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Die Augen des ewigen Bruders.
  
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Die Augen des ewigen Bruders. [Unbekannter Einband]


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Stefan Zweig
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mad Circus TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Stefan Zweig widmet sich in "Castellio gegen Calvin" innerhalb seines Werkes nicht zum ersten Mal dem Zeitraum der Reformation. Auch in diesem historischen Essay lässt er anhand zweier Protagonisten und Symbolfiguren dieser mittelalterlichen Epoche die Prinzipien von Totalität/Ideologie und Toleranz/Menschlichkeit gegeneinander laufen und zeigt auf, dass man sich immer gegen Despotie und Unterdrückung wehren kann und sollte, auch wenn der äußerliche Widerstand lebensbedrohlich wird.
Sehr präzise ist die Moral herausgearbeitet, die uns an unser Gewissen mahnen soll, dass keine noch so gut klingende (politische) Sache durch Gewalt zu erzwingen sein kann und es vielmehr andersherum gehen müsse, dass Menschen sich ihre Wahrheit selbst wählen und mit ihren differierenden Weltanschauungen friedlich koexistieren können. Das gerade Menschliche heißt zu lernen den Andersdenkenden zu achten (ganz im Sinne von Rosa Luxemburg: "Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden)
Zweig stellt sich somit gegen jedwede Gesinnungsdiktatur und sagt: " Unsere Welt hat Raum für viele Wahrheiten und nicht nur für eine, und wenn die Menschen wollten, könnten sie ..." usw. (S.156)
Ebenso fordert Zweig das ein, was Karl R. Popper tendenziell mit der "intellektuellen Redlichkeit" meinte, auch wenn sich dies hier besonders auf die Exegese der Bibel und auf Religionsfreiheit bezieht: "Alle Wahrheiten, insbesondere aber die religiösen, seien bestreitbar und vieldeutig, 'darum ist es anmaßend, über die Geheimnisse, die Gott allein angehören, mit solcher Rechthaberei zu streiten, als ob wir teilhätten an seinen verborgensten Plänen, und es ist Hochmut, sich eine Gewissheit über Dinge vorzutäuschen und vorzuspiegeln, von denen wir im Grunde nichts wissen".

Unser menschliches Wissen ist begrenzt und noch viel mehr unser individuelles Wissen und wenn wir glauben, wir hätten das Recht aufgrund unserer Annahmen und Meinungen andere Menschen zu unterdrücken, dann fehlt uns die gesunde Ehrfurcht vor dem was Wissen an sich darstellt, wie dies Sokrates am eindruckvollsten in der Philosophiegeschichte verkörperte.
Der Zusammenprall von Gewissen und Gewalt ist humanistisch immerschon vorgeschrieben und Zweig macht klar: "...Blut beschmutzt jede Idee, Gewalt erniedrigt jeden Gedanken." (S.158) und warnt somit exemplarisch vor jederlei extremistischer Auslegung und Handhabung von Weltbildern und -anschauungen.

Zweig's historische Erzählung ist reich an sprachlichen Bildern, aber auch Fragen und Imperativen. Er hält die humanistische Idee hoch, auch wenn manchmal das Idealistische ein bisschen zu aufgeladen wirkt, so zeigt sich darin nicht nur seine Zeit, sondern auch darüberhinaus die unsrige, denn das "sinnvolle Paradox" ist ja, dass man das, was man die humanistische Idee nennen könnte nicht überbetonen kann, auch wenn sich die Ergebnisse nicht immer gleich zeigen. Zweig schreibt: "Weil die Gewalttätigkeit sich in jedem Zeitalter in andern Formen erneut, muß auch der Kampf gegen sie immer wieder von den Geistigen erneuert werden; nie dürfen sie flüchten hinter den Vorwand, zu stark sei zur Stunde die Gewalt und sinnlos darum, sich ihr im Wort entgegenzustellen. Denn nie ist das Notwendige zu oft gesagt und nie die Wahrheit vergeblich. Auch wenn es nicht siegt, so erweist doch das Wort ihre ewige Gegenwart, und wer ihr dient in solcher Stunde, hat für seinen Teil bewiesen, daß kein Terror Macht hat über eine freie Seele und auch das unmenschlichste Jahrhundert noch Raum für die Stimme der Menschlichkeit." (S.160)

Dieses Buch gehört in jeden Haushalt, denn es führt das menschliche Gewissen nicht auf Gott oder irgendetwas zurück, sondern auf dessen Träger. Der Mensch ist für sein Handeln im de facto sokratischen Sinn (daimonion) selbstverantwortlich und kann entgegen jeder Prägung weitestgehend autonom die Entscheidung fällen, ob er zum Töten bereit ist oder sich seinem (positiv gemeinten) Unwissen gemäß auf die sicherlich schwierige Komplikation einlässt gewaltfrei zu handeln und jeden Anderen zu behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
nachdem es schon einmal Licht geworden war."
Zitat: Sebastian Castillio

Dieses Buch von Stefan Zweig las ich 1997 zum ersten Mal. Auf die letzte Seite notierte ich: " Eines der besten Bücher, die ich bislang gelesen habe." Jetzt nach zwölf Jahren habe den Text erneut zur Hand genommen und abermals aufmerksam studiert. Mein Urteil hat sich nicht geändert, noch immer betrachte ich " Castellio gegen Calvin" als eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Grund: Stefan Zweigs Werk ist für mich die überzeugendste Schrift gegen Intoleranz und Terror, eine Schrift, die verdeutlicht, dass es in allen Jahrhunderten Menschen mit Zivilcourage gab, die sich gegen Despoten und deren Terrorherrschaften zur Wehr setzten, wissend, dass diese stets nur verbrannte Erde zurücklassen.

Worum geht es?

Der französisch- schweizer Reformator Johannes Calvin (1509-1564), nach dessen Lehre Menschen an ihrer Fähigkeit zur strengsten Pflichterfüllung erkennen könnten, ob sie zu Heil bestimmt seien (Prädestinationslehre)ist der geistige Vater jenes Arbeitsethos, der die Grundlage für das Gewinnstreben im Kapitalismus bildet.

Calvin war davon überzeugt, dass man die Menschen nur fördere, wenn man ihnen rücksichtslos jede individuelle Freiheit nimmt. Zweig zeigt an seinem Beispiel, dass Diktaturen mit Ideen beginnen, gleichwohl jede Idee erst Form und Farbe an dem Menschen gewinnt, der sie verwirklicht.

Wie sah dieser Mensch aus, der in Genf sein Unwesen trieb? Alles an ihm war hart, eckig, schreibt Zweig. Sein Gesicht war lichtlos, freudlos und lässt auf einen abweisenden, einsamen Menschen schließen. " Alles, was das Leben sonst fruchtbar, füllig, freudig, blühend, warm und sinnlich macht, fehlt diesem gütelosen, diesem trostlosen, diesem alterslosen Antlitz. " Völlige Unsinnlichkeit soll neben seiner ewigen Unjugend der charakteristische Wesenszug Calvins gewesen sein. Zweig sieht in ihm zu Recht einen fanatischen Intellektuellen, der sich nur im Wort und im Geist auslebt, für den nur das Logisch-Klare das Wahre ist und der nur das Ordentliche begreift, niemals das Außerordentliche duldet.Um seine kranken religiösen Vorstellungen umzusetzen, terrorisiert der Geistliche die Bürger von Genf mit Erfolg.

Alles, was das Leben freudig und lebenswert macht, wird von Calvin verboten. " Verboten sind Theater, Belustigungen, Volksfeste, Tanz und Spiel in jeder Form, sogar unschuldiger Sport, wie der Eiskunstlauf erweckt Calvins gallige Missgunst. " Der Schmallippige verbietet jede andere als die nüchternste und fast mönchische Tracht, verbietet den Schneidern ohne Erlaubnis des Magistrates neuartige Schnitte anzufertigen, verbietet Kleider mit Gold und Silberstickerei und jede Verwendung von Gold und Geschmeide.Den Männern ist es verboten ihr Haar lang zu tragen, den Frauen das Aufkämmen und Kräuseln der Frisur. Verboten sind Familien-Feierlichen von mehr als 20 Personen, verboten ist es Wildbret, Geflügel und Pasteten zu speisen, verboten ist es Einheimischen ein Wirthaus zu betreten. Hauptverbrechen aller " Verbrechen " ist jede Kritik an Calvins Diktatur, die in vielem an die savonarolische Diktatur in Florenz erinnert.

Zweig stellt die rhetorische Frage, wie ein einziger intellektueller Asket die Daseinsfreude von Tausenden und Abertausenden vergewaltigen konnte, wie eine republikanische Stadt, die jahrzehntelang in helevetischer Freiheit lebte, sich diesem Diktator unterwarf?

Das Mittel , um seine Diktatur zu manifestieren war- wie in allen Diktaturen - Terror. Der Schriftsteller verdeutlicht diesbezüglich, dass Gewalt, die vor nichts zurückschreckt und jede Humanität als Schwäche verspottet, eine ungeheure Kraft ist. Ein systematisch ersonnener Terror lähmt den Willen des einzelnen, er löst und untergräbt jede Gemeinschaft. " Wie eine zehrende Krankheit frisst er sich in die Seelen ein,"...." bald wird die allgemeine Feigheit ihm Helfer und Hehler, denn weil jeder sich verdächtigt fühlt, verdächtigt er den anderen und aus Angst laufen die Ängstlichen den Befehlen und Verboten des Tyrannen sogar eilfertig voraus.

Calvin lässt foltern, ist mitleidlos, fällt Bluturteile, sein Terror ist schauervoller als alle Blutorgien der Französischen Revolution.Zweig stellt im Buch die Kaltblütigkeit Calvins an der Folterung und Hinrichtung des spanischen Arztes , Gelehrten, Humanisten, Theologen und Freidenkers Michael Servetus ( 1511-1553) dar, der von dem Diktator der Häresie bezichtigt wurde und aufgrund dessen auf dem Scheiterhaufen endete. Man liest ausführlich von der Anklage und von dem Prozess.
Verdeutlicht wird, dass der geübte Logiker und gelernte Jurist Calvin einen Angriff zu führen versteht und durch seinen kalten, strengen Habitus mit vorgetäuschter Objektivität die einzelnen Fragen stellend, den Angeklagten aus der Reserve lockt und ihn versucht vorzuführen.Calvin gelingt es den Richtern glaubhaft darzustellen, dass Servetus ein gefährlicher Aufrührer und heilloser Ketzer ist.Calvin, so Zweig, hasst jeden, der anderes zu lehren wagt als er selbst. Es ist diesem tyrannischen Geistlichen zuzuschreiben, dass Servet am Brandpfahl durch langsames Rösten bei kleinem Feuer einen qualvollen Tod erleidet. Feige, wie alle Despoten, verschanzt sich Calvin in der Stunde der Hinrichtung des Humanisten in seiner Studierstube.

Der Humanist Sebastiano Castellio (1505-1563) hat sich in mehreren Schriften gegen Rechtfertigung der Hinrichtung des Humanisten Michael Servetus durch Calvin gewandt und wurde von dem Despoten daraufhin verfolgt. Calvin nannte den Humanisten ein " Werkzeug des Teufels ".

Zweig skizziert den mitmenschlichen Charakter Castellios und stellt dessen humanistisches Denken der miesen Rechthaberei, und den kaltblütigen Machenschaften Calvins gegenüber.Ihm gelingt es nicht Castillio ein ähnliches Schicksal zu bereiten wie Servetus, denn Castillio stirbt bevor dieser Erbfeind der geistigen Gerechtigkeit mit seinem engstirnigen Fanatismus zuschlagen kann.

Stefan Zweig konstatiert , dass die Terrorherrschaft und die Verdammung als Schönen , letztlich aller kreativen Kräfte dazu führte, dass noch zweihundert Jahre nach Calvin kein einziger Maler, Musiker, kein Künstler von Weltruf mehr in Genf lebte. Das Außerordentliche wurde dem ordentlichen geopfert, die schöpferische Freiheit der widerspruchlosen Servilität.

Doch dann endlich wird wieder ein Künstler in dieser Stadt geboren, dessen ganzes Leben " eine einzige Revolte " gegen " die Vergewaltigung der Persönlichkeit " sein wird. In dem unabhängigsten Bürger der Stadt - Jean Jacques Rousseau- konnte sich Genf endlich völlig von Calvin befreien.

Dieses Buch macht deutlich, dass man sich zu allen Zeiten und überall gegen Despoten zur Wehr setzen muss, denn lässt man sie gewähren, bleibt nichts als verbrannte Erde.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Stefan Zweigs Buch führt den Leser zurück in die turbulenten Gründungsjahre der europäischen Reformation, genauer gesagt, in die Stadt Genf, in der es nur ein Jahr nach den Wiedertäuferexzessen von Münster dem aus Frankreich zugewanderten Prediger Calvin gelingt, am 21. Mai 1536 die Bürger der Stadt zu einem Eid auf seine Variante der Reformation zu verpflichten. Dass damit nach gut calvinistischem Geist der Abschied von allen Lebensfreuden verbunden war, merkten die Bürger aber erst später, so dass sie schon bald ihren Entschluss bereuten und den Prediger im Jahre 1538 wieder vor die Türe setzten - nur um ihn am 13. September des gleichen Jahres wieder demütig zurückzuholen, weil sich in seiner Abwesenheit Chaos und Liederlichkeit der Stadt bemächtigt hatten. Diese Wankelmütigkeit der Menschen, ihre Sehnsicht nach Ordnung und Sinn auf der einen Seite, aber auch ihre Verfallenheit an die Sinnlichkeiten des Alltags und das damit einhergehende schlechte Gewissen sind die Kräfte, aus der sich von nun Calvins Macht bis ins Unermessliche nähren soll. Aus dem ehemals so freiheitlichen Republik Genf wird das "neue Jerusalem des Protestantismus", ein totalitärer Gottesstaat, der gegen jede Abweichung mit mörderischer Konsequenz vorgeht. Freie Bürger wie der hoch gebildete Humanist Castellio (1516-1563), die gegen diese Tyrannei rebellieren, können von Glück sagen, dass sie mit der Verbannung aus der Stadt davonkommen.

Erheblich schlechter als Castellio ergeht es dagegen dem Theologen Michel Servet, der nur wenige Jahre nach Calvins epochaler "Insitutio" seine "Resitutio" vorlegt, eine Schrift, die sowohl die katholische Inquisition wie auch die reformierten Kirchen in Deutschland und der Schweiz entsetzt. Servets muss untertauchen und findet nach einigen abenteuerlichen Lebensetappen unter falschem Namen eine Stellung als Leibarzt beim Bischof Palmier von Vienne. Kein Geringer als Calvin, der jedem Abweichler nach dem Leben trachtet, denunziert den Dissidenten beim katholischen Großinquisitor in Lyon. Als es dem gefangen genommenen Servet trotzdem gelingt, aus Frankreich zu fliehen, wird er auf der Durchreise in Genf festgenommen, auf Betreiben Calvins zum Tode verurteilt. und am 27. Oktober 1553 vor den Toren von Genf bei lebendigem Leibe verbrannt.

Dieser Mord an einem Abweichler wird zur geistigen Wegscheide der europäischen Reformation. Unter dem Pseudonym Martinus Bellius verfasst der inzwischen in Basel lebende Humanist Castellio eine Kampfschrift, in der er nachweist, dass "Ketzer" einfach nur "Abweichler" bedeutet und dass auch Calvin selbst als Verfolgter in seiner "Institutio" von Franz I Toleranz gegen Abweichler gefordert habe. Leider kommt es zu keiner öffentlichen Auseinandersetzung der beiden Positionen, da es Calvin gelingt, die Drucklegung der Castellios Schriften über die Zensur zu verhindern. Bald tauchen die Agenten Calvins sogar in Basel auf, um einen Ketzerprozess gegen Castellio anzustrengen, da stirbt der Humanist völlig überraschend ( und wahrscheinlich zu seinem Glück ) im Jahre 1563 im Alter von nur 48 Jahren.

Wie geht die Geschichte weiter? Der für Calvin so peinliche Mord an Servet wird bald vergessen, und mit den Erfolgen der calvinistischen Mission in ganz Europa steigt der Finsterling aus Genf zur weltgeschichtlichen Figur auf, zu einem Weichensteller der Moderne, der sogar die Entstehung des Kapitalismus mit beeinflusst (S 219) - aber auch zum Vorbild und Ahnherrn aller totalitären Charaktere des 20. Jahrhunderts. Und was wurde aus Castellio? Kamen seine Ideen zu früh, so dass er nichts bleibt als eine halb vergessene Fußnote der Geistesgeschichte? Nein, antwortet Stefan Zweig, denn es dauerte nur ein halbes Jahrhundert, bis holländische Remonstranten, die als Abweichler innerhalb des Calvinismus agierten, Castellios Schriften wieder entdeckten und im Jahre 1612 eine erste Gesamtausgabe seiner Werke herausgaben. So hat Castellio, wenn schon nicht gesiegt, so sich doch posthum wenigstens behauptet, auch wenn der Ruhm, Vordenker der Toleranz zu sein, an Descartes, Locke und Hume geht. Wen dieses 16. Jahrhundert, die stürmische Overtürenzeit der Moderne, in der Totalitarismus und Toleranz geboren wurden, dem empfehle ich das exzellente Sachbuch "Das geteilte Europa 1559-1598" von J. H. Elliot und (mit Einschränkungen) den derzeit hoch gelobten Roman "Feuertäufer" des jungen spanischen Autors Antonio Orejedo.
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This is the best book on human tolerance ever written.
This book should be mandatory in the schools of Europe.It is the best book on human tolerance ever written.
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