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Die Auswanderer
 
 
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Die Auswanderer [Gebundene Ausgabe]

Gerd Fuchs
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894014075
  • ISBN-13: 978-3894014070
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.216.435 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gerd Fuchs
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Sprachlich genau, mit unbeirrbarer Gründlichkeit, mit angelsächsischem Humor, erzählt er von Krieg und Nachkrieg, von Zerstörung und Wiederaufbau, von Verdrängung und Aufklärung in der Provinz (...) Gerd Fuchs ist ein Chronist des Alltags der deutschen Geschichte.« (Uwe Timm in seiner Preisrede)

»Es gelingt dem Autor, an eine Tradition des Schreibens anzuknüpfen, die hierzulande ausgemerzt und ins Exil vertrieben wurde, obwohl und weil sie mit zum Fruchtbarsten gehört, was im letzten Jahrhundert auf Deutsch zu Papier gebracht wurde. So sind Die Auswanderer auch eine literarische Hommage an die, die gehen mussten. Oder eine Art Heimkehr.« (Christoph Ernst, die tageszeitung)

»Gerd Fuchs zählt zu den wenigen Autoren, die sich historische Stoffe erarbeiten und sie lebendig werden lassen durch ein Ensemble von plastisch gezeichneten Figuren. Dabei hat Fuchs die politischen und sozialen Lebensumstände im Hamburg des wilhelminischen Kaiserreichs ebenso ausgiebig recherchiert wie die Geschichte und Motive der europäischen Auswanderer, den Ver-lauf der Hamburger Choleraepidemie (...) oder den Bau der Hamburger Speicherstadt.« (Stephan Reinhardt, Hessischer Rundfunk) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Kurzbeschreibung

Mehr als 30 Millionen Menschen aus ganz Europa wanderten zwischen 1890 und 1920 aus in die neue Welt und in ein neues Leben. Unter den Amerika-Auswanderern Ende des 19. Jahrhunderts sind der Uhrmacher Simon Kantor mit seiner Frau Ruth und dem neunjährigen Sohn Daniel, die in letzter Sekunde einem Pogrom in Rußland entgangen sind; der Geschichtenerzähler und HAPAG-Werber Tatlin, der flüchtigen Rekruten zu falschen Papieren verholfen hat und deswegen selbst nach Amerika flieht; der Hamburger Werftarbeitersohn Klaus Groth, der nach seiner Militärzeit nach Hamburg zurückkehrt; der frisch examinierte Arzt Albert Werth, Sproß einer alten Sephardenfamilie, der eine aussichtsreiche Heirat mit einer Bankierstochter ausschlägt und als Schiffsarzt anheuert, oder Alma Laufer, eine Ordensschwester, die in Südwestafrika Missionarin gewesen ist. Sie alle treffen 1892, im Jahr der Cholera-Epidemie, in Hamburg zusammen. Auch heute sind Entwurzelung und Auswanderung aktuell – die existenzielle Entscheidung, aufzubrechen in eine ungewisse Zukunft, mit der bloßen Hoffnung auf ein besseres Leben anderswo. Gerd Fuchs hat die Schicksale seiner Helden in einem opulenten Roman miteinander verknüpft und erzählt ihre Lebensgeschichten bis zur Ankunft des Passagierdampfers Saxonia auf Ellis Island vor New York.

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Erinnerung an Millionen Auswanderer, 11. Mai 2005
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Auswanderer (Gebundene Ausgabe)
Der Kulturredakteur und Lessingpreisträger Gerd Fuchs hat sich einer vergessenen Vergangenheit angenommen. Vor hundertfünfzig Jahren wanderten Millionen Deutsche, Millionen anderer Europäer aus, suchten ihr Glück in Amerika. Damals war Deutschland kein Einwanderer-, es war ein Auswandererland wie heute Rumänien oder die Türkei.

Simon Kantor, ein jüdischer Uhrmacher aus Russland, der Soldat Klaus Groth, der Arzt Albert Werth, eine ehemalige Ordensschwester, ein Wechselbetrüger stellen dem Leser stellvertretend für die Vielen ihr Schicksal vor.

Und da ist der HAPAG Werber Tatlin. Denn wie heute auch, ohne Werbung ging nichts und Tatlin wirbt in Russland Auswanderer für die HAPAG Dampfer, die von Hamburg nach New York fahren. Die Fahrt im Zwischendeck ist hart, aber grade noch erschwinglich und in Hamburg betreibt die HAPAG ein eigenes Auffanglager für ihre Kunden.

Mit harten Schnitten wechselt der Text von Szene zu Szene, von einer Person zur nächsten. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Motive, Fuchs stellt uns nicht nur Statisten vor, die sein Thema, „Auswanderer" illustrieren sollen, sondern Personen. Leider beginnt da auch das Problem des Buches.

Das Buch ist im Rahmen eines Projekts entstanden, in dem Hamburg seine Geschichte als Auswandererstadt aufarbeitet. Gerd Fuchs stand unter Zeitdruck. Dem Text merkt man es an. Die verschiedenen Personen haben eine eigene Geschichte, aber oft wird sie lieblos erzählt, langweilig, in Halbsätzen abgehandelt, was eine Szene verdient hätte, vieles blieb Skizze, hätte eine gründliche Überarbeitung verdient. Der Stil ist oft hölzern, bedeutungsschwer. Keiner trampelt über die Treppe, „Es war ein Getrampel auf der Treppe gewesen. Es hatte geklopft." ... „Es war der berühmte Robert Koch gewesen.".

Eine Prise Salz würzt das Essen. Zwei Esslöffel versalzen es.

Fuchs hat das Buch erst im Selbstverlag als BoD (Book on Demand) herausgebracht. Der Nautilus Verlag hat den Roman neu herausgebracht, die Zeit und das Geld für eine gründliche Überarbeitung hat auch er gespart.

Schade. Denn eine gründlich Ausarbeitung hätte daraus einen Schmöker, ein Lesefest, gute Unterhaltung, Literatur und geschichtliches Erinnern in einem Text schaffen können. Eine Art deutsches „das grüne Akkordeon" sozusagen. So ist es ein Erinnerungsbuch geblieben, auch das ist wertvoll.

(C) Hans Peter Roentgen

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Die Auswanderer: interessante Aspeke, 30. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Auswanderer (Broschiert)
Es werden in dem Buch "die Auswanderer" verschiedene Lebenswege und damit Gründe für eine Auswanderung geschildert, Lebenssituationen im damaligen Deutschland dargestellt.

Was dieses Buch nicht bietet sind abgeschlossene Geschichten, denn es endet kurz vor der Ankunft in New York.
Erst beim zweiten Lesen habe ich dies dennoch als interessant empfunden.

Somit ein Buch, das zum Thema Auswandern das damalige Deutschland betrachtet, nicht aber die USA.

Wer sich für das Thema Auswandern im 19 Jahrundert interessiert, dem kann ich auch das Buch "Der lange Weg des Lukas B." empfehlen. Zwar ein Kinderbuch, dennoch ebenso für Erwachsene interessant, weil es das Leben von "Lukas B." (einem Jugendlichen) und Erwachsenen beschreibt. Sie suchen vorübergehend Arbeit in den USA. Es beschreibt sehr gut das Leben im damaligen Deutschland, die Überfahrt, Leben/Arbeiten/Menschen in den USA sowie Rückfahrt und Heimkehr.
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