Kurzbeschreibung
Timothy Hunter ist genau wie jeder andere 13-jährige Junge in London ... bis auf den kleinen Unterschied, dass er möglicherweise der mächtigste Magier seiner Zeit ist.
Wie aus dem Nichts erscheinen eines Tages vier geheimnisvolle Fremde in Tims Leben und machen ihm ein verlockendes Angebot: Er soll in die geheime Künste der Magie eingeweiht werden! Damit beginnt für Tim eine Reise jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Dunkle Kreaturen machen Jagd auf ihn - Gefahren lauern hinter jeder Ecke - und er bekommt es mit mysteriösen Mächten zu tun, die ihn entweder auf ihre Seten ziehen oder tot sehen wollen.
Wie aus dem Nichts erscheinen eines Tages vier geheimnisvolle Fremde in Tims Leben und machen ihm ein verlockendes Angebot: Er soll in die geheime Künste der Magie eingeweiht werden! Damit beginnt für Tim eine Reise jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Dunkle Kreaturen machen Jagd auf ihn - Gefahren lauern hinter jeder Ecke - und er bekommt es mit mysteriösen Mächten zu tun, die ihn entweder auf ihre Seten ziehen oder tot sehen wollen.
Klappentext
Glaubst du an Magie?
Timothy Hunter ist genau wie jeder andere 13-jährige Junge in London bis auf den kleinen Unterschied, dass er möglicherweise der mächtigste Magier seiner Zeit ist.
Wie aus dem Nichts erscheinen eines Tages vier geheimnisvolle Fremde in Tims Leben und machen ihm ein verlockendes Angebot: Er soll ihn die geheimen Künste der Magie eingeweiht werden! Damit beginnt für Tim eine Reise jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Dunkle Kreaturen machen Jagd auf ihn - Gefahren lauern hinter jeder Ecke und er bekommt es mit mysteriösen Mächten zu tun, die ihn entweder auf ihre Seiten ziehen oder tot sehen wollen...
Basierend auf der Bestseller-Reihe Die Bücher der Magie, geschaffen 1990 von Neil Gaiman und John Bolton
Über den Autor
Der Engländer Neil Gaiman, 1960 geboren, arbeitete zunächst in London als Journalist und wurde durch seine Comic-Serie "Der Sandmann" bekannt. Er lebt seit einigen Jahren mit seiner Familie in den USA, in Minneapolis.
Auszug aus Die Bücher der Magie, Bd. 1: Die Einladung von Carla Jablonski. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Einführung von Neil Gaiman
Als ich noch ein Teenager war, nur wenige Jahre älter als Tim Hunter in dem Buch, dass ihr in der Hand haltet, kam ich eines Tages zu dem Entschluss, dass es langsam an der Zeit war, meinen ersten Roman zu schreiben. Das Buch sollte Wilde Magie heißen, und sein Schauplatz war ein kleines Internat in England wie das, dem ich gerade entkommen war nur dass in dem Internat in meinem Roman Magie unterrichtet wurde. In dem Buch kamen ein junger Held namens Richard Grenville und zwei wunderbare Schurken vor, die sich Mister Croup und Mister Vandemar nannten. Es sollte eine Mischung aus Ursula K. Le Guins Erdsee, T. H. Whites Das Schwert im Stein und, na ja, irgendwie meiner eigenen Hervorbringung werden. So hatte ich mir das zumindest vorgestellt. Ich hielt es für die perfekte Romanhandlung, meinen Helden Magie lernen zu lassen, und ich war vollkommen sicher, dass ich sehr überzeugend über Magie schreiben konnte. Ich schaffte etwa fünf Seiten, bevor mir klar wurde, dass ich absolut keine Ahnung hatte, was ich da tat, also ließ ich die ganze Sache bleiben. (Später sollte ich erfahren, dass die meisten Bücher von Leuten geschrieben wurden, die keine Ahnung hatten, was sie taten, die Bücher aber trotzdem zu Ende schrieben. Hätte ich das doch nur damals schon gewusst!) Jahre vergingen. Ich heiratete, bekam Kinder und lernte, wie man Dinge zu Ende bringt, die man angefangen hat. Dann rief mich eines Tages es war 1988 eine Lektorin aus Amerika namens Karen Berger an. Ich hatte gerade angefangen, einen monatlich erscheinenden Comic mit dem Titel Sandman zu schreiben, den Karen betreute, von dem bis dahin aber noch nichts veröffentlicht war. Karen war aufgefallen, dass ich ein detailgenaues Wissen über obskure, unbekanntere DC-Comics-Figuren mit der bizarren Fähigkeit verband, sie zu etwas mehr oder weniger Zusammenhängendem umzuorganisieren. Und daher machte sie mir einen Vorschlag. Willst du nicht mal einen Comic schreiben, fragte sie bei mir an, der einen historischen Abriss der Magie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des DC-Comics- Universums gibt? Eine Art Wer ist wer?, aber mit einer Story? Wir könnten es Die Bücher der Magie nennen. Nein danke, sagte ich und machte ihr klar, wie albern dieser Gedanke war ein Wer ist wer?, das gleichzeitig ein Geschichtsbuch, ein Reiseführer und ein Roman sein sollte? Eine reichlich lächerliche Idee, sagte ich, und sie entschuldigte sich dafür, das Ganze auch nur vorgeschlagen zu haben. Am selben Abend kreisten meine Gedanken kurz vor dem Einschlafen noch einmal um Karens Anruf und darum, was für eine alberne Idee das gewesen war: Eine Ge- schichte, die vom Anfang der Zeit bis zum Ende der Zeit verlief, und irgendwie sollten darin all diese seltsamen Leute vorkommen, und der Leser sollte alles über Magie erfahren Vielleicht war es ja doch nicht so lächerlich. Und dann seufzte ich, weil ich wusste, dass am Morgen alles wieder verschwunden sein würde, wenn ich jetzt richtig einschliefe. Also stieg ich aus dem Bett und schlich zurück in mein Arbeitszimmer, bemüht, niemanden aufzuwecken, während ich schnell ein paar Ideen niederschrieb. Ein Junge. Ja. Es musste ein Junge darin vorkommen. Ein kluger, witziger Junge, der ein bisschen ein Außenseiter war und der irgendwie erfahren würde, dass er das Potenzial hatte, der größte Magier der Welt zu werden sogar noch mächtiger als Merlin. Und es würden vier Begleiter vorkommen, die ihn durch die Vergangenheit, die Gegenwart, andere Welten und endlich die Zukunft führten, ganz ähnlich wie die Geister, die Ebenezer Scrooge in Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte begleiten. Ich dachte einen Augenblick daran, ihn Richard Grenville zu nennen, nach dem Helden jenes Buchs, das ich nie geschrieben hatte, aber das klang irgendwie zu heroisch (der ursprüngliche Sir Richard Grenville war immerhin ein Kapitän, Abenteurer und Forscher gewesen). Also nannte ich ihn Tim, wahrscheinlich, weil die Monty-Python- Truppe aufgezeigt hatte, dass Tim ein ausgesprochen unwahrscheinlicher Name für einen Zauberer war, oder aus einer schwachen Erinnerung an Margaret Storeys magische Kindergeschichte Timothy and the Two Witches heraus. Ich überlegte mir, dass sein Nachname vielleicht Seekings lauten könnte, und so hieß Tim denn auch im ersten Entwurf, den ich Karen schickte in gewissem Sinn ein Tribut an John Masefields packende Geschichte über Magie und Schmuggler, Das Mitternachtsvolk. Aber Karen fand das ein bisschen zu wörtlich, also wurde er mit einem einfachen Federstrich zu Tim Hunter. Und als Tim Hunter setzte er sich auf, blinzelte, putzte sich die Brille mit dem T-Shirt und ging in die Welt hinaus. (Ich bin nie dazu gekommen, die kleine englische Privatschule, in der Magie unterrichtet wird, in einer Geschichte zu verwenden, und ich nehme an, das werde ich jetzt auch nicht mehr tun. Aber ich war sehr erfreut, als Mr. Croup und Mr. Vandemar schließlich in einer Geschichte über das Leben in Londons Untergrund auftauchten, die ich Niemalsland nannte.) John Bolton, der erste Künstler, der Tim zeichnete, hatte einen Sohn, der gerade im richtigen Alter war, und daher wurde er Johns Modell für Tim mit seinem zerzausten Haar und der Brille. Und 1990 wurden die ersten vier Bände von Comics, die zum ersten gezeichneten Bücher-der- Magie-Roman wachsen sollten, veröffentlicht. Schon bald hatte Tim eine monatliche Comicserie, die seine Abenteuer, seine Missgeschicke und seinen eher trägen Lernprozess verfolgte, wie sie vom Autor John Ney Reiber niedergeschrieben wurden, der Tim viel gegeben hat vor allem Molly. In dieser neuen Reihe von Romanen ohne Bilder hat sich nun Carla Jablonski einer herausfordernden Aufgabe ge- stellt: Sie hat nicht nur Tims alte Geschichten adaptiert, sondern sie erzählt auch neue, und hat damit die Biografie eines jungen Mannes erweitert, der vielleicht einmal der mächtigste Magier der Welt sein wird. Selbstverständlich nur, falls er es schafft, so lange zu überleben Neil Gaiman Mai 2002
Als ich noch ein Teenager war, nur wenige Jahre älter als Tim Hunter in dem Buch, dass ihr in der Hand haltet, kam ich eines Tages zu dem Entschluss, dass es langsam an der Zeit war, meinen ersten Roman zu schreiben. Das Buch sollte Wilde Magie heißen, und sein Schauplatz war ein kleines Internat in England wie das, dem ich gerade entkommen war nur dass in dem Internat in meinem Roman Magie unterrichtet wurde. In dem Buch kamen ein junger Held namens Richard Grenville und zwei wunderbare Schurken vor, die sich Mister Croup und Mister Vandemar nannten. Es sollte eine Mischung aus Ursula K. Le Guins Erdsee, T. H. Whites Das Schwert im Stein und, na ja, irgendwie meiner eigenen Hervorbringung werden. So hatte ich mir das zumindest vorgestellt. Ich hielt es für die perfekte Romanhandlung, meinen Helden Magie lernen zu lassen, und ich war vollkommen sicher, dass ich sehr überzeugend über Magie schreiben konnte. Ich schaffte etwa fünf Seiten, bevor mir klar wurde, dass ich absolut keine Ahnung hatte, was ich da tat, also ließ ich die ganze Sache bleiben. (Später sollte ich erfahren, dass die meisten Bücher von Leuten geschrieben wurden, die keine Ahnung hatten, was sie taten, die Bücher aber trotzdem zu Ende schrieben. Hätte ich das doch nur damals schon gewusst!) Jahre vergingen. Ich heiratete, bekam Kinder und lernte, wie man Dinge zu Ende bringt, die man angefangen hat. Dann rief mich eines Tages es war 1988 eine Lektorin aus Amerika namens Karen Berger an. Ich hatte gerade angefangen, einen monatlich erscheinenden Comic mit dem Titel Sandman zu schreiben, den Karen betreute, von dem bis dahin aber noch nichts veröffentlicht war. Karen war aufgefallen, dass ich ein detailgenaues Wissen über obskure, unbekanntere DC-Comics-Figuren mit der bizarren Fähigkeit verband, sie zu etwas mehr oder weniger Zusammenhängendem umzuorganisieren. Und daher machte sie mir einen Vorschlag. Willst du nicht mal einen Comic schreiben, fragte sie bei mir an, der einen historischen Abriss der Magie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des DC-Comics- Universums gibt? Eine Art Wer ist wer?, aber mit einer Story? Wir könnten es Die Bücher der Magie nennen. Nein danke, sagte ich und machte ihr klar, wie albern dieser Gedanke war ein Wer ist wer?, das gleichzeitig ein Geschichtsbuch, ein Reiseführer und ein Roman sein sollte? Eine reichlich lächerliche Idee, sagte ich, und sie entschuldigte sich dafür, das Ganze auch nur vorgeschlagen zu haben. Am selben Abend kreisten meine Gedanken kurz vor dem Einschlafen noch einmal um Karens Anruf und darum, was für eine alberne Idee das gewesen war: Eine Ge- schichte, die vom Anfang der Zeit bis zum Ende der Zeit verlief, und irgendwie sollten darin all diese seltsamen Leute vorkommen, und der Leser sollte alles über Magie erfahren Vielleicht war es ja doch nicht so lächerlich. Und dann seufzte ich, weil ich wusste, dass am Morgen alles wieder verschwunden sein würde, wenn ich jetzt richtig einschliefe. Also stieg ich aus dem Bett und schlich zurück in mein Arbeitszimmer, bemüht, niemanden aufzuwecken, während ich schnell ein paar Ideen niederschrieb. Ein Junge. Ja. Es musste ein Junge darin vorkommen. Ein kluger, witziger Junge, der ein bisschen ein Außenseiter war und der irgendwie erfahren würde, dass er das Potenzial hatte, der größte Magier der Welt zu werden sogar noch mächtiger als Merlin. Und es würden vier Begleiter vorkommen, die ihn durch die Vergangenheit, die Gegenwart, andere Welten und endlich die Zukunft führten, ganz ähnlich wie die Geister, die Ebenezer Scrooge in Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte begleiten. Ich dachte einen Augenblick daran, ihn Richard Grenville zu nennen, nach dem Helden jenes Buchs, das ich nie geschrieben hatte, aber das klang irgendwie zu heroisch (der ursprüngliche Sir Richard Grenville war immerhin ein Kapitän, Abenteurer und Forscher gewesen). Also nannte ich ihn Tim, wahrscheinlich, weil die Monty-Python- Truppe aufgezeigt hatte, dass Tim ein ausgesprochen unwahrscheinlicher Name für einen Zauberer war, oder aus einer schwachen Erinnerung an Margaret Storeys magische Kindergeschichte Timothy and the Two Witches heraus. Ich überlegte mir, dass sein Nachname vielleicht Seekings lauten könnte, und so hieß Tim denn auch im ersten Entwurf, den ich Karen schickte in gewissem Sinn ein Tribut an John Masefields packende Geschichte über Magie und Schmuggler, Das Mitternachtsvolk. Aber Karen fand das ein bisschen zu wörtlich, also wurde er mit einem einfachen Federstrich zu Tim Hunter. Und als Tim Hunter setzte er sich auf, blinzelte, putzte sich die Brille mit dem T-Shirt und ging in die Welt hinaus. (Ich bin nie dazu gekommen, die kleine englische Privatschule, in der Magie unterrichtet wird, in einer Geschichte zu verwenden, und ich nehme an, das werde ich jetzt auch nicht mehr tun. Aber ich war sehr erfreut, als Mr. Croup und Mr. Vandemar schließlich in einer Geschichte über das Leben in Londons Untergrund auftauchten, die ich Niemalsland nannte.) John Bolton, der erste Künstler, der Tim zeichnete, hatte einen Sohn, der gerade im richtigen Alter war, und daher wurde er Johns Modell für Tim mit seinem zerzausten Haar und der Brille. Und 1990 wurden die ersten vier Bände von Comics, die zum ersten gezeichneten Bücher-der- Magie-Roman wachsen sollten, veröffentlicht. Schon bald hatte Tim eine monatliche Comicserie, die seine Abenteuer, seine Missgeschicke und seinen eher trägen Lernprozess verfolgte, wie sie vom Autor John Ney Reiber niedergeschrieben wurden, der Tim viel gegeben hat vor allem Molly. In dieser neuen Reihe von Romanen ohne Bilder hat sich nun Carla Jablonski einer herausfordernden Aufgabe ge- stellt: Sie hat nicht nur Tims alte Geschichten adaptiert, sondern sie erzählt auch neue, und hat damit die Biografie eines jungen Mannes erweitert, der vielleicht einmal der mächtigste Magier der Welt sein wird. Selbstverständlich nur, falls er es schafft, so lange zu überleben Neil Gaiman Mai 2002