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Die Augen der Medusa: Ein Montesecco-Roman (Montesecco-Romane)
 
 
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Die Augen der Medusa: Ein Montesecco-Roman (Montesecco-Romane) [Gebundene Ausgabe]

Bernhard Jaumann
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 296 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (20. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351032439
  • ISBN-13: 978-3351032432
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 302.166 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bernhard Jaumann
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Kurzbeschreibung

Ein Dorf gegen Medien und Mafia Nicht nur der eisige Winter lässt die Einwohner des italienischen Bergdorfes Montesecco frösteln. Als ein Attentäter den bekanntesten Staatsanwalt Italiens ermordet und sich mit vier Geiseln in Monteseccos Mauern verschanzt, überrollen Polizei und Medien den verschlafenen Ort. Während sich der Kampf um das Leben der Geiseln zuspitzt, sind die Dorfbewohner wie gelähmt. Erst in letzter Minute schmieden sie einen Plan. – Ein fulminanter Italienkrimi über Mafia, Medienmacht und wahre Menschlichkeit von Glauser-Preisträger Bernhard Jaumann. „Glänzend beschreibt Jaumann das Leben in der italienischen Provinz, charakterisiert einfühlsam und mit feinem Humor ihre dickschädeligen Bewohner.“ Volker Albers im "Hamburger Abendblatt" „Immer wieder bezaubert Jaumann durch kluge, feinsinnige Erzählweise und beobachtungsgenaue Sprache.“ Tobias Gohlis in "Die Zeit" Frost liegt auf den Feldern von Montesecco. Doch eine Explosion zerstört die friedliche Winterlandschaft: Die Limousine von Staatsanwalt Malavoglia wurde von einer Granate getroffen. Am nächsten Tag kesselt eine Spezialeinheit der italienischen Polizei ganz Montesecco ein und arbeitet sich zum Haus des vermeintlichen Attentäters vor, der vier Geiseln in seiner Gewalt hält. Binnen kurzem belagern Journalisten das kleine Bergdorf in der Mitte Italiens. Nach Gutdünken drehen sie den Einwohnern das Wort im Mund um. Schnell wird Montesecco zum kriminellsten Ort des Landes, wo aus einem übersensiblen Jungen ein Killer wird. Es dauert lange, bis die Bewohner aus ihrer Agonie erwachen. Montesecco ist in Gefahr. „Ein faszinierender Kriminalroman, der alle Vorurteile über dieses Genre im besten Sinne Lügen straft.“ Die Welt über Die Vipern von Montesecco

Über den Autor

Bernhard Jaumann wurde 1957 in Augsburg geboren. Studium in München. Er war zehn Jahre Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Italienisch in Bad Aibling, unterbrochen von einjährigen Auslandsaufenthalten in Italien und Sydney/Australien. Seit 1997 lebt er in Mexiko-Stadt. Sein erster Kriminalroman, "Hörsturz", erschien 1998; zweiter und dritter Band seiner Krimireihe um die fünf Sinne erschienen 1999 ("Sehschlachten","Handstreich"). Foto: © Isolde Ohlbaum

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fesselnde Dorf-Action 24. Juli 2009
Von Bleisatz
Format:Gebundene Ausgabe
Rund neun Jahre sind vergangen, seit Minhs Entführung den kleinen Ort Montesecco in Atem hielt. Die 25 Einwohner haben sich längst wieder eingerichtet, als unerwartet ein Attentat vor den Toren des Orts verübt wird. Staatsanwalt Malavoglia und sein Fahrer sterben in ihrem Wagen, getroffen von einem Granatwerfer. Mit dem Gegenschlag wartet der Staat nicht lange, zumal der Attentäter sich im Dorf mit vier Geiseln verschanzt hat. Innerhalb kürzester Zeit wird Minh Vannoni zum Attentäter erklärt, eine Sondereinheit will dessen Büro stürmen und eine Reportermeute belagert das kleine Dorf, um die Botschaft von der erschreckenden Missetat, dem traumatisierten Täter und den knorrigen Bewohnern in alle Welt zu tragen. Soviel Fremdherrschaft überwältigt und lähmt Einwohner zunächst. An Minhs Schuld glaubt keiner, aber die Polizei, die Presse und auch das Verhalten, das ihnen entgegen schlägt, lähmen die Nachbarn. Es dauert eine ganze Weile, bis sie sich zu einer Rettungsaktion aufrappeln können.

Im dritten Band der Montesecco-Romane gerät die Dorfgemeinschaft unter unglaublichen Druck. Die Polizei verdächtigt einen der ihren, ein skrupelloser Attentäter zu sein. Dabei geht sie noch dazu mit einer vorgefassten Lösung des Falls ans Werk; obwohl einige Einheimische Merkwürdigkeiten bemerken, bringt das den leitenden Questore keineswegs zum Grübeln. Psychologen bestärken Presse und Polizei darin, dass durch die damalige Entführung unbedingt ein unberechenbarer Jugendlicher aus Minh geworden sein muss.

Die Pressemeute ist keinen Deut besser. Auch ihr fällt nicht im Traum ein, aus der Sensationsstory etwas anderes zu machen als die Story eine 17-jährigen Monsters und eines zurückgebliebenen Dorfs. Milena versucht, die Verhältnisse in einem Interview gerade zu rücken, doch von dem, was sie berichtet, wird nur das gesendet, was zum vermeintlichen Gesamtbild passt. Mit dem damit gesäten Misstrauen filmen die TV-Leute danach natürlich genau die Bilder, die sie wollen: Verstockte, einsilbige Bewohner. Die Presse, die sich gerne als Aufklärer sieht, ist genau wie die Polizei gefangen in ihrer vorgefertigten Sicht der Dinge.

Obwohl der Plot viel Action vermuten lässt, gibt es genau das zum Glück nicht. Viel Raum nehmen wieder die Gefühle und Gedanken der Dorfbewohner ein, die hier so hart wie noch nie auf die Probe gestellt werden. Jaumann schafft es, fünf Tage Ausnahmezustand so zu verpacken, dass man richtig mitfiebert, als sich 25 Menschen ein letztes Mal als Gemeinschaft beweisen müssen. Das Dorf verschafft sich Klarheit über die Hintergründe der Tat und versucht mit einer abenteuerlichen Aktion, Minh zu retten. Die alte Constanza Marcantoni bekommt eine tragikomische Rolle: Sie lebt inzwischen verwirrt in ihrem Haus und wähnt sich angesichts der zahlreichen Uniformierten im Zweiten Weltkrieg unter deutschen Besatzern. Auch sie übernimmt ganz selbstverständlich ihren Anteil, um die Belagerung zu beenden; doch ihre listigen Aktionen werden ihr zum Verhängnis.

Insgesamt hat mir auch dieser Montesecco-Roman ausgezeichnet gefallen. Das Besondere war sicher, dass die Umstände diesmal so außergewöhnlich sind und die Bewohner dennoch ihre Stärken ausspielen. Durch ihre Zusammenarbeit funktioniert die Arbeit am Ende reibungslos, sie organisieren sich und ihre Unterstützung und mindestens ein Kopf ist immer da, der klare Gedanken fasst und die Rettungsaktion verfeintert. Montesecco wird durch diesen heftigen Eingriff verändert wie nie zuvor und es ist wohl besser, wenn die Geschichte um Montesecco hier ihr Ende nimmt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Roman handelt von einem Mord an einem Oberstaatsanwalt und einer folgenden Geiselnahme in dem kleinen unscheinbaren Dorf Montesecco. Geiselnehmer soll ein Junge aus dem Dorf sein, den die Dorfbewohner allerdings für unschuldig halten. Als die Medien über das Dorf herfallen und eine Eskalation droht, nehmen die Dorfbewohner die Sache selbst in die Hand.
Der Roman begeistert nicht wirklich. Ohne die beiden vorherigen Bände gelesen zu haben, sind die Dorfbewohner nicht vertraut und leider werden sie es im Laufe des Romans auch nicht. Mir ist keine Figur ans Herz gewachsen. Ich habe daher sehr lange gebraucht, den Krimi zu Ende zu lesen, er war auch nicht richtig spannend. Sprachlich und von der Geschichte her war er allerdings auch nicht richtig schlecht, weshalb ich gerade noch die Note drei Sterne vegebe. Weitere "Montesecco" Romane werde ich aber nicht lesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zum letzten (?) Mal dürfen wir zu Gast im kleinen Dorf Montesecco sein. Wer die ersten beiden Montesecco-Krimis (wie ich) mit Begeisterung gelesen hat, kann sich auf eine spannende, kurzweilige (und lustige) Geschichte mit den liebevoll-schrulligen Dorfbewohnern freuen. Zusammen laufen sie wieder zur Bestform auf und lösen - allen Hindernissen und Absprerrungen (Teile des Dorfes sind polizeiliches Sperrgebiet) zum Trotz - den Fall.
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