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Die Audienz
 
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Die Audienz [Broschiert]

Karla Schmidt , Armin Rößler , Heidrun Jänchen , Frank Haubold , Karsten Kruschel , Christian Günther
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 214 Seiten
  • Verlag: Wurdack; Auflage: 1., Aufl. (März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938065621
  • ISBN-13: 978-3938065624
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 520.673 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Haben Sie schon darüber nachgedacht, wie Sie die Zeit nach Ihrem Tod verbringen wollen? Oder ob Sie den nächsten Gesundheits-Check-up ohne eine saftige Beitragserhöhung überstehen werden? 15 Science-Fiction-Autoren erzählen vom Leben in den Städten der Zukunft, in virtuellen Welten und auf fremden Planeten, die verblüffende Ökosysteme hervorgebracht haben.

Über den Autor

Karla Schmidt, geboren 1974 in Göttingen, lebt mit Mann und zwei Kindern in Berlin, wo sie ein Kultur-, Theater- und Filmwissenschaftsstudium abschloss. In Rheinsberg hat sie an der Inszenierung von Opern- und Tanztheaterprojekten als Dramaturgin, Regieassistentin und Inspizientin mitgewirkt.Heidrun Jänchen wurde 1965 im Landkreis Karl-Marx-Stadt geboren. Sie studierte in Jena Physik und promovierte auf dem Gebiet der Dünnschichtoptik. Seither arbeitet sie als Optikentwicklerin. Ihre erste Buchveröffentlichung hatte sie 1983 mit einem Gedicht. Nach einem Theaterstück und einem Krimi-Drehbuch folgten zwei Fantasy- und ein Science-Fiction-Roman. Die Autorin arbeitete am futurologischen iknow-Projekt der EU mit, das sich mit Wild Cards beschäftigte. Seit 2003 betreut sie mit Armin Rößler und Dieter Schmitt die Science Fiction-Reihe des Wurdack Verlags. Kurd Laßwitz Preis für die beste Kurzgeschichte 2009, darüber hinaus achtzehn Nominierungen für den Deutschen Science Fiction Preis, Kurd Laßwitz Preis und Deutschen Phantastik Preis.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
"Die Audienz" ist die zehnte Anthologie mit Kurzgeschichten deutscher Autoren in dieser Reihe und enthält 16 Storys zwischen 4 und knapp 30 Seiten Länge.
Wie so oft bei solchen Veröffentlichungen differiert die Qualität der einzelnen Geschichten im Vergleich untereinander sehr stark. Erfreulich ist jedoch, dass die guten Erzählungen eindeutig die Oberhand haben.
So erzählt Andreas Flögel kurz und prägnant von einer Zukunft, in welcher der Einzelne kaum noch körperlichen Kontakt zu anderen Menschen hat. Androiden dienen als Sexspielzeug, Ehepaare sind meist nie zusammen in einem Raum. Als jedoch ein Mann ermordet wird, kommen dem Ermittler Zweifel, ob wirklich ein defektes Kunstlebewesen für den Tod des Menschen verantwortlich ist...
Zwar erinnert Flögels Kurzgeschichte an Willi Volz´ berühmte Story "Stinktier", ist aber absolut eigenständig und wunderbar ausgedacht und durchkomponiert.
Auch Karsten Kruschels "Ende der Jagdsaison auf Orange" ist sehr lesenswert und interessant, entführt sie doch den Leser in die bunt-exotische Flora und Fauna eines fremden Planeten und schildert darüber hinaus glaubhaft eine interessante Geschichte.
Die längste Story stammt von Karla Schmidt, ist sehr düster und deprimierend, jedoch hervorragend erzählt und zeichnet sich vor allem durch kreative Ideen aus. Besonders die Verwendung einer Software in einer Brille, mit der man die Mimik und Gestik seiner Mitmenschen (und natürlich auch gleich deren Biographie; Datenschutz Fehlanzeige!) lesen kann, welche gleich in Emotionswerte umgesetzt wird, ist als Idee ein Highlight der Anthologie.
Ebenfalls sehr einfallsreich ist Heidrun Jänchen in ihrer Story, in der Forscher eine ganz besondere Fauna auf einem fremden Planeten entdecken, welche tatsächlich den Nachweis liefern kann, dass die Menschheit nicht die einzige intelligente Rasse im Universum ist...
Auch die Geschichten von Bernhard Schneider, Christian Weis, Christian Günther, Armin Rößler, Arnold H. Bucher, Kai Riedeman und Andrea Tillmans überzeugen in Stil und Konzeption.
Dagegen leiden die Kurzgeschichten von Frank W. Haubold und Regina Schleheck etwas an ihrer kryptischen Botschaft, wenn sie auch gut geschrieben sind. Die inhaltliche Umsetzung bleibt jedoch völlig unbefriedigend (besonders der Plot von Haubolds Story blieb mir auch nach dem zweiten Lesen völlig unverständlich).
Totalausfälle sind dagegen aus meiner Sicht die sehr experimentellen Kurzgeschichten von Bruna Phlox (allein das aufgeblasene Pseudonym spricht hier für sich!), Nadine Boos (viel graphisches Experiment ohne berauschenden Inhalt) und die pseudohippe, an manch gehypten "Hochliteraten" erinnernde Wortgeklingelgeschichte von Jakob Schmidt, die als Kontrapunkt zu ihren abgehobenen Formulierungen Fäkalsprache einsetzt, um den Leser völlig vom Inhalt abzulenken (hier spricht aus jedem Satz der Anspruch, ein "Kunstwerk" sprachlicher Überraschung zu schaffen) und so erst gar keinen Lesefluss aufkommen lässt.
Aber abgesehen von diesen drei schwachen und den zwei schwächeren Kurzgeschichten überzeugt "Die Audienz" durch 11 gute bis sehr gute Storys deutscher Autoren, die zeigen, dass SF aus Deutschland nicht prinzipiell trivial, minderwertig oder einfach nur schlecht erzählt sein muss.
Hoffentlich wird es den kleinen Wurdack Verlag und seine mutigen Anthologien noch lange geben. Mögen diese Leser finden, sie haben es verdient!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Dem Wurdack-Verlag gebührt das Verdienst, dem hierzulande derzeit nicht allzu populären Genre der Science Fiction die Stange zu halten und ihm eine beständige und anspruchsvolle Plattform zu geben. Mit Armin Rößler und Heidrun Jänchen hat der Verlag zwei gute Herausgeber für ihre Anthologien gefunden und gebunden, auf deren Veröffentlichungen man sich freuen und verlassen kann. "Die Audienz" ist nun schon der sechzehnte Band der Wurdack-Science-Fiction-Anthologien. Toll, was hier wieder geboten wird. Nicht jede Geschichte zündet, das gebe ich zu, aber der Einfallsreichtum hinter den Kurzgeschichten ist unglaublich. Jede Story ist eine neue Welt. Man muss schon sehr aufmerksam lesen, um den vielfältigen Ideen folgen zu können. Aber es lohnt sich! Science Fiction vom Feinsten. Nur nebenbei bemerkt: Die Preise, die die Wurdack-Autoren immer wieder einheimsen, sprechen für sich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andreas
Format:Broschiert
Ich lese hauptsächlich englische SF Kurzgeschichten. Die vielen Nominierungen für den Kurd Laßwitz Preis haben mich neugierig darauf gemacht, was es im deutschsprachigen Bereich Neues gibt.

Von den 16 Geschichten haben mir 7 gut gefallen, während die anderen 9 meinen Geschmack nicht trafen. Insgesamt kann ich die abwechslungsreiche Sammlung mit Vorbehalt empfehlen. Interessanterweise stimmt mein Geschmack nicht mit dem anderer Rezensenten überein, also bitte diese Kritik als rein persönliche Ansicht werten.

Meine Highlights sind:

- "Hör auf die Wahrsagerin, Nishka": gekonnte Vermischung von virtueller und realer Welt, sehr schräg und genau mein Ding. Das sind die experimentellen Geschichten, die man nur in der SF findet.
- "Auslese": Fleischengel holen sich krebskranke Menschen um Informationen auszulesen. Wundervolle Geschichte, hervorragend erzählt. Zwar ohne tiefere Botschaft aber sehr amüsant.
- "Ende der Jagdsaison auf Orange": die Tierwelt auf dem Planeten Orange erinnert ein wenig an Neal Asher. Sorgfältig konstruierte Welt, sehr gelungen.

Gut gefallen haben mir:

- "Die Audienz": interessantes Gleichnis, sehr gut erzählt. Könnte Teil von etwas Größerem werden und würde dann noch besser funktionieren.
- "Lebenslichter": kein angenehmer Blick in die Zukunft. Gute Idee mit netten SF Gadgets, nur die Charaktere können nicht richtig überzeugen.
- "Ich töte dich nach meinem Tod": erneut eine Vermischung von virtueller und realer Welt. Flott geschrieben, hätte etwas länger sein können.
- "Hitze": Benzin ist teuer, Energie muss rationiert werden und die Menschen sind verzweifelt. Sehr gut geschrieben, wenn auch nicht besonders originell.

Aus der Reihe fällt "Finja-Danielas Totenwache". Finja-Daniela liegt im Sterben, ihr Bewusstsein soll in einen jüngeren Klon übertragen werden. Die Autorin nutzt typographische Stilmittel, um diesen Übergang darzustellen. Sehr originell! Dagegen fand ich die Gespräche auf der Party recht öde. Ist mir hier etwas entgangen?

Kommen wir zu den Geschichten, die mir nicht gefallen haben.

- "Sarah": die vielen kurzen Sätze haben das Lesen für mich sehr unruhig gemacht. Die Grundidee ist ebenfalls nicht neu.
- "Ein Schiff wird kommen": eine ältere Agentin versucht, unerklärliche Vorkommnisse auf einem Schiff zu klären. Die Hauptfigur war mir sehr unsympathisch und der Stil hat mir nicht gefallen. Sorry, nicht mein Geschmack.
- "Ausgespielt": der Sohn eines reichen Geschäftmannes wird gesucht. Einige nette SF Ideen sind vorhanden aber so richtig fügt es sich nicht zusammen und zum Schluss geht es einfach zu schnell.
- "Der geborgte Himmel": die Marskolonisten beschließen, zurück zur Erde zu fliegen. Einige wenige wollen nicht mit und bleiben auf dem Mars. Vor 50 Jahren wäre die Idee okay gewesen, aber heute nicht mehr. Die Charaktere sind oberflächlich und ihre Motivationen unklar.
- "Phönix": sehr gut geschrieben mit gelungenen Charakteren, aber die Idee funktioniert bei mir nicht. Ein paar Seiten mehr hätten nicht geschadet, insbesondere um mehr über den Hintergrund zu erfahren. Sorry, Armin!
- "Der Erste Roboter": ein Roboter soll neu programmiert werden und wehrt sich. Technisch plausibel, aber inhaltlich ein völliges Desaster. Kein Vergleich zu den vielen guten Roboter Geschichten, die es gibt.
- "Lod, Lad, Chine": sehr holprige Geschichte, ging komplett an mir vorbei.
- "Kamele, Kuckucksuhren und Bienen": vor 70 Jahren wäre die flott und mit Humor geschriebene Geschichte okay gewesen (man denke an die Mars Odyssee von Weinbaum), aber bei neuen Geschichten ärgert mich die belanglose Handlung maßlos. Da kann die Welt noch so exotisch sein: ohne interessante Bewohner oder Besucher, denen sie etwas bedeutet und die nicht einfach am Ende weiterziehen als ob nichts geschehen wäre, funktioniert es nicht.
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