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Die Bücherdiebin: Roman
 
 

Die Bücherdiebin: Roman [Kindle Edition]

Markus Zusak , Alexandra Ernst
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (497 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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Den Tod muss man nicht fürchten. Er ist nämlich, wie er als Ich-Erzähler von sich selbst in einer Vorbemerkung sagt, „bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen“. Nur hätten die meisten Menschen „einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen“. Mit einem weiteren Vorurteil räumt der Tod gleich zu Beginn auf, dass ihm nämlich die Menschen gleichgültig seien. Im Gegenteil. Ab und zu, so erfahren wir, braucht er sogar eine Auszeit, um sich abzulenken. „Ihr wollt wissen“, fragt er, „wovon ich mich ablenken muss? (…) Es sind die übrig gebliebenen Menschen. / Die Überlebenden.“ Eine solche Überlebende, „eine Expertin im Zurückbleiben“ ist die neunjährige Liesel Memminger. Von ihr handelt dieses wunderbare Buch. Zum ersten Mal begegnet der Tod der neunjährigen Liesel 1939 am Grab ihres kleinen Bruders, wo sie auch ihre Karriere als Bücherdiebin beginnt: Mit Hilfe des Handbuchs für Totengräber lernt sie das Lesen und muss fortan immer wieder Bücher stehlen. Sie „rettet“ auch welche -- vor den Flammen der Nazis. Und hin und wieder bekommt sie auch welche geschenkt. Ihre Liebe zu Büchern muss es sein, die den Tod, der sich selbst hier als großer Erzähler erweist, die Liesel lieb gewinnen lässt. Während um sie herum Bombenhagel alles in Schutt und Asche legen, findet sie Schutz im Keller – und in ihren Büchern.

Der Tod, den der Autor uns hier präsentiert, muss man in der Tat nicht fürchten. Er ist weder böse noch kaltblütig. Und er hat eine Schwäche für Menschen, die lesen und die Bücher lieben. Ist das nicht beruhigend? Und er kann obendrein -- zumindest in der Fantasie Markus Zusaks -- wunderbar erzählen. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de

Pressestimmen

"Mehr als einmal rühren Zusaks bildhafte, kraftvolle, nie kitschige Sprache und Aljinovics eindringliches Lesen zu Tränen." (Die Rheinpfalz, Ludwigshafen)

"Die klare, bildhafte Sprache Markus Zusaks wird in der Hörbuchfassung wunderbar vorgetragen von Boris Aljinovic." (WDR 5)

"Interpret Boris Aljinovic gelingt das Kunststück, nicht nur die formalen Besonderheiten des Romans akustisch deutlich zu machen, vor allem kann er sich je nach Situation auf die jeweilige Stimmung einzelner Szenen einlassen. Emotional, ohne jemals überbordend zu agieren, wird auch im Hörbuch die große Faszination des Stoffes deutlich, denn was ist es für eine grandiose Idee, nicht nur eine historische Geschichte zu erzählen, sondern auch so etwas Phantastisches zu schildern..." (Doppelpunkt)

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2827 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 586 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3570306275
  • Verlag: cbj (4. Dezember 2008)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004OL2B76
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (497 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #2.414 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
490 von 505 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutige und wunderschöne Literatur 13. Juni 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Australier, der eine Geschichte über Nazideutschland erzählt - ungewöhnlich? Nein, denn Autor Markus Zusak hat deutsche und österreichische Wurzeln. Die Erzählungen seiner Eltern über die Bombenangriffe auf München im Zweiten Weltkrieg verarbeitete er in diesem Jugendroman.
Zusak lässt diese ungewöhnliche und anrührende Geschichte nicht aus der Sicht der Bücherdiebin erzählen und auch nicht aus der Sicht eines unbeteiligten Erzählers, sondern aus der Sicht des Todes. Der Tod in diesem Roman ist kein Sense schwingender Knochenmann mit schwarzem Kapuzenmantel, sondern ein interessierter und betroffener Beobachter, der die Menschen nur zum Teil versteht und sich seinen eigenen Reim auf die Geschehnisse macht. Im Jahr 1943, als schließlich die Bomben auf Deutschland herabregnen, ist der Tod bereits unglaublich müde von den tausenden und abertausenden Toten, deren Seelen er wegbringt. Er trifft Liesel Meminger an drei Wendepunkten in ihrem Leben und berichtet rückblickend über das Leben der Bücherdiebin.

Zusak gelingt es, diese Geschichte über das Dritte Reich, die schrecklich und schön zugleich ist, ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Anklage, ohne erdrückende Moral zu erzählen. Er berichtet behutsam vom Krieg, vom Holocaust, von Wahnsinn und Liebe, von Menschen, die sich gegen die Judenverfolgung einsetzen und von Menschen, die Hitler bedingungslos folgen. Diese Geschichte ist naturgemäß eine traurige. Ein einziges Schicksal unter vielen hat der Tod sich hier herausgegriffen, und doch steht Liesel Meminger für viele andere Menschen im Zweiten Weltkrieg.
Zusak greift bereits am Anfang den Ereignissen vor, indem er den Tod berichten lässt, was sich zugetragen hat. Wir ahnen also bereits dunkel - auch wenn der Autor nicht alles enthüllt - was passieren wird. Die letzten Seiten, ja Kapitel, sind dennoch unglaublich traurig, und wie die Bücherdiebin möchten wir auf die Knie sinken und weinen. Es ist fast unmöglich, dieses Buch zu lesen und dabei keine Tränen zu vergießen. Dabei zeigt Markus Zusak seine größte Stärke, nämlich seinen ungewöhnlichen Umgang mit der Sprache. Er schreibt bisweilen poetisch, aber nie schwülstig, bricht die Sätze an ungewöhnlichen Stellen auseinander, greift zu neuen Wortschöpfungen. Er lässt uns staunen und leiden, denn diese Geschichte kann einen nicht kalt lassen.

"Die Bücherdiebin" ist ein mutiges und wunderschönes Stück Literatur, ergreifend, spannend und ungewöhnlich geschrieben. Für Jugendliche und Erwachsene unbedingt empfehlenswert.
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284 von 302 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Gerade eben habe ich die Lektüre dieses ungewöhnlichen, ergreifenden Romans beendet. Die Geschichte handelt davon, wie das Mädchen Liesel, die während des dritten Reiches bereits alle Menschen, die sie liebt, verloren hat, bei ihren Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann aufwächst.

Die Charaktere dieser Ersatzeltern sind überaus liebevoll mit all ihren Fehlern und Schwächen gezeichnet. Die Mutter Rosa hat eine extrem rauhe Ausstrahlung, sie nennt Liesel z. B. Saumensch und wirkt beim ersten Kennenlernen eher unsympathisch. Schon bald zeigt sich aber, dass Rosa zwar eine rauhe Schale aber ein weiches und gutes Herz hat.

Der Pflegevater Hans schließt Liesel sofort in sein Herz, er ist gutmütig und warmherzig.

Im Laufe der Geschichte, die uns vom Tod (dem Sensenmann) erzählt wird, versteckt die Familie einen jüdischen Faustkämpfer in ihrem Keller.
Trotz großer Angst vor Entdeckung kommt es für Hans und Rosa nicht in Frage, den Juden Max davon zu schicken und ihn seinem Schicksal zu überlassen. Das Leben von Max kann erst dann nicht mehr beschützt werden, als Hans einem halb verhungerten jüdischen Mann ein Stück Brot gibt, und er somit ins Visier der Nazis gerät.

Besonders schön und ungewöhnlich sind die im Roman enthaltenen bebilderten Geschichten, die Max als Geschenke für seine Freundin Liesel angefertigt hat.

Es ist für mich immer wieder unglaublich und zutiefst verstörend, dass es im dritten Reich so viele Menschen gegeben hat, die ihren jüdischen Mitmenschen jedes Recht auf Menschlichkeit und Menschenwürde abgesprochen haben. Max malt sich selbst in seiner Geschichte auch nicht mehr als Mensch, sondern als Vogel. (Seine Haare erinnern Liesel an Federn)

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass die Geschichte zum Nachdenken anregt, sei es über Rassenwahn, Vorurteile oder nicht ganz einfache Entscheidungen, die man in seinem Leben zu treffen hat.

Das Schicksal ist nicht planbar und Herzenswünsche sollte man besser schnell verwirklichen, bevor es zu spät ist.

Alles in allem ist dieser Roman sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr gelungen und zu Herzen gehend. Ich kann die Lektüre nur empfehlen !
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regenfisch TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist mir noch nie passiert, das ich nach dem Lesen eines Buches lange vor dem Bildschirm sitze und nicht weiß, wie ich meine Eindrücke in Worte fassen soll...
Zunächst: Ich habe beim Lesen von Markus Zusaks "Die Bücherdiebin" geweint, gelacht, geträumt, gezittert...
es hat in mir unglaublich viele Emotionen ausgelöst wie selten ein Buch zuvor. Es gehört für mich in meine Kategorie "Lebensbuch", das sind Bücher, die sich in mein Herz lesen und die mein Leben ein Stück prägen.
Ich bin einfach sehr froh, dass dieses wunderbare Buch geschrieben wurde.
Der Tod erzählt die Geschichte von Liesel Meminger und er umschreibt die Sterbemomente mit Farben, um das Leid ertragen zu können. Als Liesels Bruder stirbt ist der Himmel weiß, gleißend weiß. Ein bildhaftes und sehr stimmungsvolles Stilmittel des Autors.
Überhaupt ist die Figur des Todes sehr sympathisch, ja der Leser hat fast Mitleid mit dem vielbeschäftigten Gesellen. Behutsam löst er die Seelen aus den Körpern und legt sie auf das Förderband zur Ewigkeit. Was für eine tröstliche Vorstellung! In diesen Szenen wird die äußerst gefühlvolle und einfühlsame Sprache des Autors besonders deutlich. Es sind meine Lieblingstellen.
Zum Inhalt möchte ich gar nichts mehr schreiben, das ist zu Genüge geschehen. Besonders gefallen hat mir, dass ein schreckliches Thema, nämlich das des 2. Weltkrieges, dem Leser nahe gebracht wird ohne zu polemisieren, ohne zu belehren oder zu dozieren, nein, der Autor lässt es den Leser fühlen und miterleben. Und zwar die alltäglichen Schrecken des Krieges. Ich konnte das manchmal kaum aushalten.
Ich war stundenlang in diesem Buch gefesselt, habe mit den Menschen mitgelebt, gefühlt, geweint. Es hat mich Zeit und Tränen gekostet, aber ich habe sehr viel gewonnen: Die Einsicht, dass nicht der Tod der Feind der Menschen ist, nein, der Mensch ist selbst sein größter Feind. Und wir können uns nur gegenseitig vor uns bewahren, in dem wir der Welt ein Stück von uns und von unserer Liebe schenken. Und dieses Buch hat mir ganz viel geschenkt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Top
Ich fands total schön, auch die Zeichnungen fand ich gelungen. Am Besten fand ich die Perspektive des Erzählers, das war mal etwas anderes. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Stunden von Franzi S veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Moderner Klassiker
„Die Bücherdiebin“ würde ich direkt als modernen Klassiker werten, der in keinem Bücherregal fehlen sollte. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von Ekki veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wundervoll trauriges Buch
Der "Tod" erzählt eine Geschichte. Die Geschichte der Liesel. Aus ärmlichen Verhältnissen im 2. Weltkrieg von der Mutter weggegeben an eine Pflegefamilie. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Tagen von Jochen Frahry veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Guter Anfang, langweilige 400 bis 500 Seiten, annehmbares Ende
Hier meine erste Rezension.
Habe das Buch auf dem Flohmarkt gekauft, weil mir der Titel gefiel.
Das Buch fängt gut an. Lesen Sie weiter...
Vor 25 Tagen von samadahom veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen eins der besten Bücher überhaupt
Eine Kindheit im Zweiten Weltkrieg. Die Behörden trennen Liesa von ihrer Mutter und sie wächst bei Pflegeeltern in einer Kleinstadt auf. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von LiesaB. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Buch das wohl jedem Buchliebhaber ans Herz wächst
Als ich das Buch zum ersten Mal sah, hat mich vor allem der Titel angesprochen. Als totale Buchfanatikerin schien mir dieser Titel irgendwie passend. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von dwilhelmy veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen ... hat mein Herz gestohlen
In dieser Geschichte geht es um ein neunjähriges Mädchen mit dem Namen Liesel Meminger, um ihre Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann, um die Himmelstraße 33 in... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Anett Posner veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein schwere Vergangenheit
Klappentext:
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Monja veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ich habe geweint...
Die Geschichte spielt vor und zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Das junge Mädchen Liesel Meminger bekommt im Laufe ihres Lebens Bücher geschenkt oder stiehlt diese zur... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Dramelia veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Jugendbuch, das unbedingt auch in erwachsene Hände...
Liesel Meminger ist neun Jahre alt, als sie 1939 nach Molching zu ihren Pflegeeltern, den Hubermanns kommt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Mirjam veröffentlicht
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Beliebte Markierungen

 (Was ist das?)
&quote;
Liesel rechnete später aus, dass sie noch vier Mal zu Frau Holzinger ging und ihr vorlas, bis die Juden durch Molching getrieben wurden. Sie gingen nach Dachau, um sich zu konzentrieren. &quote;
Markiert von 3 Kindle-Nutzern

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