Aus der Amazon.de-Redaktion
Kürzlich ernannte
Bild Hans-Werner Sinn zum Chefökonom Deutschlands. Was einigermassen überrascht, wenn man das vorliegende Buch einer genaueren Betrachtung unterzieht. Denn der Münchner ifo-Chef lässt grobe Späne fallen. Seine Hauptforderung: Weg mit den hohen Löhnen, den starren Tarifen und den generösen Sozialleistungen. Die Industriearbeit in Deutschland müsse billiger werden, der Staat als Ausgleich fette Lohnzuschüsse zahlen.
Selbst der Exportboom steht auf Sinns Abschussliste. Er sei pathologisch aufgebläht und könne eine Art Supernova sein, die dem Sterben des Sterns vorausgeht. Denn während sich Deutschland damit brüstet, als Kaufladen der Welt massenhaft Güter ins Ausland zu verkaufen, schrumpft ebenso dramatisch die heimische Fertigungstiefe und mit ihr die Zahl der Arbeitsplätze und das Wirtschaftswachstum insgesamt. Die Basar-Ökonomie steigere zwar die Gewinne der heimischen Firmen und sei insofern nichts Negatives. Gleichzeitig aber breche die Industriebeschäftigung im Lande schneller weg, als irgendwo Ersatz geschaffen werden könne. Die Folge: Immer mehr Menschen verlieren ihren Job und wandern statt in andere Sektoren direkt in die Arbeitslosigkeit. Die Arbeiter sind die Verlierer der Globalisierung, klagt Sinn.
Nichts gegen flexible Löhne und gemäßigten Sozialstaat -- aber es darf bezweifelt werden, ob der von Sinn propagierte Billiglohn-Patriotismus den Patienten Deutschland wirklich genesen lassen kann. Denn krankt dieses Land wirklich in erster Linie am hohen Lohnniveau oder nicht vielmehr an der niedrigen Bereitschaft, sich zu wandeln und das Neue zuzulassen -- seien es technische, organisatorische oder gesellschaftliche Innovationen? Und signalisieren Lohnsenkungen nicht eher Qualitätsverlust denn Produktivitätsgewinn? Verführen Sie die Unternehmen nicht dazu, träge zu werden, sprich: ihre Wettbewerbsposition zu optimieren, ohne innovativ zu sein? Und macht die zwanghafte Fixierung auf die Arbeitskosten nicht blind für qualitative Standortfaktoren? -- Barbara Friedhelmi
Pressestimmen
»Bei Sinn findet sich profundes Material zum Verständnis der deutschen Krankheit.« Die Welt »Einer der besten Ökonomen unseres Landes.« Handelsblatt »Glaubwürdige, statistisch untermauerte Argumentation für Top-Manager und Politiker« Capital »Auch gerade wer Sinns These nicht teilt, sollte die „Basar-Ökonomie“ als wichtiges Element in der Debatte lesen.« Süddeutsche Zeitung »Sinns Warnung ist überzeugend ... Sinns Buch sollte zur Pflichtlektüre für die Seehofers dieser Welt werden.« Rolf Ackermann für Wirtschaftswoche »Wie kein zweiter der ökonomischen Institutspräsidenten versteht es Sinn, seine Sichtweise der Dinge dem Leser in klarer Schreibe deutlich zu machen.« Rheinischen Merkur
Kurzbeschreibung
In der deutschen Wirtschaft geht es immer mehr zu wie auf einem Basar: Billig im Ausland produzierte Teile werden in Deutschland endmontiert, mit dem Schild „Made in Germany“ beklebt und teuer verkauft. Das ist zwar gut für die Exportstatistik, aber schlecht für den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum. Mit neuen Einsichten und Argumenten zeigt Hans-Werner Sinn, woran die deutsche Wirtschaft krankt. Der ifo-Chef und Autor des Bestsellers Ist Deutschland noch zu retten? legt in einer spannend geschriebenen Abhandlung dar, was passieren muss, wenn Deutschland nicht zum Verlierer der Globalisierung werden will. Wenn Sie Hans-Werner Sinn als Redner buchen möchten, kontaktieren Sie bitte die Econ Referenten-Agentur. Für alle weiteren Anfragen kontaktieren Sie bitte unser Veranstaltungsteam oder die Presseabteilung.
Über den Autor
Hans-Werner Sinn ist Professor für Nationalökonomie und Finanzwirtschaft und Präsident des renommierten Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München. Er war Vorsitzender des traditionsreichen Verein für Socialpolitik und hat unzählige Fachartikel und -bücher geschrieben. Er ist Autor des Bestsellers "Ist Deutschland noch zu retten?"