Über die Jahre habe ich einige seiner Bücher in Originalsprache gelesen. Dieses war die erste Übersetzung, die ich auf Grund einer Beschreibung (TV-Literatur Club??) gekauft habe.
Das Buch habe ich sehr genossen, da ich während jener Zeit (1965-73) in Nigeria gelebt habe und das Land seit 87 wieder regelmässig geschäftlich besuche. So bin ich mit den lokalen Sitten gut bekannt und kenne die Schauplätze sehr gut, denn meine Tätigkeit als Vermesser in der Ölexploration, brachte mich in weite Teile des Landes, aber vor allem in versteckte Winkel des Nigerdeltas. Lagos diente als Platz der Erholung und des Vergnügens. Auch habe ich 73 dort gewohnt und so die beschriebene Entwicklungen aktiv miterlebt.
Wie alle Personen hat WS die junge Expatfrau Monika als typische Blondine im schwarzen Afrika treffend beschrieben hat. Solche Frauen sahen und trafen wir zu jener Zeit in der Stadt und auf dem Land. Sie kamen unvorbereitet an. Hatten keine Ahnung von Klima, Kultur und Sitten. Viele Ehen endeten bald, sei denn sie hatten Kinder, was eine Trennung ohne Aufgabe der Kinder fast unmöglich machte. Dabei muss ich sagen, dass ich einige Mischehen aus jener Zeit kenne, die bis heute glücklich durchgehalten haben.
Etwas störend fand ich den Versuch das lokale ‚Pidgin English' in eine gebrochene deutsche Sprache zu übersetzen, die es gar nicht gibt. Sie vermag nicht den Sinn der lokalen (bildlichen) Sprache zu wiedergeben. Sie dient der vielsprachigen Bevölkerung oft als einziges Verständigungsmittel und wird sogar von der gebildeten Schicht in Familie und unter Freunden gesprochen. Vor allem Leser die Afrika kennen, werden grosse Freude am Buch haben.