Mit Tantras setzt die Handlung der Avatar-Triologie fort und knüpft an die Ereignisse von „Schattental" an.
Rekapitulieren wir kurz: Mystra vernichtet, Elminster gestorben und Tyrannos nur im letzten Moment von den Talländern zurückgeschlagen.
Mitternacht und Adon, die dem Kampf zwischen Elminster und Tyrannos unbeschadet entkommen konnten, werden verdächtigt, Elminster heimtückisch ermordet zu haben und entsprechend angeklagt. Während Adon sich aus Gram, dass Sune ihm seine Schönheit durch eine tiefe Narbe im Gesicht genommen hat und seinem Glauben zu verlieren droht, gar nicht erst äußerst, wird Mitternacht aus Angst vor ihren Zaubersprüchen diese Chance durch einen Knebel verwehrt. Der dritte im Bunde, Gestaltwandler Kelemvor, sieht sich von den beiden getäuscht und will nicht eingreifen. Einzigst Cyric, unser ehemaliger Dieb, ist bereit, dieser Ungerechtigkeit entgegenzustehen - auch wenn er sich im wesentlichen Informationen von den beiden über die Tafeln des Schicksals erhofft, aber auch in Mitternacht eine wahre Freundin gefunden haben zu glaubt. So befreit er sie mit blutiger Klinge und flieht per Boot über den Ashaba. Doch die Talländer lassen sich diese Schmach nicht bieten und verfolgen die Flüchtigen, an ihrer Spitze Kelemvor...
Der Schreibstil hat sich um 180 Grad gedreht, was im wesentlichen wohl an der Unterstützung von James Lowder liegt, der Autor Scott Ciencin unter die Arme greift (Richard Awlinson ist ein Pseudonym) - im dritten Teil darf übrigens Troy Denning, wohl bekannt von Dark Sun, ran! Störten mich bisher sehr knappe Beschreibungen und dass die Helden kaum charakterisiert wurden, bekommen die Helden endlich Wesenszüge und die Story Schwung. Cyric ist eben nicht mehr nur ein „ehemaliger Dieb" sondern ein fieses Schwein mit nachvollziehbarer Motivation.
Das Layout gehört mit zu dem besten, was mir so in die Augen fiel, macht sich nach dem Lesen wirklich angenehm im Bücherregal!