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Die Bücherdiebin: Roman
 
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Die Bücherdiebin: Roman (Taschenbuch)

von Markus Zusak (Autor), Alexandra Ernst (Übersetzer)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (224 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 608 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (7. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442373956
  • ISBN-13: 978-3442373956
  • Originaltitel: The Book Thief
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (224 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 36 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 10 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Den Tod muss man nicht fürchten. Er ist nämlich, wie er als Ich-Erzähler von sich selbst in einer Vorbemerkung sagt, „bemüht, dieser ganzen Angelegenheit eine fröhliche Seite zu verleihen“. Nur hätten die meisten Menschen „einen tief sitzenden Widerwillen, der es ihnen unmöglich macht, mir zu glauben, so sehr ich auch versuche, sie davon zu überzeugen“. Mit einem weiteren Vorurteil räumt der Tod gleich zu Beginn auf, dass ihm nämlich die Menschen gleichgültig seien. Im Gegenteil. Ab und zu, so erfahren wir, braucht er sogar eine Auszeit, um sich abzulenken. „Ihr wollt wissen“, fragt er, „wovon ich mich ablenken muss? (…) Es sind die übrig gebliebenen Menschen. / Die Überlebenden.“ Eine solche Überlebende, „eine Expertin im Zurückbleiben“ ist die neunjährige Liesel Memminger. Von ihr handelt dieses wunderbare Buch. Zum ersten Mal begegnet der Tod der neunjährigen Liesel 1939 am Grab ihres kleinen Bruders, wo sie auch ihre Karriere als Bücherdiebin beginnt: Mit Hilfe des Handbuchs für Totengräber lernt sie das Lesen und muss fortan immer wieder Bücher stehlen. Sie „rettet“ auch welche -- vor den Flammen der Nazis. Und hin und wieder bekommt sie auch welche geschenkt. Ihre Liebe zu Büchern muss es sein, die den Tod, der sich selbst hier als großer Erzähler erweist, die Liesel lieb gewinnen lässt. Während um sie herum Bombenhagel alles in Schutt und Asche legen, findet sie Schutz im Keller – und in ihren Büchern.

Der Tod, den der Autor uns hier präsentiert, muss man in der Tat nicht fürchten. Er ist weder böse noch kaltblütig. Und er hat eine Schwäche für Menschen, die lesen und die Bücher lieben. Ist das nicht beruhigend? Und er kann obendrein -- zumindest in der Fantasie Markus Zusaks -- wunderbar erzählen. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

„Dies ist eines jener Bücher, die Leben verändern können, weil es Hoffnung vermittelt, ohne je die tiefe Unmoral und Willkür der Zeit zu leugnen.“ (New York Times )

„»Die Bücherdiebin« ist die Geschichte einer Jugend im Dritten Reich, erzählt von einem unglaublich sympathischen Tod, mit prallen Figuren, dramatisch, tragisch und streckenweise komisch.“ (BR )

»Ein literarisches Juwel.« (Good Reading )

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251 von 262 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mutige und wunderschöne Literatur, 13. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Die Bücherdiebin (Gebundene Ausgabe)
Ein Australier, der eine Geschichte über Nazideutschland erzählt - ungewöhnlich? Nein, denn Autor Markus Zusak hat deutsche und österreichische Wurzeln. Die Erzählungen seiner Eltern über die Bombenangriffe auf München im Zweiten Weltkrieg verarbeitete er in diesem Jugendroman.
Zusak lässt diese ungewöhnliche und anrührende Geschichte nicht aus der Sicht der Bücherdiebin erzählen und auch nicht aus der Sicht eines unbeteiligten Erzählers, sondern aus der Sicht des Todes. Der Tod in diesem Roman ist kein Sense schwingender Knochenmann mit schwarzem Kapuzenmantel, sondern ein interessierter und betroffener Beobachter, der die Menschen nur zum Teil versteht und sich seinen eigenen Reim auf die Geschehnisse macht. Im Jahr 1943, als schließlich die Bomben auf Deutschland herabregnen, ist der Tod bereits unglaublich müde von den tausenden und abertausenden Toten, deren Seelen er wegbringt. Er trifft Liesel Meminger an drei Wendepunkten in ihrem Leben und berichtet rückblickend über das Leben der Bücherdiebin.

Zusak gelingt es, diese Geschichte über das Dritte Reich, die schrecklich und schön zugleich ist, ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Anklage, ohne erdrückende Moral zu erzählen. Er berichtet behutsam vom Krieg, vom Holocaust, von Wahnsinn und Liebe, von Menschen, die sich gegen die Judenverfolgung einsetzen und von Menschen, die Hitler bedingungslos folgen. Diese Geschichte ist naturgemäß eine traurige. Ein einziges Schicksal unter vielen hat der Tod sich hier herausgegriffen, und doch steht Liesel Meminger für viele andere Menschen im Zweiten Weltkrieg.
Zusak greift bereits am Anfang den Ereignissen vor, indem er den Tod berichten lässt, was sich zugetragen hat. Wir ahnen also bereits dunkel - auch wenn der Autor nicht alles enthüllt - was passieren wird. Die letzten Seiten, ja Kapitel, sind dennoch unglaublich traurig, und wie die Bücherdiebin möchten wir auf die Knie sinken und weinen. Es ist fast unmöglich, dieses Buch zu lesen und dabei keine Tränen zu vergießen. Dabei zeigt Markus Zusak seine größte Stärke, nämlich seinen ungewöhnlichen Umgang mit der Sprache. Er schreibt bisweilen poetisch, aber nie schwülstig, bricht die Sätze an ungewöhnlichen Stellen auseinander, greift zu neuen Wortschöpfungen. Er lässt uns staunen und leiden, denn diese Geschichte kann einen nicht kalt lassen.

"Die Bücherdiebin" ist ein mutiges und wunderschönes Stück Literatur, ergreifend, spannend und ungewöhnlich geschrieben. Für Jugendliche und Erwachsene unbedingt empfehlenswert.

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219 von 236 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ergreifende Geschichte aus dunkler Zeit - Sehr berührend -, 24. April 2008
Diese Rezension stammt von: Die Bücherdiebin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gerade eben habe ich die Lektüre dieses ungewöhnlichen, ergreifenden Romans beendet. Die Geschichte handelt davon, wie das Mädchen Liesel, die während des dritten Reiches bereits alle Menschen, die sie liebt, verloren hat, bei ihren Pflegeeltern Hans und Rosa Hubermann aufwächst.

Die Charaktere dieser Ersatzeltern sind überaus liebevoll mit all ihren Fehlern und Schwächen gezeichnet. Die Mutter Rosa hat eine extrem rauhe Ausstrahlung, sie nennt Liesel z. B. Saumensch und wirkt beim ersten Kennenlernen eher unsympathisch. Schon bald zeigt sich aber, dass Rosa zwar eine rauhe Schale aber ein weiches und gutes Herz hat.

Der Pflegevater Hans schließt Liesel sofort in sein Herz, er ist gutmütig und warmherzig.

Im Laufe der Geschichte, die uns vom Tod (dem Sensenmann) erzählt wird, versteckt die Familie einen jüdischen Faustkämpfer in ihrem Keller.
Trotz großer Angst vor Entdeckung kommt es für Hans und Rosa nicht in Frage, den Juden Max davon zu schicken und ihn seinem Schicksal zu überlassen. Das Leben von Max kann erst dann nicht mehr beschützt werden, als Hans einem halb verhungerten jüdischen Mann ein Stück Brot gibt, und er somit ins Visier der Nazis gerät.

Besonders schön und ungewöhnlich sind die im Roman enthaltenen bebilderten Geschichten, die Max als Geschenke für seine Freundin Liesel angefertigt hat.

Es ist für mich immer wieder unglaublich und zutiefst verstörend, dass es im dritten Reich so viele Menschen gegeben hat, die ihren jüdischen Mitmenschen jedes Recht auf Menschlichkeit und Menschenwürde abgesprochen haben. Max malt sich selbst in seiner Geschichte auch nicht mehr als Mensch, sondern als Vogel. (Seine Haare erinnern Liesel an Federn)

Sehr gut hat mir auch gefallen, dass die Geschichte zum Nachdenken anregt, sei es über Rassenwahn, Vorurteile oder nicht ganz einfache Entscheidungen, die man in seinem Leben zu treffen hat.

Das Schicksal ist nicht planbar und Herzenswünsche sollte man besser schnell verwirklichen, bevor es zu spät ist.

Alles in allem ist dieser Roman sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr gelungen und zu Herzen gehend. Ich kann die Lektüre nur empfehlen !
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Und sie gingen nach Dachau, um sich zu konzentrieren, 5. September 2009
Von kamelin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Die Bücherdiebin (Audio CD)


Das Hörbuch lag fast ein Jahr in meiner Schublade, bis ich die Kurve bekommen, und es endlich gehört habe. Der Grund für mein langes Zögern war das Thema: Das 3. Reich - nicht gerade ein aufbauender Stoff. Die Buchkritiken waren allerdings derart positiv, dass ich nicht länger widerstehen konnte.

Die Geschichte wird aus Sicht des Todes erzählt, dem die neunjährige Liesel Memminger auffällt, die 1939 mit Mutter und Bruder einen Zug besteigt, um bei einer Pflegefamilie in der Nähe von München unterzukommen. Liesels kleiner Bruder überlebt die Fahrt nicht, doch anstatt mit der Seele des Jungen zu verschwinden, beobachtet der Tod Liesel während der Beerdigung. Die findet auf dem Friedhof ein Buch und steckt es ein. Von da an nennt der Tod sie die Bücherdiebin und kreuzt nun immer wieder ihren Lebensweg, um nach ihr zu sehen.
Liesel findet in ihrer neuen Heimatstadt Freunde, lernt lesen und stiehlt Bücher.
Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, sieht Liesel die Juden nach Dachau ziehen, während ihre Pflegeeltern im Keller einen verstecken. Nachdem Liesels Pflegevater sich hartnäckig weigert, in de NSDAP einzutreten und zudem durch judenfreundliches Verhalten unangenehm auffällt, wird er zwangseingezogen und muss die Familie verlassen. Doch der Tod behält ihn im Auge, genau wie Liesel, die er offensichtlich ins Herz geschlossen hat.

Das Hörbuch hat mich zwei Tage lang an die Couch gefesselt, denn die Geschichte von Liesel, ihren Pflegeeltern, ihrem Freund Rudy und Max, dem Juden im Keller, ist einfach nur herzerwärmend. Der Autor benutzt eine naiv-poetische Sprache, bei der kein Auge trocken bleibt. Das Ganze wird vom König aller Sprecher, Boris Aljinovic, vorgetragen, der für diese Lesung einen Oscar verdient hat. Er trifft einfach jeden Ton und beschreibt mit einfühlsamen Worten, wie zwischen all dem Nazidreck Freundschaften entstehen, wachsen und allen Widerständen zum Trotz erblühen.
Natürlich ist diese Geschichte ein Tränenschocker, aber unter uns: Niemals war Heulen schöner.

Dieses Audiobuch ist eines der seltenen Exemplare, das eine eigene Kategorie braucht, da es das Wertungssystem sprengt. 5 Sterne erscheinen mir reichlich mickrig, in Anbetracht dessen, was man als Zuhörer bekommt. Wer Geschichte fühlen will, ist hier genau richtig.


Die Bücherdiebin
von Markus Zusak
Gekürzte Lesung
6 CDs
7 Stunden 39 Minuten
Gelesen von Boris Aljinovic
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