Eine junge Frau, Halbschwester von Friedrich Barbarossa, wird für ihre Hochtzeit mit einem unbekannten Mann überraschend aus dem Kloster geholt, wo sie von der Welt abgeschnitten fast Ihr ganzes Leben verbracht hat.
Die politischen Verhältnisse sind ihr völlig unbekannt, doch sie muss schnell lernen. Es wird von ihr verlangt, sich wie eine "Stauferin" zu verhalten, obwohl sich nicht weiß, was es bedeutet. Dazu verliebt sich sich noch in einen Welfen, keinen geringeren als Heinrich den Löwen. Als ihr Bräutigam in der Nacht vor der Hochzeit ermordet wird, fällt der Verdacht natürlich sofort auf Heinrich, der auch in sie verliebt ist....
Dieses Buch macht süchtig. Einmal begonnen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Es ist Geschichte lebendig dargestellt und zeigt sehr deutlich, wie Frauen als "Handelsware" missbraucht wurden, um Bündnisse abzusichern, aber auch Männer sich manchmal der Vernunft oder dem Herrscher bei Eheschließungen unterorden mussten. Klar - wir wissen es alles aus dem Geschichtsunterricht, aber hier wird es viel greifbarer.
Sehr gut hat mir gefallen, dass Heinrich der Löwe nicht - wie in allen anderen Werken, die ich bisher gelesen habe - als machthungriges Ungeheuer, das über Leichen geht, dargestellt wird, sondern als durchaus liebenswerter Mensch, der eben auch seine Schwächen hat.