Als Fan und Spieler der "Vergessenen Reiche" kommt man an den "Times of Troubles" eigentlich nicht vorbei. Das Götter-Pantheon ist einfach ein sehr großer und spannender Teil dieser Welt.
Trotz dieses Wissen und meiner Vorfreude, diese Geschichte nun mal "ausgeschrieben" lesen zu können, gab es wohl kaum ein Buch, durch das ich mich so hindurchquälen musste wie SCHATTENTAL. Es ist wirklich absolut zäh geschrieben, es liest sich wie endlos klebriger Kaugummi, man hat das Gefühl auf der Stelle zu treten. Dies ist keine Übertreibung! Insgesamt habe ich für den Band bestimmt ein Jahr gebraucht, bis ich schließlich durch war.
Für TANTRAS und TIEFWASSER habe ich dagegen vielleicht einen Monat gebraucht, diese Bände sind wirklich viel besser. Die Story kommt voran, die Charaktere werden tiefer, man hat endlich das Gefühl voran zu kommen.
In Band III spitzt sich der Plot dann spannend zum Showdown zu, wobei mir der Schluss dann letztendlich zu knapp geschrieben ist. Dennoch bekommt man Lust auf mehr und möchte möglichst zeitnah erfahren, wie sich Cyric in seiner neuen Rolle so macht...
Was sich jedoch durch die komplette Trilogie zieht ist ein hunziges Lektorat (unzählige Rechtschreibfehler, unvollständige Sätze, doppelte Wörter), eine miese Übersetzung und ein unübersichtlicher Satz. Ich kenne kein Buch wo diese Punkte so sehr auffallen wie in diesen drei Bänden. Wenn es eine "Goldene Himbeere" für Verlage geben würde, Feder & Schwert müsste sie für die Trilogie bekommen.
Insgesamt kann ich mich meinen "Vorrednern" nur anschließen. Die Avatar-Trilogie ist eine tolle Geschichte, die aber leider schlecht erzählt wird. Die Qualität steigt zwar mit jedem Band, dennoch sollte man schon mit den "Vergessenen Reichen" vertraut sein. Für Fans ist die Trilogie, trotz der dürftigen Leistung von Autor(en) und Verlag, auf jeden Fall ein Muss!