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Die Attentäterin
 
 
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Die Attentäterin [Gebundene Ausgabe]

Yasmina Khadra , Regina Keil-Sagawe
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Und dass es nicht die war, die wir erwarteten, dass die andere, vom Titel her erwartete Bombe erst innerhalb dieser erinnerten Rahmenerzählung hochgeht, verschafft diesem Roman seinen grandioser Aufbau. Er funktioniert wie das Doppelgetriebe einer Spirale des Terrors im Nahen Osten, das beim Vor- und Zurückdrehen immer neue Lesemöglichkeiten ergibt und die Spannung so steigert, dass man das Buch nicht mehr weglegen kann." Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.06 "Yasmina Khadra ist ein reichhaltiger, packend geschriebener Roman zum Terrorismus und zum Nahostkonflikt gelungen. Er gehört zum Besten, was man derzeit über diese Themen lesen kann." Heinz Hug, Neue Zürcher Zeitung, 30.01.07 "Es ist die große Stärke des neuen Romans von Yasmina Khadra, dass er, ohne vom Individuellen jemals thesenhaft zu abstrahieren, in Bereiche vordringt, in denen die ethnischen Grundlagen des Humanen verhandelt werden." Marko Martin, Literarische Welt, 30.11.06 "Der Roman ist die Geschichte dieser Suche, ein spannender Thriller, immer wieder unterbrochen von philosophischen Reflexionen." Lavinia Meier-Ewert, Süddeutsche Zeitung, 09.11.06

Heinz Hug, Neue Zürcher Zeitung, 30. Januar 2007

"Mit 'Die Attentäterin' ist Yasmina Khadra ein reichhaltiger, packend geschriebener Roman zum Terrorismus und zum Nahostkonflikt gelungen. Er gehört zum Besten, was man derzeit über diese Themen lesen kann."

Kurzbeschreibung

Amin Jaafarie ist Chirurg in einem Krankenhaus in Tel Aviv. Er erhält die schreckliche Nachricht, dass seine Frau bei einem Attentat ums Leben kam. Nicht genug damit - seine Frau soll diesen Anschlag selbst verübt haben. Das kann Jaafarie unmöglich glauben. Gegen alle Ratschläge seiner Freunde macht er sich auf die Suche nach den Motiven und Hintergründen des Verbrechens. Dabei gerät er immer tiefer in die Verstrickungen einer tödlichen Feindschaft.

Über den Autor

Yasmina Khadra, eigentlich Mohammed Moulessehoul, 1955 in Algerien geboren, lebt mit seiner Familie seit 2000 in Frankreich. Er ist eine der wichtigsten Stimmen des arabischen Raums, der Nobelpreisträger J.M. Coetzee zählt ihn zu den weltweit wichtigsten Romanciers. Khadras Romane sind in 17 Sprachen übersetzt, zuletzt erschienen Wovon die Wölfe träumen (2002), Die Schwalben von Kabul (2003) und Nacht über Algier (2006).

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Plötzlich bringt eine gewaltige Explosion die Wände zum Erbeben und lässt die Fensterscheiben in der Kantine vibrieren. Alle sehen sich ratlos an, dann stehen die, die in der Nähe der Panoramafenster sitzen, auf und recken die Hälse. Kim und ich stürzen auf das nächstgelegene Fenster zu. Die Leute, die im Hof des Krankenhauses unterwegs waren, stehen wie angewurzelt, die Köpfe nach Norden gedreht. Die Fassade des Baus gegenüber verstellt uns den Blick.
"Bestimmt ein Attentat", bemerkt jemand.
Kim und ich rennen hinaus auf den Korridor. Schon taucht ein Trupp Krankenschwestern aus dem Kellergeschoss auf und läuft in Richtung Eingangshalle. Dem Ausmaß der Schockwelle nach zu urteilen, muss die Explosion ganz in der Nähe stattgefunden haben. Einer vom Wachdienst dreht an seinem Funkgerät, um Erkundigungen einzuholen. Sein Gesprächspartner teilt ihm mit, dass er auch nichts weiß. Wir stürzen uns in den Aufzug. Oben angelangt, rennen wir auf die Dachterrasse des Südflügels. Einige Neugierige sind schon da und starren, die Augen mit den Händen abgeschirmt, zu einer Rauchwolke hinüber, die etwa zehn Häuserblocks weiter in den Himmel steigt.
"Das kommt aus Richtung Haqirya", berichtet ein Wachposten in sein Funkgerät. "Bombe oder Selbstmordattentat. Vielleicht eine Autobombe. Ich hab keinerlei Informationen. Alles, was ich sehe, ist der Rauch, der von dort aufsteigt "
"Wir müssen wieder runter", mahnt mich Kim.
"Du hast recht. Wir müssen uns darauf vorbereiten, die ersten Opfer in Empfang zu nehmen."
Zehn Minuten später dringen vereinzelt Informationen durch, die von einem regelrechten Blutbad reden. Manche berichten von einem Angriff auf einen Bus, andere von einem Restaurant, das in die Luft gesprengt worden sei. Die Telefonzentrale steht kurz vor dem Kollaps. Es herrscht Alarmstufe Rot.
Ezra Benhaim trommelt den Krisenstab zusammen. Krankenschwestern und Chirurgen laufen zur Notaufnahme, wo in hektischem, aber geordnetem Gewimmel Tragen und Transportliegen aufgestellt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Attentat Tel Aviv erschüttert, und die Rettungsdienste gehen von Mal zu Mal mit größerer Effizienz vor. Aber Attentat bleibt Attentat. Auf die Dauer bekommt man es zwar technisch in den Griff, aber nicht menschlich. Emotion und Entsetzen passen nicht recht zu einem kühlen Kopf. Wenn das Grauen zuschlägt, zielt es immer als Erstes auf das Herz.
Ich mache mich ebenfalls auf zur Notaufnahme. Ezra ist schon da, mit blassem Gesicht und dem Handy am Ohr. Mit der anderen Hand versucht er, die Vorbereitungen für die Operationen zu dirigieren.
"Ein Selbstmordattentäter hat sich in einem Restaurant in die Luft gesprengt. Es gibt mehrere Tote und eine Menge Verletzte", verkündet er. "Lasst Raum 3 und Raum 4 räumen. Und haltet euch bereit, die ersten Opfer in Empfang zu nehmen. Die Krankenwagen sind schon unterwegs."

Auszug aus Die Attentäterin von Yasmina Khadra, Mohammed Moulessehoul, Regina Keil-Sagawe, Regina Keil- Sagawe. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Plötzlich bringt eine gewaltige Explosion die Wände zum Erbeben und lässt die Fensterscheiben in der Kantine vibrieren. Alle sehen sich ratlos an, dann stehen die, die in der Nähe der Panoramafenster sitzen, auf und recken die Hälse. Kim und ich stürzen auf das nächstgelegene Fenster zu. Die Leute, die im Hof des Krankenhauses unterwegs waren, stehen wie angewurzelt, die Köpfe nach Norden gedreht. Die Fassade des Baus gegenüber verstellt uns den Blick.
»Bestimmt ein Attentat«, bemerkt jemand.
Kim und ich rennen hinaus auf den Korridor. Schon taucht ein Trupp Krankenschwestern aus dem Kellergeschoss auf und läuft in Richtung Eingangshalle. Dem Ausmaß der Schockwelle nach zu urteilen, muss die Explosion ganz in der Nähe stattgefunden haben. Einer vom Wachdienst dreht an seinem Funkgerät, um Erkundigungen einzuholen. Sein Gesprächspartner teilt ihm mit, dass er auch nichts weiß. Wir stürzen uns in den Aufzug. Oben angelangt, rennen wir auf die Dachterrasse des Südflügels. Einige Neugierige sind schon da und starren, die Augen mit den Händen abgeschirmt, zu einer Rauchwolke hinüber, die etwa zehn Häuserblocks weiter in den Himmel steigt.
»Das kommt aus Richtung Haqirya«, berichtet ein Wachposten in sein Funkgerät. »Bombe oder Selbstmordattentat. Vielleicht eine Autobombe. Ich hab keinerlei Informationen. Alles, was ich sehe, ist der Rauch, der von dort aufsteigt …«
»Wir müssen wieder runter«, mahnt mich Kim.
»Du hast recht. Wir müssen uns darauf vorbereiten, die ersten Opfer in Empfang zu nehmen.«
Zehn Minuten später dringen vereinzelt Informationen durch, die von einem regelrechten Blutbad reden. Manche berichten von einem Angriff auf einen Bus, andere von einem Restaurant, das in die Luft gesprengt worden sei. Die Telefonzentrale steht kurz vor dem Kollaps. Es herrscht Alarmstufe Rot.
Ezra Benhaim trommelt den Krisenstab zusammen. Krankenschwestern und Chirurgen laufen zur Notaufnahme, wo in hektischem, aber geordnetem Gewimmel Tragen und Transportliegen aufgestellt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Attentat Tel Aviv erschüttert, und die Rettungsdienste gehen von Mal zu Mal mit größerer Effizienz vor. Aber Attentat bleibt Attentat. Auf die Dauer bekommt man es zwar technisch in den Griff, aber nicht menschlich. Emotion und Entsetzen passen nicht recht zu einem kühlen Kopf. Wenn das Grauen zuschlägt, zielt es immer als Erstes auf das Herz.
Ich mache mich ebenfalls auf zur Notaufnahme. Ezra ist schon da, mit blassem Gesicht und dem Handy am Ohr. Mit der anderen Hand versucht er, die Vorbereitungen für die Operationen zu dirigieren.
»Ein Selbstmordattentäter hat sich in einem Restaurant in die Luft gesprengt. Es gibt mehrere Tote und eine Menge Verletzte«, verkündet er. »Lasst Raum 3 und Raum 4 räumen. Und haltet euch bereit, die ersten Opfer in Empfang zu nehmen. Die Krankenwagen sind schon unterwegs.«
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