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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2003
Als Meisterin im Sezieren von beunruhigenden Emotionen lobt Rezensentin Pia Reinacher Judith Kuckart für ihr neues Buch. Die darin enthaltenen sechs Erzählungen "reden von lauwarmen Gefühlen, von halberotischen Leidenschaften, von mittelmäßiger Liebescourage", lesen wir. "Und sie leuchten unter das Mäntelchen erhabener Verzückung, wo sich Selbsttäuschung und Verdrängung vorsichtig ducken". Die Typen dieser Erzählungen findet die Rezensentin aus dem Leben entliehen, im Zentrum dieser Geschichten stets originelle Einfälle versteckt. Auch die Manöver in der Sparte "Verstrickung und Debakel" beurteilt die Rezensentin in der Regel als gelungen. Auf die Länge der Erzählungen allerdings erweist sich für sie, bei allen erzählerischen Qualitäten, die Fokussierung auf das Thema Damenliebe und -leben als Nachteil: denn mit der Zeit setzt sich in ihr die Einsicht fest, dass es literarisch gesehen zur Beschränkung werden kann, wenn die große Welt in dieser kleinen Welt ausgespart bleibt. Fast hat sie schließlich den Eindruck, dass ihr aus jeder Geschichte am Ende das immer gleiche Gesicht entgegenblickt.
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Pressestimmen
"Judith Kuckart gelingt es in dieser Abrechnungs- und vielleicht auch Rachegeschichte, ihren Figuren mit der notwendigen Härte und der gebotenen Zärtlichkeit auf den Leib zu rücken und dabei der alten Geschichte von Mann und Frau und der energischen Befreiung aus dem Netz eine leichtfüßige Variante hinzuzufügen." (
FAZ )
"Das erzählerische Raffinement dieses Textes ist beeindruckend. Geschickt erzeugt Kuckart hier nicht nur Stimmungen, sondern führt die Personen elegant über Kreuz." (
Süddeutsche Zeitung )
"Judith Kuckart kann brillant schreiben, ihre Sprache ist klug und originell, sie findet überraschende Bilder und Wendungen, die unter die Haut gehen und beim Lesen immer wieder innehalten lassen." (
Wiener Zeitung )