und hergerissen. einerseits versteht loschütz sein handwerk und sein stil ist abseits des mainstreams und schafft eine wirklich eigene atmosphäre.

es liegt wohl eher an der linearen und allzu offen präsentierten handlung, dass mich dieses buch nicht derart packen konnte, wie die "dunkle gesellschaft". recht früh ist klar, wohin die reise geht und welches geheimnis hinter den selbstmorden im wald steckt. das wäre nicht weiter schlimm, denn der weg kann das ziel sein. hier gelingt aber meiner meinung nach loschütz das nicht, was ihm in der "dunklen gesellschaft" herausragend glückt: das unheimliche will sich nicht so recht einstellen. vielleicht deswegen, weil die figuren nicht allzu präzise herausgearbeitet sind, sie bleiben etwas undeutlich.

wenn ich es richtig verstanden habe, ist dieser roman vor der "dunklen gesellschaft" entstanden. alle ansätze der wohl späteren romanes finden sich bereits in diesem und doch kommt er eher wie eine fingerübung des autors daher, bevor er sein meisterstück schafft.

alles in allem, starke drei punkte, ganz knapp an der vier gescheitert. wer noch keinen loschütz gelesen hat, sollte aber eher zur "dunklen gesellschaft" greifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Loose, der Ich-Erzähler des neuen Romans von Gert Loschütz, hat lange Jahre als Literaturredakteur im Feuilleton einer Zeitung gearbeitet. Wie so mancher seiner Kollegen schreibt er auch zu Hause an Texten, die er irgendwann veröffentlichen will. Doch er kann im Unterschied zu seinem Hauptberuf in der Zeitung keinen Text wirklich zu Ende bringen. Und dort ist es auch ur der Anruf aus dem Satz, der ihn zur Fertigstellung und zum Abschluss eines Textes nötigt.

Seine Frau Sabine hat er bei der Zeitung kennen gelernt. Sie arbeitet in der Deutschlandredaktion. Als Loose nach einem Streit mit seinem Chefredakteur, der ihm unterstellt, im Cafe zu schreiben, seine Festanstellung kündigt, glaubt er sich endlich am Ziel seiner Träume. Seine zahlreichen Essays will er fertig stellen und in einem kleinen, aber feinen Buch veröffentlichen. Sabine hat seine Arbeit in der Kulturredaktion zwischenzeitlich übernommen, wohl sehr zur Zufriedenheit des Chefs. Doch das stört Loose wenig. Sabine ist geduldig mit ihm, doch als er auch nach über einem Jahr noch keinen einzigen Text, nicht einmal eine Rohfassung fertig stellen konnte, macht sie sich ernsthafte Sorgen.

Da kommt eine Einladung zu einer Tagung gerade recht. Professor Maurer lädt Loose zur Jahrestagung der Botanischen Gesellschaft ein, um die dort Versammelten mit seinem Formulierungstalent zu unterstützen, wie er schreibt. Sabine drängt ihren Mann, hinzufahren, Loose zögert. Was soll er da ? Loose hatte, als er noch die Kulturseiten der Zeitung betreute, zahlreiche unverständliche wissenschaftliche Texte Maurers so überarbeitet, dass sie einem breiten Publikum zugänglich wurden und so über die Zeit nicht unwesentlich zur immer größeren Berühmtheit und vor allem medialen Präsenz des Professors zu allen möglichen Themen aus dem weiten Bereich der Biologie beigetragen.

Loose ist festentschlossen, die Einladung nicht anzunehmen, als ihn ein Artikel in der Rubrik Aus aller Welt" seiner Zeitung seine Meinung ändern lässt:
Die Einwohner der kleinen Ortschaft Niem, nahe B., sind beunruhigt. Seit sich ein vierzehnjähriges Mädchen und ein gleichaltriger Junge in dem an das Dorf grenzenden Wald das Leben genommen haben, reißt die Serie von Selbstmorden nicht mehr ab. Von überall her kommen die Leute, um hier zu sterben, sagte der Bürgermeister. Da es für Ortsunkundige schwer sei, sich in dem undurchdringlichen Gehölz zurechtzufinden,seien es immer wieder die Einwohner, die die Toten aus dem Wald holen müssten. Sie forderten deshalb, den Wald mit einem Zaun zu umgeben."

Er wittert wohl eine Story, die ihm zu einem endlich erfolgreichen Text und Buch verhelfen könnte und sagt zu. Er fährt mit Maurer zusammen mit der Bahn zu dem kleinen abgelegenen Landhotel. Kaum angekommen, lässt Maurer die Katze aus dem Sack und trägt Loose die Leitung einer neuen, von der Botanischen Gesellschaft herausgegebenen Zeitschrift an. Loose hält sich bedeckt, allerdings geht ihm sofort auf, warum seine über alles informierte Frau Sabine ihn so zur Annahme von Maurers Einladung gedrängt hatte. Maurer indes interpretiert Looses Zurückhaltung als höfliche Zusage.

In der Zwischenzeit recherchiert Loose in der nahegelegenen Stadt über die rätselhaften Todesfälle im Wald und stößt auf ablehnende Zurückhaltung. Mehr und mehr beschleicht den Leser das irritierende Gefühl, dass es Loose nicht nur um einen vielleicht interessanten Plot für einen literarischen Versuch geht.

Als die Jahrstagung zu Ende geht, bleibt Loose im Hotel, ohne Maurer zugesagt zu haben. Der bietet einige Tage später Looses Frau Sabine den Job an, die sofort mit Eifer an die Arbeit geht. Da er nicht weiter für seine Unterkunft bezahlen kann, verdingt sich Loose als Nachfolger des verschwundenen Hausmeisters. Dessen Verschwinden flickt Loose spielerisch-paranoid in sein Ideennetz ein.

Er lässt von seiner Suche nach der Ursache der mysteriösen Todesfälle nicht ab. Der Ort des Geschehens zieht ihn magisch an und am Ende weiß der Leser auch, warum.

Ein locker-leicht geschriebener Roman, ganze Teile in abgehackter Tagebuchnotizsprache mit genialen Beobachtungen zur medialen Expertensucht. Ein Roman, der den Leser ganz langsam und unmerklich hineinzieht in die Gedankenwelt des Ich-Erzählers, die sich von Seite zu Seite mehr von der Realität entfernt.
Dennoch kommt der Schluß überraschend und trifft den Leser wie ein Keulenschlag.
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Format:Taschenbuch
Kurzer Roman mit leichtem Mystery-Einschlag und minimal-humoristischen Einlagen. Dies ist insgesamt sicher keine schlechte Geschichte (das Ende gibt einige interessante Rätsel auf), jedoch war mir persönlich der Schreibstil des Autors etwas zu sachlich. Richtig fesseln konnte mich das Buch deswegen zu keinem Zeitpunkt...
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