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Die Attentäterin: Roman
 
 
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Die Attentäterin: Roman [Taschenbuch]

Yasmina Khadra , Regina Keil-Sagawe
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eindringliche kriminalistische Tragödie, die von Terrorismus und dem Nahostkonflikt handelt.«
Frizz 12/2008

»Yasmina Khadra ist das Pseudonym des algerischen Schriftstellers Mohammed Moulessehoul, der in ›Die Attentäterin‹ differenziert und kenntnisreich ein hochaktuelles Thema behandelt. Der jetzt als Taschenbuch erhältliche Roman geht definitiv unter die Haut.«
Borgmeier Publishing Juni 2008

»Beängstigend stellt der Autor den Niedergang des Arabers dar, der lange dafür gekämpft hat, als Arzt Gutes zu tun. Doch je tiefer seine Einblicke in den palästinensisch-israelischen Konflikt werden, desto tiefer wird er selbst in den Strudel des Hasses gezogen. Beklemmend der gewählte Schluss, der mit Auflösung endet und die Sinnlosigkeit der Auseinandersetzungen demaskiert.«
Preußische Allgemeine Zeitung 14.06.2008

»Das Buch liest sich äußerst eindrücklich und spannend und zeigt ein authentisches Bild vom Nahostkonflikt und den Menschen, die in dieser Region leben. ›Die Attentäterin‹ ist gleichzeitig Erklärungsversuch und Mahnmal für eine Welt, in der jeder gegen jeden und Panzer gegen Steinschleuder kämpfen. Atemberaubend!«
Zürcher Unterländer 09.05.2008

»Ein äußerst packender Bericht über den israelischen Palästinenser Amin, der erfahren muss, dass seine Frau einen Selbstmordanschlag verübt hat.«
Oberösterreichische Nachrichten 11./12.06.2011

Heinz Hug, Neue Zürcher Zeitung, 30. Januar 2007

"Mit 'Die Attentäterin' ist Yasmina Khadra ein reichhaltiger, packend geschriebener Roman zum Terrorismus und zum Nahostkonflikt gelungen. Er gehört zum Besten, was man derzeit über diese Themen lesen kann." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

»Yasmina Khadra demontiert in dieser kriminalistischen Tragödie die teuflischen Rädchen des radikalsten Hasses, der ans Geheimnis der Liebe und an absolute Perversion grenzt.« André Glucksmann

Amin Jaafari ist ein hoch angesehener Arzt in Tel Aviv - und ein arabischer Israeli. Umso rascher gerät er unter Verdacht, als die Polizei herausfindet, dass seine Frau in Tel Aviv als Selbstmordattentäterin ein Restaurant sprengte. Jaafari kann es nicht fassen, dass er von dem Plan seiner Frau nichts wusste. Er reist nach Bethlehem und Dschenin, in die Zentren des palästinensischen Widerstandes. Unbeirrt versucht Jaafari, die Verantwortlichen zu finden, die seine Frau zu einer "Schwarzen Witwe" gemacht und sein Leben zerstört haben.

Über den Autor

Yasmina Khadra ist das Pseudonym von Mohammed Moulessehoul. Der 1955 geborene Autor war hoher Offizier in der algerischen Armee. Wegen der strengen Zensurbestimmungen veröffentlichte er seine beliebten Kriminalromane mit Kommissar Llob unter dem Namen einer Frau. Erst nachdem er im Dezember 2000 mit seiner Familie nach Frankreich ins Exil gegangen war, konnte er das Geheimnis um seine Identität lüften. Yasmina Khadra ist eine der wichtigsten Stimmen der arabischen Welt, seine Romane sind in 17 Sprachen übersetzt.

Auszug aus Die Attentäterin von Yasmina Khadra, Mohammed Moulessehoul, Regina Keil-Sagawe, Regina Keil- Sagawe. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Plötzlich bringt eine gewaltige Explosion die Wände zum Erbeben und lässt die Fensterscheiben in der Kantine vibrieren. Alle sehen sich ratlos an, dann stehen die, die in der Nähe der Panoramafenster sitzen, auf und recken die Hälse. Kim und ich stürzen auf das nächstgelegene Fenster zu. Die Leute, die im Hof des Krankenhauses unterwegs waren, stehen wie angewurzelt, die Köpfe nach Norden gedreht. Die Fassade des Baus gegenüber verstellt uns den Blick.
»Bestimmt ein Attentat«, bemerkt jemand.
Kim und ich rennen hinaus auf den Korridor. Schon taucht ein Trupp Krankenschwestern aus dem Kellergeschoss auf und läuft in Richtung Eingangshalle. Dem Ausmaß der Schockwelle nach zu urteilen, muss die Explosion ganz in der Nähe stattgefunden haben. Einer vom Wachdienst dreht an seinem Funkgerät, um Erkundigungen einzuholen. Sein Gesprächspartner teilt ihm mit, dass er auch nichts weiß. Wir stürzen uns in den Aufzug. Oben angelangt, rennen wir auf die Dachterrasse des Südflügels. Einige Neugierige sind schon da und starren, die Augen mit den Händen abgeschirmt, zu einer Rauchwolke hinüber, die etwa zehn Häuserblocks weiter in den Himmel steigt.
»Das kommt aus Richtung Haqirya«, berichtet ein Wachposten in sein Funkgerät. »Bombe oder Selbstmordattentat. Vielleicht eine Autobombe. Ich hab keinerlei Informationen. Alles, was ich sehe, ist der Rauch, der von dort aufsteigt …«
»Wir müssen wieder runter«, mahnt mich Kim.
»Du hast recht. Wir müssen uns darauf vorbereiten, die ersten Opfer in Empfang zu nehmen.«
Zehn Minuten später dringen vereinzelt Informationen durch, die von einem regelrechten Blutbad reden. Manche berichten von einem Angriff auf einen Bus, andere von einem Restaurant, das in die Luft gesprengt worden sei. Die Telefonzentrale steht kurz vor dem Kollaps. Es herrscht Alarmstufe Rot.
Ezra Benhaim trommelt den Krisenstab zusammen. Krankenschwestern und Chirurgen laufen zur Notaufnahme, wo in hektischem, aber geordnetem Gewimmel Tragen und Transportliegen aufgestellt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Attentat Tel Aviv erschüttert, und die Rettungsdienste gehen von Mal zu Mal mit größerer Effizienz vor. Aber Attentat bleibt Attentat. Auf die Dauer bekommt man es zwar technisch in den Griff, aber nicht menschlich. Emotion und Entsetzen passen nicht recht zu einem kühlen Kopf. Wenn das Grauen zuschlägt, zielt es immer als Erstes auf das Herz.
Ich mache mich ebenfalls auf zur Notaufnahme. Ezra ist schon da, mit blassem Gesicht und dem Handy am Ohr. Mit der anderen Hand versucht er, die Vorbereitungen für die Operationen zu dirigieren.
»Ein Selbstmordattentäter hat sich in einem Restaurant in die Luft gesprengt. Es gibt mehrere Tote und eine Menge Verletzte«, verkündet er. »Lasst Raum 3 und Raum 4 räumen. Und haltet euch bereit, die ersten Opfer in Empfang zu nehmen. Die Krankenwagen sind schon unterwegs.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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