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Die Ausbeutung der Enkel: Plädoyer für die Rückkehr zur Vernunft
 
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Die Ausbeutung der Enkel: Plädoyer für die Rückkehr zur Vernunft [Gebundene Ausgabe]

Kurt Biedenkopf
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Propyläen Verlag (1. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3549072929
  • ISBN-13: 978-3549072929
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 423.705 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kurt H. Biedenkopf
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es steht außer Frage: Sozio-ökonomisch ist in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande, wie Kurt Biedenkopf in der Einführung zu diesem lesenswerten Band ebenso schlicht wie zutreffend resümiert, einiges "ganz grundsätzlich schiefgelaufen". So haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, immer neue Wechsel auf eine unsichere Zukunft auszustellen, mit denen wir notdürftig die gegenwärtigen Löcher der öffentlichen Haushalte stopfen und ein entgrenztes Sozialsystem finanzieren. Den nachfolgenden Generationen drohen wir zugleich durch den zukünftigen Zinsdienst die Luft abzuschnüren. Besonders dramatisch ist die Entwicklung im beitragsfinanzierten System der gesetzlichen Altersversorgung. Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr aus dem aktiven Berufsleben ausgeschiedene Anspruchsberechtigte versorgen -- das wird im Rahmen des bestehenden Systems nur mit massiven Leistungskürzungen möglich sein, ohne die aktive Generation zu überfordern. Tatsächlich sei der so häufig beschworene "Generationenvertrag" heute bereits längst aufgehoben: "Die direkte und indirekte Verschuldung lässt sich ebenso als Kündigungsschreiben interpretieren wie die geringe Geburtenrate, die unzureichende Ausbildung der nächsten Generation und die ungenügende Bildung von Kapital für ihre kommenden Aufgaben."

All das wusste Kurt Biedenkopf auch schon vor über einem Vierteljahrhundert. Er gehört zu den wenigen, die bereits seit Ende der siebziger Jahren immer wieder, beinahe schon gebetsmühlenartig auf die ökonomischen, sozialen und politischen Folgen unserer demografischen Entwicklung hingewiesen haben und nicht müde wurden, eine grundsätzliche, an den Tatsachen orientierte, zukunftsfähige, das heißt "enkeltaugliche" Neujustierung nicht nur des Renten-, sondern überhaupt unseres Sozialsystems zu fordern. Zu den Tatsachen, die es nach Biedenkopfs Überzeugung in diesem Zusammenhang zu allererst zu akzeptieren gelte, gehört auch, dass exponentielles Wirtschaftswachstum in "reifen Volkswirtschaften" auf Dauer nicht möglich ist. Es taugt deshalb auch nicht als Planungsmaßstab für eine zukunftsorientierte Politik.

Man muss den Autor dafür fast schon bewundern: Seine Zuversicht hat er bis heute noch nicht verloren. "Wir alle werden zahlen", lautet am Ende sein nüchternes Fazit, "Aber das muss uns nicht umbringen. Ganz im Gegenteil: Vielleicht entdecken wir ja, jeder für sich, mit der Familie, im Kreis der Freunde, in unserem Land und als Deutsche gemeinsame Qualitäten in uns, die wir jetzt dringend brauchen, aber lange nicht in Anspruch genommen haben." Na dann: Kopf hoch! -- Hasso Greb

Pressestimmen

»Wer unser Land voranbringen will, sollte dieses Buch beherzigen..« Wolfgang Clement »Vielleicht sollten die Regierenden doch noch einmal bei Biedenkopf in die Denkschule gehen.« GENERALANZEIGER, Bonn »Das Buch schafft den entscheidenden Test: Man möchte sich nach der Lektüre dringend mit dem Autor darüber unterhalten. Es stellt große Fragen, es enthält Lebensweisheit.« BERLINER ZEITUNG »Biedenkopf verfügt über ein reiches Instrumentarium für die Diagnose der gegenwärtigen Krise.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG »Sein aktuelles Werben für die Belange der Enkel, deren Zukunft die Gegenwärtigen nicht vollends verfrühstücken sollten, liefert  nur einen weiteren Beleg seiner intellektuellen Umtriebigkeit ...« FRANKFURTER RUNDSCHAU »Im Kern entpuppt sich Die Ausbeutung der Enkel als Plädoyer für mehr Freiheit.« FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND »... Dennoch liegt das Verdienst des Autors darin, die Vogel-Strauß-Manier anschaulich zu beschreiben. Biedenkopf stellt die These auf, dass der Gesellschaft nur noch ein Zeitfenster von zehn bis 15 Jahren bleibt, um grundlegende Änderungen bei den Sozialversicherungen vorzunehmen.« STUTTGARTER ZEITUNG

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von C. Ludwig
Format:Taschenbuch
Ich habe das Buch "Die Ausbeutung der Enkel" gelesen, manche Kapitel sogar mehrfach. Fast alles, was hier beschrieben ist, kann ich teilen. Ich möchte nur anmerken, dass bereits Kanzler Helmut Schmidt versucht hat, gegen das Unheil organisierter Besitzstände anzukämpfen.
Expandierende Sozialleistungen, besonders für Banken sind eine absolute Katastrophe. Aber auch Maßnahmen zur Vergangenheitsbewältigung, allein der Umweltbereich oder große Teile des Sozialbereichs verzehren die Ressourcen von meiner Generation und der meiner Kinder und Enkel. Leistungsversprechen können seit den 90`er Jahren immer weniger eingehalten werden. Wen wundert dann, dass Deutschland bei Bildungsstudien schlecht abschneidet, nirgendwo der Einstieg in den Ausbildungsmarkt und in den Arbeitsmarkt so schwer ist, wie in Deutschland. Die einzelnen sozialen Systeme sollten endlich freiheitlich verfasst sein, so dass es zu Effizienz und besseren Ergebnissen für die Menschen kommt.
Ich kann seit meiner Schulzeit nur bestätigen was in diesem Buch geschrieben steht.
Wir sollten mehr Freiheit wagen!
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24 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehr Freiheit wagen 4. April 2006
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Prof. Kurt Biedenkopf ist ein Kenner der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland und er begleitet das politische Geschehen auf der Bühne der Verantwortlichen seit langer Zeit.

Somit ist er oftmals Warner in bezug auf die Rentensituation gewesen und gleichzeitig Zeitzeuge einer Politik, die sich um die Rente bemühte, aber auch die Rente schmälerte.

Das gibt er in diesem Buch zu und beschreibt genau, wie die Rente seit ihrer Einführung 1957 wiederholt gekürzt wurde und noch wird.
Nur den grausamen Zugriff auf die Sozialkassen im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung, den scheint er mir nicht genug gewürdigt zu haben.

Der Autor Kurt Biedenkopf nimmt teil an der allgemeinen Verwunderung über den Missmut in unserem Land und versucht mit diesem Buch Hoffnung auszustreuen, indem er mehr Freiheit einfordert. Damit schließt er sich mit der Kanzlerin kurz.
Mehr Freiheit, was bedeutet das?

Kurt Biedenkopf meint z.B., daß Familien und ähnliche kleine Gebilde besser unterstützt werden sollten, die Bildung der Kinder verbessert werden müßte und daß die "Entgrenzung" auf vielen Gebieten schädlich sei.

Damit (mit der Entgrenzung) spricht er einen Punkt an, der der Natur der Dinge anscheinend widerspricht aber nur auf den ersten Blick.

Entgrenzung ist natürlich auch Freiheit und diese Freiheit wird sich eine Industrie, eine Ökonomie, die in erster Linie den Gewinn als Ziel hat, nicht entgehen lassen.
Wer begrenzt die Gier einer uns alle schädigenden vorwärtstreibenden Ökonomie?

Das ist eine wichtige Frage der Zukunft, die wohl nur in ehrlicher Art zu geben wäre. Und die Vernunft sollte uns dabei helfen oder ein Geist, der ja auch als heilig oftmals benannt wird.

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fennek
Format:Taschenbuch
Leider spulen in Deutschland -die gesamte Gesellschaft betreffend - selbst gestrickt rückwärts gerichtet behindernde

Dinge ab,

über die speziell die "C" - Parteien verpflichtet wären zu sprechen und vorteilig sofort zu ändern,

da diese Aufgaben beeidet sind - und gesetzwidrig verdrängt werden.

Das Verdrängen bewirkt jedoch die Volatilität aller etablierten Parteien, der Kirchen,

der Gewerkschaften und der Deutschen Adminstration.

Was ist dann ?

Dies wäre jedoch ebenso vorteilig steuerbar, wie die Deutsche Demographie seit den 70-igern steuerbar gewesen wäre,

bzw. die Massnahmen zur Deutschen Wiedervereinigung

steuerbar waren, so dass sie reale Vorteile erbracht hätte und nicht Nachteile bis in die nächsten Generationen.

Und nicht den Abstieg von Europa im Asiatischen Jahrhundert selbst fördern würden.

Es sind nur wenige vorgelebte Schlüsselaufgaben.

Ein Teil davon...

Wo Verantwortung, Solidarität und Kreativität verdrängt werden,

dort ist der Abstieg selbst programmiert.

Die Gesellschaft,

die alles geschehen lässt,

die betrügt mit.

Als Erstes sich selbst.

Warum die Kirchen mit staatlich finanzierter Unterstützung,

den Kannibalismus an der eigenen Brut billigen und teils mit gestalten,

das ist Diskrepanz hoch 3;

Kühlschrank-Demokratie hat keine Lebensdauer !
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