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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge.
 
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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. [Broschiert]

Rainer Maria Rilke
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Produktinformation

  • Broschiert: 226 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518391933
  • ISBN-13: 978-3518391938
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
OA 1910 Form Roman Epoche Moderne
Das Buch von Rainer Maria Rilke darf als der erste konsequent moderne deutschsprachige Roman bezeichnet werden, der ganz im Zeichen einer umfassenden Krisenerfahrung der Moderne (Stichwort S. R 909) steht. In dem Maß, in dem sich ein traumatischer Wirklichkeitszerfall des Ich-Erzählers bemächtigt, versucht dieser verzweifelt, sich in Erinnerungen und Reflexionen seiner Identität zu vergewissern, aber gleichzeitig zu einer Haltung der Hingabe an die Wirklichkeit zu finden. Die irritierende Erfahrung der Modernität schlägt sich auch in der Gestalt des Romans selbst nieder, der darauf verzichtet, auf konventionelle Weise eine Lebensgeschichte zu erzählen.
Entstehung: Die Arbeit an dem Roman geht auf Erfahrungen zurück, die Rilke bei seinem Parisaufenthalt 1902/03 sammelte und während eines Rom-Aufenthalts 1904 zu verarbeiten begann. Nach Unterbrechungen setzte Rilke 1908 die Arbeit fort. Die wechselnden Interessen und Akzentuierungen verschiedener Werk- und Lebensphasen spiegeln sich in den stilistisch und strukturell stark unterschiedlichen Passagen des Romans.
Struktur: Anders als der Roman des 19. Jahrhunderts haben die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge keine fortlaufende, realistische Handlung mehr. Der Text besteht aus 71 unterschiedlich langen Aufzeichnungen. Im ersten Teil überwiegen Eindrücke aus Paris, im zweiten Teil Erinnerungen an die Kindheit auf dänischen Adelsschlössern und in Kopenhagen, im dritten Teil Miniaturen obskurer historischer Gestalten. Die 71 Abschnitte sind jedoch nicht willkürlich gereiht, sondern folgen einem musikalischen Kompositionsgesetz der »ordres complementaires«. Die Einheit des Werks stiftet keine kontinuierliche Narration, sondern ein dicht gewobenes System von Korrespondenzen, Leitmotiven und Bildern.
Inhalt: Der Roman erzählt in einer am Tagebuch angelehnten Form von dem jungen Dänen Malte Laurids Brigge. Er ist ein verwaister und verarmter Adliger, der letzte seines Geschlechts, der im September nach Paris kommt und dort als Dichter zu leben und eine neue Sprache zu finden sucht. Nach einem halben Jahr brechen die Aufzeichnungen ab. In Maltes Notaten stehen Beschreibungen der Pariser Alltagswirklichkeit neben Kindheitserinnerungen und historischen Reminiszenzen. Die Darstellungen des Pariser Lebens sind an Charles R Baudelaire orientiert und liefern abschreckende und beklemmende Beschreibungen von Krankheit, Verfall und Tod. Maltes Kindheitserinnerungen sind der Versuch, eine eigentlich nicht erlebte Kindheit neu zu leisten und ihren fatalen Prägungen zu entkommen. Die historischen Kapitel des Romans erzählen von obskuren historischen Figuren, Hochstaplern und Heiligen, die wie Malte nicht selbst Herren ihres Schicksals sind, sondern der Erfahrung des Fremden und Anderen ausgesetzt waren.
Wirkung: Wegen ihrer kompromisslosen Negativität blieben die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge in der Geschichte des deutschen Romans ohne Nachfolge. Als die Theoretiker des Nouveau Roman, v. a. Nathalie R Sarraute, die programmatische Leistung des Romans erkannten, brach sich endlich auch im Bewusstsein der Kritik die Anerkennung des Romans als einer der großen Leistungen der klassischen Moderne Bahn. H. R. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Vom ländlich-feudalen Dänemark in die Großstadt Paris gekommen, sieht sich der junge Dichter Malte Laurids Brigge mit Sinneseindrücken überhäuft. In seinen Tagebuchaufzeichnungen findet Malte Zuflucht. Zunächst genügt es ihm, sich schreibend gegen seine Machtlosigkeit in der ihn verschluckenden Großstadt zu wehren. Doch erwachen in ihm immer mehr Ängste. Auf der Suche nach Leitbildern verzweifelt er, Maltes innere Zerrüttung zeigt keine Anzeichen der Heilung. Am Ende sucht der junge Dichter im biblischen Gleichnis des verlorenen Sohnes Erlösung.

6 Audio-CDs, 1 Bonus-CD im MP3-Format, Laufzeit 6:19 Stunden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Konkret auch zur Hamburger-Lesehefte-Ausgabe, 8. August 2009
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Zu einem doch äußerst fairen Preis vereint die Hamburger-Lesehefte-Ausgabe die "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" mit der "Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke". Unverständlich, dass der Band hier nicht im Direkt-Sortiment ist (Stand August 2009).

Beide Werke zeigen Rilkes intensives Hineinphantasieren in eine künstliche Existenz. Der Cornet ist ein lyrisches Werk, das eine Heldengestalt im 17. Jahrhundert besingt. Bekannter dürfte Malte Laurids Brigge sein. Zunächst fragt sich der Leser kurz, ob Rilke sich als blonder nordischer dänischer Edler stilisieren wollte und ob er das nötig hatte. Die Erläuterungen des Lesehefts verraten jedoch, dass er sich von dänischen Werken hat "inspirieren" lassen. Auch die anderen Erläuterungen hinten im Heft erweisen sich als sinnvoll.

Rilke strapaziert die Sprache bis zum Äußersten, er verdichtet sie und schafft eigene Ausdrücke. Das kann den einen enervieren und den anderen in höchste Verzückung versetzen. Handlung jedenfalls vergessen wir mal zunächst. Hierin finden Sie eingedampfte Sätze und Betrachtungen.

Ausgabe: fünf Sterne.

Werk (für mich zumindest, entscheiden Sie für sich nach Obigem): zwei bis drei Sterne, da es auf mich völlig abgeschottet, sich selbst genug wirkt. Zusammen sind das gute drei Sterne.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kein Buch für düstere Novembertage!, 22. September 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Der verarmte, dänische Adelige Malte Laurids Brigge beschreibt seinen Aufenthalt in Paris. Überaus schwermütig und ein wenig kraftlos wirkt dieser höchst sensible, junge Mann, der Schriftsteller werden möchte. Die hektische Großstadt - zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts - wirkt auf Malte abschreckend. Er zieht sich in seine Innenwelt zurück, reflektiert seine Kindheit und schreibt in wohlgesetzten Worten über das, was er an Bedrückendem auf seinen Spaziergängen durch Frankreichs Hauptstadt wahrnimmt. Laut gelesen hat Rilkes Prosawerk beinahe lyrischen Charakter. Dieses Buch eignet sich nicht für düstere Novembertage. Selbst Frohnaturen sollten sich auf depressive Anwandlungen gefasst machen! Dennoch ist der Text empfehlenswert, da die Sprache dieses Künstlers unglaublich feinsinnig ist.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Alleine in Paris, 21. Mai 2002
Von Ein Kunde
Dieses erstmals 1910 erschienene Werk Rilkes ist seine wichtigste Prosaveröffentlichung, was nicht heißt, dass es einfacher zu lesen wäre als seine Gedichte. Selten ist eine Persönlichkeitskrise drastischer dargestellt worden als hier: Auflösung des Ich, Anonymität der Städte, alle großen Themen der Moderne finden sich in den Aufzeichnungen versammelt. Malte Laurids Brigge, der Erzähler, kommt aus Dänemark in die Großstadt Paris und sp'Et, wie dort Veränderungen in ihm vorgehen: "Ich beginne zu sehen.'ESeine anfangs noch nachvollziehbaren Berichte f'Eren immer mehr ins Innere, bis man schließlich nicht mehr weiß, was eigentlich wirklich passiert. Am Ende des Buches ist der Verbleib des Protagonisten ungewiss.

In der Tat ist dies ein schwieriges Buch, in dem lyrische Passagen die konventionelle Erzählung auflösen. Eine stringente Geschichte kann man daher nicht erwarten. Wer sich allerdings auf die atmosphärische Dichte, die Tiefe der Beschreibungen und den Rhythmus der Sätze einlässt, wird daf'E belohnt. Vielleicht sollte man das Buch als ein langes Prosagedicht betrachten, um nicht mit falschen Voraussetzungen daran zu gehen.

Mir hat diese Ausgabe besonders gut gefallen.
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