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Die Basar-Ökonomie: Deutschland: Exportweltmeister oder Schlusslicht?
 
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Die Basar-Ökonomie: Deutschland: Exportweltmeister oder Schlusslicht? (Gebundene Ausgabe)

von Hans-Werner Sinn (Autor)
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 247 Seiten
  • Verlag: Econ; Auflage: 1 (Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 343018536X
  • ISBN-13: 978-3430185363
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 262.384 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kürzlich ernannte Bild Hans-Werner Sinn zum „Chefökonom Deutschlands“. Was einigermassen überrascht, wenn man das vorliegende Buch einer genaueren Betrachtung unterzieht. Denn der Münchner ifo-Chef lässt grobe Späne fallen. Seine Hauptforderung: Weg mit den hohen Löhnen, den starren Tarifen und den generösen Sozialleistungen. Die Industriearbeit in Deutschland müsse billiger werden, der Staat als Ausgleich fette Lohnzuschüsse zahlen.

Selbst der Exportboom steht auf Sinns Abschussliste. Er sei pathologisch aufgebläht und könne „eine Art Supernova sein, die dem Sterben des Sterns vorausgeht“. Denn während sich Deutschland damit brüstet, als „Kaufladen der Welt“ massenhaft Güter ins Ausland zu verkaufen, schrumpft ebenso dramatisch die heimische Fertigungstiefe und mit ihr die Zahl der Arbeitsplätze und das Wirtschaftswachstum insgesamt. Die „Basar-Ökonomie“ steigere zwar die Gewinne der heimischen Firmen und sei insofern nichts Negatives. Gleichzeitig aber breche die Industriebeschäftigung im Lande schneller weg, als irgendwo Ersatz geschaffen werden könne. Die Folge: Immer mehr Menschen verlieren ihren Job und wandern statt in andere Sektoren direkt in die Arbeitslosigkeit. „Die Arbeiter sind die Verlierer der Globalisierung“, klagt Sinn.

Nichts gegen flexible Löhne und gemäßigten Sozialstaat -- aber es darf bezweifelt werden, ob der von Sinn propagierte Billiglohn-Patriotismus den Patienten Deutschland wirklich genesen lassen kann. Denn krankt dieses Land wirklich in erster Linie am hohen Lohnniveau oder nicht vielmehr an der niedrigen Bereitschaft, sich zu wandeln und das Neue zuzulassen -- seien es technische, organisatorische oder gesellschaftliche Innovationen? Und signalisieren Lohnsenkungen nicht eher Qualitätsverlust denn Produktivitätsgewinn? Verführen Sie die Unternehmen nicht dazu, träge zu werden, sprich: ihre Wettbewerbsposition zu optimieren, ohne innovativ zu sein? Und macht die zwanghafte Fixierung auf die Arbeitskosten nicht blind für qualitative Standortfaktoren? -- Barbara Friedhelmi



Kurzbeschreibung

In der deutschen Wirtschaft geht es immer mehr zu wie auf einem Basar: Billig im Ausland produzierte Teile werden in Deutschland endmontiert, mit dem Schild „Made in Germany“ beklebt und teuer verkauft. Das ist zwar gut für die Exportstatistik, aber schlecht für den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum. Mit neuen Einsichten und Argumenten zeigt Hans-Werner Sinn, woran die deutsche Wirtschaft krankt. Der ifo-Chef und Autor des Bestsellers Ist Deutschland noch zu retten? legt in einer spannend geschriebenen Abhandlung dar, was passieren muss, wenn Deutschland nicht zum Verlierer der Globalisierung werden will.

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36 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Aufhören gegen den Wind zu segeln!!, 7. November 2005
Von Ein Kunde
“Die Basar-Ökonomie“ kann als aktuelle Ergänzung zu “Ist Deutschland noch zu retten?“ gesehen werden. Gewohnt sachbezogen und ökonomisch fundiert gibt Prof. Sinn weitergehende Erläuterungen zu seinen dort aufgestellten Thesen und Antworten auf die Gegenargumentation seiner Kritiker. Im Mittelpunkt steht dabei der von ihm geprägte Begriff der “Basar-Ökonomie“.

Alle Sachverhalte werden ausführlich dargestellt und sehr überzeugend belegt. Seine wichtigsten Feststellungen sind die folgenden.

· Deutschland hat mit seinen viel zu hohen Lohnkosten ein massives Struktur- und kein Konjunkturproblem! Das Stemmen gegen den unabdingbaren Faktorpreisausgleich durch die Globalisierung ist dumm und verheerend! So verpaßt unser Land die große Chance, die sich ihm hier bietet!

· Die Export(vize)weltmeisterschaft ist kein Indiz für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes! Kurzfristig bleiben die Unternehmen durch Verlagerung immer weiterer Teile ihrer Produktion in Niedriglohnländer (Basar-Effekt) konkurrenzfähig, die Arbeitnehmer sind und werden es nicht! Nur durch marktgerechte Löhne können wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben!

Die Argumentation ist nach wie vor betont sachorientiert, die Ansprache gegenüber den Reformkritikern ist aber deutlich klarer geworden! Hierzu kann man den Autor nur beglückwünschen. Bei Leuten die zu einer ökonomisch fundierten Diskussion nicht bereit oder in der Lage sind, sich aber ständig lautstark und populistisch zu Wort melden, ist vornehme Zurückhaltung fehl am Platze!

Prof. Hans-Werner Sinn ist mit diesem Buch eine eindrückliche Untermauerung seiner Thesen und eine schlüssige Widerlegung seiner Kritiker gelungen! Es ist ein neuerlicher Aufruf endlich unser deutsches Erkenntnisproblem zu lösen und uns vernünftig auf die Herausforderungen der Globalisierung einzustellen und sie als Chance zu nutzen, bevor es zu spät ist! Es bleibt zu hoffen, daß wir in Deutschland nicht Realitätsverweigerung bis zum bitteren Ende betreiben und ihn befolgen!

Ein hervorragendes und mit geringen ökonomischen Kenntnissen sehr gut lesbares Buch! Unbedingt empfehlenswert für jeden der ernsthaft daran interessiert ist in der aktuellen Reformdiskussion die Spreu vom Weizen trennen zu können!

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35 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Meister schlägt zurück, 21. Oktober 2005
Von Frank Reibold (Rinteln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
... und trifft mit den Breitseiten gegen seine Kritiker wie immer voll ins Schwarze. Die Argumente sind wie gewohnt spitz formuliert und das Buch ist auch für nicht vorgebildete Leser verständlich.

Während die Herren Bofinger, Hickel und Horn gebetsmühlenartig wiederholen, Deutschland leide an einer zu schwachen Kaufkraft und die Arbeitslosigkeit sei konjunkturell bedingt, weist Sinn nach, dass das nicht stimmen kann.

- nach Angaben der OECD sind sechs Siebtel der Arbeitslosigkeit nicht (!) konjunkturell bedingt
- die eine Billion Euro, die bisher in die neuen Bundesländer flossen, waren ein riesiges Konjunkturprogramm und hätten die Arbeitslosigkeit verringern müssen (was nicht der Fall war, weil die Arbeitslosigkkeit eben nicht aus einem Nachfragemangel herrührt)
- nicht der private Konsum schwächelt, sondern die privaten Investitionen im Inland

Mit dem letzten Punkt sind wir schon beim nächsten Argument der Kritiker angelangt: "Deutschland ist Exportweltmeister". Um die keynesianischen (= nachfragepolitischen) Wirtschaftswissenschaftler mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, verweise ich auf den keynesianischen Nobelpreisträger Paul Samuelson. In dessen Lehrbuch "Volkswirtschaftlehre" (15. Auflage von 1998) kann man auf Seite 483 lesen: "Wenn ein Staat mehr exportiert als importiert, investiert er den Überschuß (Nettoexporte) im Ausland. Diesen Posten nennt man Nettoauslandsinvestitionen." Sinn kommt ebenfalls zu diesem in der Wissenschaft allseits bekannten Ergebnis (Kapitalflucht), welches uns so große Probleme bereitet. Nicht von ungefähr ist der Staat durch unser gutes altes Stabilitätsgesetz verpflichtet, auch auf ein "außenwirtschaftliches Gleichgewicht" zu achten.

Sinn führt dann weiter aus, dass Deutschland sich langsam zu einer Basarökonomie entwickelt: Arbeitsintensive Tätigkeiten werden in Niedriglohnländer verlagert, die Vorprodukte importiert und hier dann nur noch veredelt. Die Löhne entwickeln sich durch die Globalisierung so, dass höher Qualifizierte mehr verdienen und weniger Qualifizierte weniger; die Lohnspreizung nimmt also tendenziell zu (siehe Bofinger: "Wir sind besser, als wir glauben", S. 241-45). Wir sind nicht nur Exportweltmeister, sondern exportieren auch unsere Arbeitsplätze ins Ausland. Das kann man nur stoppen, indem man den Standort Deutschland für Investitionen attraktiver macht. Der Autor weist nach, dass im Grunde Löhne und Steuern die einzigen wichtigen Standortfaktoren sind. Hier muss man zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ansetzen.

Das führt im Schlusskapitel zu der "Aktivierenden Sozialhilfe", die der Autor schon in seinem letzten Buch "Ist Deutschland noch zu retten?" vorgeschlagen hatte: Die Löhne müssen sich wieder (ohne Beeinflussung durch den Staat und die Tarifkartelle) frei am Markt bilden können; dann werden weniger Arbeitsplätze ins Ausland verlagert und das Investieren in Deutschland lohnt sich wieder. Statt einer Sozialhilfe mit fester Höhe zahlt der Staat Lohnzuschüsse. Auf diese Weise können die Löhne sinken, ohne dass es Armut gibt (und der Staat spart auch noch dabei).

Kritiker behaupten, das Statistische Bundesamt und der Sachverständigenrat (die "Wirtschaftsweisen") hätten Sinns These der Basarökonomie widerlegt. Der Autor weist jedoch an Hand von Daten eben dieser Institutionen nach, dass er Recht hat. Es wird gesagt, dass Sinn in diesem Buch keine konkrete Zahl für die angestrebte Lohnsenkung nennt. Das braucht er auch nicht, weil er in diesem Zusammenhang auf sein letztes Buch verweist (s. o.; dort wird eine Lohnsenkung um durchschnittlich 15 Prozent gefordert, für gering Qualifizierte sogar um ein Drittel). Manchmal wird der Eindruck erweckt, die Prozentzahl in der Behauptung, ein zusätzlicher realer Euro Export ziehe 53 Cent exportinduzierte Vorleistungsimporte nach sich, sei nicht belegt. Da muss ich wohl ein anderes Buch haben; denn diese Zahl wird ausführlich besprochen. Eine Grafik, die aus Daten des Statistischen Bundesamtes erstellt wurde, veranschaulicht die Berechnung dieser Zahl.

Wer nur ein Buch zum Thema "Standort Deutschland" bzw. "Globalisierung" kaufen möchte, sollte sich dieses kaufen: Es wird alles von allen Seiten dargestellt und dann an Hand von harten Fakten nachgewiesen, welche Seite Recht hat.

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26 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Gut recherchiert - aber streibar!, 5. Oktober 2005
Von "wernerdrger" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
"Ist Deutschland noch zu retten?" So fragte Professor Sinn, der Chef des Ifo-Instituts, in seinem letzten Buch. Und er fuhr viele Zahlen und Statistiken auf, um zu belegen, dass Deutschland auf dem absteigenden Ast sitzt, dass die Löhne zu hoch sind und die Gewerkschaften zu mächtig. Sein Buch fand breite Zustimmung, wurde ein Bestseller.

In seinem neuen Werk "Die Basar-Ökonomie" schlägt der neoliberale Talkshowkönig in dieselbe Kerbe. Diesmal setzt er sich mit dem "Exportweltmeister" Deutschland auseinander, den er gar nicht dafür hält. Ist es nicht tatsächlich so, dass die Exportstatistik ein schöngefärbtes Bild der Wirklichkeit abgibt? Dass dort auch Artikel auftauchen, die zum Beispiel vom deutschen Discounter in seine Niederlassung in Österreich geliefert werden?

Professor Sinn hat wieder mit Akribie recherchiert. Er fährt Dutzende von Tabellen und Zahlen auf, um seine Sicht der Dinge zu belegen. Dabei geht ihm die Sprache noch etwas flüssiger als in seinem letzten Buch von der Hand, wenn er im Kaffeesatz dieser Zahlen liest. Seine Rhetorik ist dazu geeignet, viele Leser zu überzeugen.

Was ich bedauerlich finde: Sinn schießt sich aufs Negative ein! Er würdigt zu wenig, dass Deutschland mit seinen Exporten, auch wenn man einiges abzieht, vermeintlich moderne Staaten wie die USA oder Großbritanien um Längen überflügelt. Auch finde ich den fortgesetzten Appell, in Deutschland die Löhne zu senken und die Sozialleistungen abzubauen, als fragwürdig. Schließlich wird so die Kaufkraft der Deutschen weiter gewächt und die Binnennachfrage im Keim erstickt.

Wer in der politischen Debatte mitreden will, sollte dieses Buch durchaus lesen, sich aber auch aus anderen Quellen informieren. Ich persönlich habe zum Beispiel durch "Die Reformlüge" von Albrecht Müller viel gelernt.

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4.0 von 5 Sternen Typisch deutsch
Habe als Nichtdeutscher die Qualitäten von Hans Werner Sinn durch sein Buch "Kasinokapitalismus" entdeckt. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von Bücherfreund veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Kann man sich sparen!
Sinn argumentiert auch in seinem Buch in klassischer "Talkshow" Art und Weise. Löhne runter, die restlichen Lohnnebenkosten auch sonst kommen die bösen Chinesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Februar 2007 von Manager

5.0 von 5 Sternen Wissenschaftlich fundiert + flüssig geschrieben
Grundidee: Sinn erklärt den Exportboom bei Massenarbeitslosigkeit mit einem Heckscher-Ohlin-Modell und dem Gesetz des Faktorpreisausgleichs. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Juni 2006 von Markus Breuer

2.0 von 5 Sternen Ökonomen helfen uns nicht weiter
Das Positive vorweg: man ist in einer Stunde durch. Dank großzügiger Typographie und anhaltender Aussage-Redundanz ist Hans-Werner Sinns Zugabe "Die Basar-Ökonomie"... Lesen Sie weiter...
Am 1. Januar 2006 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Sinn hat sich um das Gemeinwesen verdient gemacht
Die Exportweltmeisterschaft Deutschlands ist der argumentative Fels derjenigen, die meinen, die Arbeitslosigkeit in Deutschland sei Folge einer zu geringen Binnennachfrage, die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2005 von caspar170

1.0 von 5 Sternen Professor Sinn stellt die Welt auf den Kopf!
*
In seinem vorletzten Buch erwähnte HWS (Professor Hans-Werner Sinn) auf ein paar Seiten, Deutschland entwickle sich zu einer Basarökonomie. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2005 von Mag Stefan Fügenschuh

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