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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge Taschenbuch – 2005

4.2 von 5 Sternen 31 Kundenrezensionen

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Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
OA 1910 Form Roman Epoche Moderne
Das Buch von Rainer Maria Rilke darf als der erste konsequent moderne deutschsprachige Roman bezeichnet werden, der ganz im Zeichen einer umfassenden Krisenerfahrung der Moderne (Stichwort S. R 909) steht. In dem Maß, in dem sich ein traumatischer Wirklichkeitszerfall des Ich-Erzählers bemächtigt, versucht dieser verzweifelt, sich in Erinnerungen und Reflexionen seiner Identität zu vergewissern, aber gleichzeitig zu einer Haltung der Hingabe an die Wirklichkeit zu finden. Die irritierende Erfahrung der Modernität schlägt sich auch in der Gestalt des Romans selbst nieder, der darauf verzichtet, auf konventionelle Weise eine Lebensgeschichte zu erzählen.
Entstehung: Die Arbeit an dem Roman geht auf Erfahrungen zurück, die Rilke bei seinem Parisaufenthalt 1902/03 sammelte und während eines Rom-Aufenthalts 1904 zu verarbeiten begann. Nach Unterbrechungen setzte Rilke 1908 die Arbeit fort. Die wechselnden Interessen und Akzentuierungen verschiedener Werk- und Lebensphasen spiegeln sich in den stilistisch und strukturell stark unterschiedlichen Passagen des Romans.
Struktur: Anders als der Roman des 19. Jahrhunderts haben die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge keine fortlaufende, realistische Handlung mehr. Der Text besteht aus 71 unterschiedlich langen Aufzeichnungen. Im ersten Teil überwiegen Eindrücke aus Paris, im zweiten Teil Erinnerungen an die Kindheit auf dänischen Adelsschlössern und in Kopenhagen, im dritten Teil Miniaturen obskurer historischer Gestalten. Die 71 Abschnitte sind jedoch nicht willkürlich gereiht, sondern folgen einem musikalischen Kompositionsgesetz der »ordres complementaires«. Die Einheit des Werks stiftet keine kontinuierliche Narration, sondern ein dicht gewobenes System von Korrespondenzen, Leitmotiven und Bildern.
Inhalt: Der Roman erzählt in einer am Tagebuch angelehnten Form von dem jungen Dänen Malte Laurids Brigge. Er ist ein verwaister und verarmter Adliger, der letzte seines Geschlechts, der im September nach Paris kommt und dort als Dichter zu leben und eine neue Sprache zu finden sucht. Nach einem halben Jahr brechen die Aufzeichnungen ab. In Maltes Notaten stehen Beschreibungen der Pariser Alltagswirklichkeit neben Kindheitserinnerungen und historischen Reminiszenzen. Die Darstellungen des Pariser Lebens sind an Charles R Baudelaire orientiert und liefern abschreckende und beklemmende Beschreibungen von Krankheit, Verfall und Tod. Maltes Kindheitserinnerungen sind der Versuch, eine eigentlich nicht erlebte Kindheit neu zu leisten und ihren fatalen Prägungen zu entkommen. Die historischen Kapitel des Romans erzählen von obskuren historischen Figuren, Hochstaplern und Heiligen, die wie Malte nicht selbst Herren ihres Schicksals sind, sondern der Erfahrung des Fremden und Anderen ausgesetzt waren.
Wirkung: Wegen ihrer kompromisslosen Negativität blieben die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge in der Geschichte des deutschen Romans ohne Nachfolge. Als die Theoretiker des Nouveau Roman, v. a. Nathalie R Sarraute, die programmatische Leistung des Romans erkannten, brach sich endlich auch im Bewusstsein der Kritik die Anerkennung des Romans als einer der großen Leistungen der klassischen Moderne Bahn. H. R. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Klappentext

"Farbigkeit und Anschaulichkeit der Darstellung, die breite und stets sorgfältige Wiedergabe des Zeithintergrunds und nicht zuletzt die hohe Lesbarkeit zeichnen das Buch dieses gelehrten, aber gelassenen Erzählers aus."
Marcel Reich-Ranicki

"Eine der großen Durchbruchleistungen der modernen Literatur."
H. E. Holthusen

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Format: Taschenbuch
Rilkes "Malte" belegt mit Sicherheit einen Spitzenplatz in meiner persönlichen Bestenliste, ist eins der ganz wenigen Bücher, die ich zu zwei verschiedenen Zeiten meines Lebens mit gleicher wenn nicht gewachsener Begeisterung gelesen habe.
Das erste Mal still und allein während des Studiums - es war eins meiner mündlichen Prüfungsthemen. Das zweite Mal etwa drei Jahrzehnte später zu dritt bei Kerzenschein im Kreis der Familie an den Abenden "zwischen den Jahren", bei denen es manchmal auch Nacht wurde.
Zugegeben: die beiden anderen teilten nicht uneingeschränkt mein Hochgefühl, aber damit sind sie ja wirklich nicht allein, viele kommen mit dem Text noch weniger klar. Manche Leseerwartungen werden durchaus verletzt, wenn Lyriker sich an Prosa wagen, gerade Rilke macht es manchen schwer mit seiner assoziativen, impressionistischen oder meinetwegen surrealistischen Schreibweise bei den Aufzeichnungen. Einige neigen dann zu Sprüchen wie "Dichter, bleib bei deinen Versen..." Manchmal stimme ich selbst in sowas mit ein, aber nicht in diesem Fall. Ich schätze durchaus einige von Rilkes Gedichten, die mich aber nur in seltensten Fällen so eindringlich ansprechen wie die Aufzeichnungen des Malte.
Gerade die Sensibilität des Lyrikers macht ihn so empfänglich für die Fülle von Sinneseindrücken in der Großstadt, denen er eine in sich ruhende Welt einer entfernten Kinderzeit gegenüberstellt um Halt zu finden - Rückblicke, die manchmal noch viel weiter in die Vergangenheit zurückgehen und so etwas wie Archetypen und Urbilder sichtbar machen, die die flutende Vielfalt der Großstadtszenen bannen können.
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Format: Taschenbuch
Der Beginn dieses Rilke Romans hat mich sprachlich absolut fasziniert, da schimmert überall der Lyriker durch und die Sprache an sich ist ein Gedicht. Der Inhalt selber, die Beschreibung des Lebens ins Paris, interessant und die Erfahrungen nachvollziehbar.
Doch dann wird es komplizierter, mit den Kindheitserinnerungen. Hier lesen sich Passagen wie ein Gruselroman, ohne aber wirklich zu gruseln, sondern mehr surreal zu wirken, wie Träume und Wahnsinnsgedanken.
Der Text wird gegen Ende des Buches immer verwirrter. Er ist zudem mit den ewig langen Abschnitten nur sehr mühsam und unter großer Konzentration zu lesen, die mir immer wieder abhanden ging und ich über die Worte hinweg las, sie haben mich aber auch nicht mehr wirklich berührt, sondern mehr befremdet und verwirrt.
Ich glaube, ich müsste mehr vom Menschen Rilke wissen, um die Texte zu verstehen. So entstehen beim Lesen nur mehr und mehr Fragezeichen für mich und aus Begeisterung wurde Qual der Lektüre. Schade.
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Format: Gebundene Ausgabe
Der Text ist eine Aneinanderreihung von eher zusammenhangslosen Notizen eines überfeinerten und labilen Geistes. Die Wahrnehmungsfetzen beinhalten Szenen des mal hässlichen, mal malerischen Paris, in dem sich der verarmte junge Adelige Brigge niederlässt: Menschenmassen, ihre Geräusche und Ausdünstungen, Licht an einem Herbstmorgen, auch surreale Momente, wie z.B. eine Frau, die ihr Gesicht, wie eine Maske abgenommen, in den Händen hält.
Dann sind da die Kindheitserinnerungen des Protagonisten aus einem düsteren dänischen Familienschloss, in dem es spukt. Daneben das Nachsinnen über lepröse burgundische Adelige, über Sappho, die Visionen des Papstes in Avignon, russische Thronfolgeproblematiken, dunkle Anspielungen auf eine verbotene Liebe usw. Es wird dem Leser dabei nicht leicht gemacht den jeweiligen Schauplatz und den Übergang von einem zu anderem zu identifizieren.
Die Aufzeichnungen sind mit der modernistisch überbetonten Selbstbezogenheit durchtränkt. Die neurotische Dramatisierung und Suhlen in eigener Zerrissenheit ist zwar von einem hohen sprachlichen Niveau: Das Buch ist poetisch, stellenweise dunkel-mysteriös und nicht ohne einen oder anderen Gedankenblitz. Gleichzeitig jedoch ist es in weiten Teilen zäh, eine ziemlich private Angelegenheit des Autors, die gelegentlich berührt, als Roman jedoch nicht befriedigt. Das Werk ist höchstens etwas für Lyrikliebhaber, ein routinierter Romanleser wird mit hoher Wahrscheinlichkeit enttäuscht sein.
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Format: Kindle Edition
Der verarmte, dänische Adelige Malte Laurids Brigge beschreibt seinen Aufenthalt in Paris. Überaus schwermütig und ein wenig kraftlos wirkt dieser höchst sensible, junge Mann, der Schriftsteller werden möchte.

Die hektische Großstadt - zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts - wirkt auf Malte abschreckend. Er zieht sich in seine Innenwelt zurück, reflektiert seine Kindheit und schreibt in wohlgesetzten Worten über das, was er an Bedrückendem auf seinen Spaziergängen durch Frankreichs Hauptstadt wahrnimmt.

Laut gelesen hat Rilkes Prosawerk beinahe lyrischen Charakter. Dieses Buch eignet sich nicht für düstere Novembertage. Selbst Frohnaturen sollten sich auf depressive Anwandlungen gefasst machen. Dennoch ist der Text empfehlenswert, da die Sprache dieses Künstlers unglaublich feinsinnig ist.

Empfehlenswert.
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