Der Nachfolgeroman zu "der Tuareg", welches wirklich ein einmalig gutes Buch ist, kann mit seinem Vorgänger leider nicht mithalten.
Die Geschichte an sich ist spannend. Der Brunnen der Tuareg Familie von Gacel Sayah, der Hauptfigur aus "der Tuareg", wird durch eine falsch erstellte Karte Station der Wüstenralley. Ein Kulturschock ohnegleichen. Dazu kommt der achtungslose Umgang eines Ralleyteilnehmers mit dem Brunnen der Familie, der nur wenig Wasser spendet, ihnen dadurch jedoch das Überleben sichert. Nachdem dieser Fahrer den Brunnen mit Motoröl vergiftet hat, nimmt der älteste Sohn, das Familienoberhaupt Gacel, den Kampf auf und die nächsten Ralleyteilnehmer als Geiseln. Er fordert, dass man ihm den Fahrer der ihren Brunnen zerstört hat ausliefert, um ihm nach dem Recht der Tuareg die Hand abzuhacken.
Außer dieser schon fesselnden Story die sich recht gut entwickelt, kann der Autor leider nur wenig bieten. Die Personenbeschreibungen sind fahl, Schilderungen aus dem alltäglichen Leben in der Wüste, die im ersten Buch so eindringlich und interessant erzählt werden, kommen kaum noch vor.
Ein durchschnittliches Buch also, welches gerade aufgrund des Glanzes des ersten Teils, als sehr schal in Erinnerung bleibt.