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Die Bedeutung von "Bedeutung"
 
 
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Die Bedeutung von "Bedeutung" [Taschenbuch]


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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • ISBN-10: 3465022246
  • ISBN-13: 978-3465022244
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 13,4 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.115.357 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hilary Putnam
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hilary Putnam zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Philosophen der Vereinigten Staaten. Dem herrschenden Empirismus stellt er seinen Realismus entgegen, der ihn auch in der Sprachphilosophie zu einer Position führte, die schon im Kern Neuheit und Originalität beanspruchen darf, was selten vorkommt und um so aufregender ist. In dem hier übersetzten Aufsatz "The Meaning of Meaning" hat er seine Position sowie seine Kritik an anderen Auffassungen am ausführlichsten und in leicht fasslicher, nicht technischer Form dargelegt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R. K.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Laien, die sich mit der Bedeutungstheorie in concreto nicht auseinander gesetzt haben, werden bei diesem Buch wohl nicht befriedigt werden. Man könnte nämlich vermuten, dass Putnam hier eine simple, alltagstaugliche Antwort abliefern würde. Wie man sich aber denken kann, liegt diese Vermutung fern jeder Vernunft. Denn zum einen geht der Philosoph in medias res, will sagen, er setzt gewisses Vorwissen voraus. Zum anderen ist Bedeutung nicht einfach zu erklären und eine sehr komplexe Fragestellung (verlangt komplexes Vorwissen). Ich möchte mich auf zweierlei Aspekte konzentrieren. Mir ist erstens wichtig, was der Text beinhaltet, wie Putnam argumentiert und worauf er hinaus will. Zweitens ist mir daran gelegen, die Kritik am Text darzustellen.
In erster Sache schwört Putnam ab von der Theorie, dass "Gedanken im Kopf seien". Das ist eine Metapher. Natürlich ist ein psychischer Zustand im Kopf. Aber Putnam zweifelt daran, dass dieser Zustand irgendwie Extension bestimmt. Um die Bedeutung eines Begriffes zu kennen, setzt dies aber die Kenntnis seiner Extension voraus. Extension ist somit die Gesamtheit eines Begriffes (sein Umfang) und Intensionen mindestens seine notwendigen Merkmale (bzw. Inhalte) - im Übrigen alles vage "definiert". Putnam weicht hiervon aber im Ergebnis ab. Infolge einer Reihe von Argumenten und Gedankenspielen beweist Putnam dies auch (Zwerde, Gold, Tiger, Ulme/Buche etc.). Er folgert somit, dass Extension sozial (Arbeitsteilung, Kooperation) und umweltlich konstituiert und gespeichert/verändert wird. Dass bpsw. nur Experten wüssten, was Gold ist, Laien hingegen die Bedeutung von Gold über dessen Stereotypus (gelbe Farbe, weiches Edelmetall, "Wichtigkeit" etc.) festmachen. (Indexikale, Designatoren lassen wir hier beiseite). Ferner kritisiert er andere Theorien (formale Sprachen, Wahrheitstheorie wie Verifikationismus, analytische Urteile, Davidson, Carnap). Schließlich schlägt er zur Festsetzung von Bedeutung vor, eine Normalform-Beschreibung der Bedeutung des Wortes einzuführen (Vektor für Wasser): syntaktischer Marker (Kontinuativum) + semantischer Marker (natürliche Flüssigkeit) + Stereotyp (farblos, geschmackslos, durchsichtig, durstlöschend etc.) + Extension (H2O).
Hochachtung dafür, dass die Autonomie der privaten Bedeutung geleugnet, zugleich eine extensionalistische Taxonomie empfohlen wird (Externalismus). Worin aber die Kritik? Im Vektor selbst kommt es zu argen Problemen mit der Stereotypdefinition (die heutige Debatte in der kognitiven Semantik beschäftigt sich neben Stereotypen vornehmlich mit Prototypen und Kategorien etc.). Kann der Stereotyp so genau sein, dass er Verunreinigungen im Wasser zulässt ohne dabei die Bedeutung von Wasser zu gefährden? Wenn ich ein Glas voll Wasser trinke, das ich aus dem Wasserhahn habe, dann ist das definitiv kein H2O in Reinsubstanz. Da sind wohl andere Moleküle enthalten (man könnte dem natürlich entgegnen, dass dies kein Wasser sondern Leitungswasser sei, aber das ändert nichts daran, dass auch Leitungswasser wohl in erster Linie Wasser aus der Leitung ist!). Ab wie viel Prozent wird dann eigentlich Wasser nicht mehr Wasser sein? Wer will sich eigentlich die Mühe machen, den Extensionen der Dinge auf die Spur zu kommen? Was ist denn mit äußerst vagen Begriffen wie "Haufen" oder "Spiel"? Putnam kommt zudem leider nicht über den Begriff der Wortbedeutung hinaus (was ist mit Satzbedeutung?). Es wäre ein Leichtes mit einer möglichen Welt die Taxonomie zu kippen und den Bedeutungsbegriff in Quine'scher Manier zu relativieren oder gar sinnfällig zu machen. Außerdem würde trivial gesagt der Fall, dass Gedanken nicht im Kopf seien, die Frage aufkommen lassen, wie sie dann überhaupt kontrolliert werde können? Stalnaker gibt mit seiner zweidimensionalen Semantik Antwort, auch Bierwisch (Zwei-Stufen-Semantik), Jackendoff (konzeptuelle Semnatik) und Brandom leisten einiges hierzu mit seinem Inferentialismus und einer dezidierten Gebrauchstheorie der Bedeutung (jedoch weniger kognitivistisch).
Das Buch ist nun schon ein paar Jahre alt. Insgesamt sind Putnams Leistungen dennoch bahnbrechend gewesen!
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